Stifterinnen und Stifter

Herzlichen Dank an alle Stifterinnen und Stifter, die mit ihrem finanziellen Beitrag und ihrer ideellen Unterstützung das Wirken der Stiftung Pfadfinden ermöglichen. 144 Gründerinnen und Gründer trugen 1998 die Stiftung ins Stiftungsbuch der Stadt Frankfurt ein. Inzwischen stehen mehr als 700 Stifterinnen und Stifter mit ihrem Beitrag hinter der Stiftung Pfadfinden. Hier findet ihr alle, die einer Veröffentlichung zugestimmt haben.

Auch erinnern wir an verstorbene Stifterinnen und Stifter. Das Symbol, der Kreis mit dem Punkt in der Mitte, ist ein Waldläufer­zeichen und bedeutet:

   „Hier ist mein Weg zu Ende, ich bin heim gegangen!“    

Name
Ort
Stifter Nr.
Geb.
Vers.
Abresch, Christian

Berlin

489
1981
Ackermann, Peter

Berlin

207
Alde, Sebastian

Hamburg

89
1968
Alef, Sabine

Wegberg

578
1970
Alef, Ulrich

Wegberg

408
1967
Allwardt, Ellen

Nürnberg

109
Althof, Joachim

Gilching

365
Altpfadfindergilde Hamburg,

Hamburg

388
Altpfadfinder Idar-Oberstein,

Idar Oberstein

452
Ambrosius, Jan

Wiesbaden

580
2007
Ambrosius, Nils

Wiesbaden

490
1994
Ambrosius, Uli

Wiesbaden

137
1965
Anders-Wilkens, Andreas

Polsing

407
Arslanoglu, Irmtraut

Wiesbaden

308
1937
Aubele, Jörg

Waldstetten

460
Auth, Hendrik

Siegen

322
Baechle, Jan

Wiesbaden

160
Baetzel, Jörg

Siegen

9
Baetzel, Dr. Roland (Moses)

Rabenau-Allertshausen

276
* 1967
Baierer, Christoph

Grafenau

394
Barta, Ferdinand

Büchenbach

253
* 1939
2017
Bartels, Ursula

Leer

315
Barthel, Friedemann

Schwäbisch Gmünd

619
1986
Bartz, Prof. Dr. Ulrike

Troisdorf

496
Bauschke, Joachim

Laugwedel

410
2012
BdP Idar-Oberstein e.V.,

Bonn

476
BdP Lahn Bezirk LV Hessen,

Weinbach-Gräveneck

639
BdP Landesverband Baden-Württemberg,

Holzgerlingen

293
BdP Landesverband Hessen,

Kronberg/Ts.

67
BdP Landesverband Niedersachsen,

Oldenburg

236
BdP Landesverband Rheinland-Pfalz/Saar,

Neuwied

113
BdP Simmern Singegruppe,

Simmern

549
BdP Stamm Ata Ulf, Gifhorn,

Gifhorn

535
BdP Stamm Bundschuh,

Karlsruhe

125
BdP Stamm Deutschritter, Gießen,

Lohra

565
1948
BdP Stamm Falke Altvorweiler,

Überherrn

457
BdP Stamm Graue Biber,

Bad Vilbel

128
BdP Stamm Nibelgau Welzheim,

Holzgerlingen

683
BdP Stamm Schevemoor,

Bremen

165
BdP Stamm Weiße Möwen,

Düsseldorf

295
BdP Stamm Wikinger, Buseck-Beuern,

Buseck-Beuern

454
Bebensee, Johannes (Joby)

Köln

556
1986
Becker, Dr. Klaus

Hanau

108
Bec kmann, Timo

Bienenbüttel

509
1984
Behrens, Jens

Hamburg

527
1976
Beisheim, Dr. Carsten

Korschenbroich

587
Bell, Dr. Ralf

Leverkusen

544
1966
Bender, Dr. Andreas

Frankfurt am Main

8
Bender, Rolf

Bad Vilbel

129
Benke, Andreas

Kirchberg

672
1974
Benke, Frank

Reich

429
1970
Benke, Peter

Kirchberg/Hsr.

569
Benz, Renate

Ahrensburg

354
Berg, Ingrid

Ascheffel

386
1945
Berheide, Herbert (Klopfer)

Münster

3
* 1936
2008
„Wenn je jemand den Satz, die Pfadfinder seien eine große Familie, mit Leben erweckt hat, dann ist es Herbert gewesen“, sagte Tom Levine in seiner Grabrede. Klopfer (so nannten ihn alle in Pfadfinderkreisen) ist ungefähr 1952 in den damaligen BDP eingetreten, in den Stamm Kreuzfahrer in der Landesmark Westfalen. Bald war er Stammesführer und spielte eine wichtige Rolle in der Landesmark. Schon damals, so Tom, muss das Leben im Bund eine ganz zentrale Rolle für Herbert eingenommen haben. Er machte seinen Stamm zu einem der wichtigsten in Westfalen und zu einer Talentschmiede erster Ordnung.

Spätestens seit den Sechziger Jahren ist Klopfer ein fester Bestandteil des Bundeslebens. Er hat in Westfalen die Gründung des BdP betrieben, und er war bei den Gesprächen mit dem Mädchenbund und bei der Fusion zum BdP dabei. In Griechenland war er das erste Mal auf einem Jamboree – er hat alle weiteren besucht bis Korea 1991. Als er dann in den Siebzigern die Stammesführung aufgab, war klar, so Tom, dass er das Pfadfinden nicht aufgeben würde. Er wurde gebeten, die defizitäre BdP Vertriebs GmbH zu übernehmen, die bis dahin eine Sorgenkind war. Mit anderen hat er sie als Bundeskämmerei wieder aufgebaut und zu einem gesunden Unternehmen gemacht.

Klopfer, sagte Tom in seiner Rede, habe mit fast allen, die im BdP irgendwann einmal etwas bewegt haben, eine Beziehung gepflegt, die immer über das „Dienstliche“ hinaus ging. „Er hat sich interessiert für unser Leben, hat sich manchmal auch eingemischt, hat manchen für eine Weile so ein bisschen mit Haut und Haar gefressen, um ihn dann wieder gehen zu lassen, hat sich auch mal gestritten, mit wenigen auch ganz ausgiebig, um sich am Ende in fast allen Fällen wieder zu versöhnen. Er war mit seinem Herzen dabei und hat in unsere Herzen geblickt, und er hat sein Herz gezeigt.“

Klopfer, so Tom, habe dem BdP zweierlei hinterlassen. Zuerst die Kämmerei, die er vor zwei Jahren unter dem Druck der Krankheit in jüngere Hände gegeben hat. Zum zweiten: Die Stiftung Pfadfinden. Klopfer gehörte zu jenem Trio, das in einem Cafe am Wannsee beschloss, die oft diskutierte Stiftung nun endlich zu gründen, und er habe dann natürlich auch jenem Kreis angehört, der die Stiftung vorbereitet hat. Er „hat uns gedrängt, endlich umzusetzen, was wir besprochen hatten, er hat nachgefragt und nachgehakt, und dann hat er bekommen, was er wollte. Seine Stiftung Pfadfinden.“

Tom: „Dein Herz hat aufgehört zu schlagen, Klopfer, und schon fehlst Du uns. Wir, die wir Deine Weggefährten sein durften, werden Dich in Erinnerung behalten als Pfadfinderfreund im wahrsten Sinne des Wortes, und wir werden Dich und Dein Vermächtnis dort bewahren, wo auch Du uns bewahrt hast. Im Herzen.“

(Quelle: Grabrede von Tom Levine am 26. August 2008 in Münster)

Grabrede_fuer_Herbert_Berheide.pdf
Die vollständige Grabrede von Tom Levine am 26. August 2008 in Münster als PDF

Bernau, Peter

Berlin

441
1938
Bernhard, Frank

Saarbrücken

43
1959
Beyer, Gerrit

Immenstaad

613
Beyersdorff, Dr. Peter

Simmelsdorf

205
Bipontina-Verein zur Förderung allg. pfadf. Jugendarbeit e.V.,

Zweibrücken

593
Blaschke, Bernd

Düsseldorf

75
Blaschke, Bernd und Freunde

Düsseldorf

180
Blitzner, Helga

Berlin

534
1935
Blumenhein, Dr. Gerd

Wettenberg

520
1941
Bobke von Camen, Aaron

Bonn

484
Bobke von Camen, Dr. Manfred

Bonn

172
1952
Bochynek, Carina

Pirmasens

610
1991
Böhm, Hans

Oberursel

138
Böhm, Hans Joachim

Kronberg

21
Böhm, Marie-Luise

Kronberg

22
Böhm, Tobias

Schwalbach

596
1978
Böhnke, Anke

Berlin

680
1969
Böhnke, Lars

Hannover

551
1991
Bokorny, Dr. Richard

Nidderau

233
1936
Bonke, Dirk

Bensheim

523
1973
Boog, Berit

Wolfsburg

466
1983
Boog, Frederik

Wolfsburg

467
1982
Boog, Lotta

Wolfsburg

653
2016
Born, Dr. Otto

Wetzlar

77
Borsdorf, Timo

Mannheim

567
1985
Bosse, Astrid

Birsfelden

592
Böwer, Thomas

Hamburg

23
Braatz, Ernst-Eberhard

Düsseldorf

564
1948
Braatz, Jürgen

Langenfeld

335
Braatz, Jürgen

Langenfeld

356
Bramesfeld, Dr. Wulf

Riedstadt

221
Brasse, Karin und Günter

Olpe

218
1937
Brauner, Gerda

Wetzlar

482
1930
Brauner, Hannah

Hüttenberg

540
1987
Brauner, Matthias

Hüttenberg-Rechtenbach

72
Bredtmann, Eberhard

Marl

235
Brüggenwirth, Heike

Hohnhorst-Ohndorf

403
Buggert, Dr. Matthias

Erlangen

384
1975
Bühler, Gottfried (Buido)

Heidelberg

208
* 1929
2007
Gottfried – unter Pfadfindern als „Buio“ bekannt – wurde am 31.5.1929 in Aalen geboren. Er verstarb am 30.12.2007 in Neckarsteinach.

Gedeckt durch sein Elternhaus, war er neben der Mitgliedschaft in der Hitlerjugend in der evangelischen Jugend aktiv. Nach dem Krieg blieb er bis 1947 im CVJM, dort bekannt als guter Diskutant, Sänger, Klavier- und Klampfenspieler. Später bekam er Kontakt zu den Pfadfindern und begann in Aalen - mit der damals üblichen Unterstützung der amerikanischen Besatzungsmacht im Zuge des GYA –Programms (german youth activities) - eine interkonfessionelle Pfadfindergruppe aufzubauen, die sich dem BDP anschloss. Die „Uniformfrage“ war ihm suspekt und so ist er mit den ersten Pfadfindern von Aalen zum Pfadfinderthing mit blau-goldenen Schleifen an Stelle des Halstuchs gefahren, wie Zeitzeugen berichten. Die erste Auslandsfahrt – es war 1949 - führte nach Kreuzlingen zu den Schweizer Pfadfindern, bei der die Aalener Gruppe einen „positiven Eindruck“ auf die Bevölkerung hinterließ durch ihr diszipliniertes Auftreten und natürlich wegen ihrer Lieder.

Die positiven Kontakte von Buio zu den amerikanischen Dienststellen erlaubten der Gruppe viele extravagante Unternehmungen sowohl in Aalen als auch in den benachbarten Städten.

So wird von einem Zeitzeugen über eine solche Unternehmung mit Buio berichtet:
“Mir wird immer eines der erlebnisreichen Winterlager im frostklirrenden Schwäbisch Gmünd in Erinnerung bleiben: Der übermütige Sohn des Juweliers ließ sich dazu verleiten, an einem eisernen Gitter zu lecken, und naturgemäß blieb er kleben; es war während des Stadtspiels, das zu gewinnen wir uns die Hilfe der amerikanischen Garnison erwirkt hatten, die mit einem großen Truck anrückte und einen unserer kleinsten, in einen Seesack verpackt, an den Argusaugen der bewachenden gegnerischen Partei vorbei unangetastet in den zweiten Stock des Kaufhauses wuchteten . . . und sich dann gleich noch als Samariter nützlich machten, in dem sie des Juwelierssohns Zunge von ihrer eisigen Leimrute lösten und ihn unter Sirenengeheul den langen Berg hinauf ins US-Army Hospital brachten...“

Seinen Beruf als Elektriker gab Buio später auf und absolvierte eine Ausbildung als Jugendpfleger. Er war dann u.a. Leiter des neuen, großen CVJM-Hauses in Stuttgart. Auch dort hatte er wie immer eine offene Tür, ein offenes Ohr, ein noch offeneres Herz und eine nie enden wollende Langmut und völlig zweckfreie Güte.

Seine zeitlich längste und auch letzte Arbeitsstelle war das Jugendamt der Stadt Heidelberg. Von dort aus organisierte er tatkräftige Unterstützung für die Heidelberger BDP-Stämme, so u.a. den Erwerb und den Ausbau des Landheims in Allemühl/Schönborn, das er noch lange Jahre nach der Auflösung der Heidelberger BDP-Stämme betreute und dann die Liquidation vollzog.

Außer seiner Familie und der Jugendarbeit gab es noch zwei bedeutende Dinge in seinem Leben:

Buio war leidenschaftlicher Motorradfahrer. Vor allem aber sah er das friedliche Zusammenleben der unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen als seine Aufgabe an, für die er sich immer wieder aktiv einsetzte.

Wir werden unserem langjährigen Pfadfinderfreund und Stifter ein ehrendes Andenken bewahren.

Buhr, Jana

Hamburg

647
1986
Bukowski, Karl (Bu)

Bremen

245
* 1912
2010
Bu, geboren am 3.September 1912, verstarb am 30. September 2010. In der „brücke“, dem Informationsblatt der Neuen Zentralgilde (NZG) im Verband der deutschen Altpfadfindergilden (VDAPG), lesen wir im Heft 148/Dezember 2010 einen Nachruf auf ihn. Leider wurden dort nur seine Aktivitäten innerhalb der Organisation erwachsener Pfadfinder aufgeführt: Seit 1968 Mitglied der Zentralgilde, von 1976 bis 1982 deren Gildensprecher, einige Jahre im VDAPG Referent für Fahrten- und Lagerberatung und Brillenbank. Der VDAPG ernannte Bu zum zweiten Ehrenmitglied des Verbandes.

Mir war Bu mehr! Vor allem ein guter Freund, trotz dem Altersunterschied von 21 Jahren. Er trat schon früh in meinen Umkreis. Das war 1970 beim Regional-Treffen Nord-West der Zentralgilde in der Jugendherberge Syke.

Bu war ein gläubiger evangelischer Christ. In seiner Kirchengemeinde fungierte er als Lektor.

Einigen von uns war sicher auch bekannt, dass er ein großer Naturliebhaber und Botaniker war. Hier fand er sicher einen Ausgleich zu seinem Beruf als Verwaltungsfachmann in der Bremer Innenbehörde. In seinem sehr gepflegten Schrebergarten auf dem Werder, einer Weserinsel, ging er auf. Bei mehreren Besuchen in der Hansestadt Bremen konnte ich auch diesen Teil seines Lebens kennen lernen.

Bu konnte sich stolz als „Tagebaren“ bezeichnen. So dürfen sich die geborenen und dort aufgewachsenen Bremer nennen, für die dies mindestens in der dritten Generation zutrifft. Er ist seiner Heimat immer treu geblieben. Meiner Familie und mir gefielen das offene Wesen und die liebenswürdige Art des älteren Herren.

Bu gehörte vor 1933 dem DPB Horst Bremen in der Landesmark Waterkant unter dem zu Lebzeiten schon legendären Führer Hans-Wilhelm Fichter (Hawifi), einem Offizier der Schutzpolizei, an. Im 2. Weltkrieg befehligte Bu eine Flakbatterie. Nach dem Krieg war Bu Mitglied im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) LV Niedersachsen/Bremen und hoch geehrt. Bei allen seinen Aktivitäten bei den aktiven Pfadfindern und Altpfadfindern unterstützte ihn seine inzwischen auch verstorbene Frau Erika sehr. Ich bin froh und dankbar, mit dem Ehepaar Bukowski befreundet gewesen zu sein. (Dieter Sawitzky (Westmann))

Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V.,

Immenhausen

142
Burde, Wolfgang

Salzgitter

425
Buss, Helmut

ork, NY 10028, USA

147
Christiansen, Angelika (Corki)

Dortmund

16
* 1950
2016
m Freitag, den 22. Juli 2016, ist unsere Corki – Angelika Christiansen - in einem Friedwald in der Nähe des Möhnesees unter hohen Bäumen bestattet worden. Mehr als 60 Familienmitglieder, Freunde, Pfadfinderinnen und Pfadfinder gaben Corki in einer ganz stillen Trauerfeier bei leichtem Nieselregen das letzte Geleit.

Tom Levine und Hajo Hornauer hatten sich noch zu Lebzeiten Corkis und auf ihren ausdrücklichen Wunsch hin bereit erklärt, zu reden und der Feier ihren Rahmen zu geben. Umrahmt auch von schöner und leiser Musik im Hintergrund durch ein Instrumentenduo. Es passte alles. Und das war schön.

Hier ein paar Auszüge aus Hajos Trauerrede:

Liebe Freunde,
ich fange mal ganz unkonventionell an … Corki hat sich um unseren Bund verdient gemacht. Und was heißt hier „unseren“ Bund. Er war ihr Familie, er war ihre Heimat, er war ihr Lebenshauptarbeitsgebiet überhaupt. Wobei hier – und das sei erwähnt – ihre „richtige“ Familie, vor allem ihre Verbundenheit mit den vielen Verwandten, vor allem auch ihren Nichten und Neffen, nicht unter den Tisch gekehrt werden sollen. Auch sie alle sind mitgemeint, wenn wir hier auch in diesem Friedwald – so war es Corkis Wunsch – fast alle in „blau-gelb“ stehen. ….

Das war so typisch Corki. Nicht einzuordnen, schrieb Wolf in seinen letzten Worten, je nach Nähe zum Gegenüber konnte sie zurückhaltend, abwartend aber auch offen und zuwendend sein. Sie hat sich nicht verbogen. Warum sollte sie auch? Sie wusste, was sie konnte, setzte ihr Können überall dort ein, wo es ihr notwendig erschien. Und das war an so viel unendlichen Stellen im Bund, die alle aufzuzählen den Rahmen dieser paar Worte hier sprengen würde. ….

Aber vielleicht habt Ihr ja in den von Tom eben angezettelten Zweier- und Dreiergesprächen Gelegenheit gehabt, Eure ganz persönlichen Erinnerungen, die jeder von Ihnen und jeder von Euch mit Corki gehabt hat, ein wenig Revue passieren zu lassen. In diesen Momenten war sie wieder dabei, hat zurückhaltend und manchmal auch beinahe ein bisschen scheu ihre Gedanken mit eingebracht, ihre Ideen, Ihre Motivation und immer wieder auch ihre ganz eigene Vision von Pfadfindertum in unserem Bund und dem „Mensch-Sein“ in aller Unzulänglickeit, aber auch in allem Durchhaltewillen.

Dazu passt der Spruch, den jemand aus ihrem „Klüngelstammtisch“ aufgeschrieben hat, der aber – so ließ ich es mir sagen -, mehrfach in ihrer Wohnung hing bzw. hängt: „Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen.“ Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen. Na, immer stimmte das vielleicht auch nicht, aber eben oft. …..

Corkis Lebensdaten sind schnell genannt: Geboren 1950 in Husum, älteste Tochter von Franz und Waltraud Christiansen. Drei Geschwister. Ausbildung zur Erzieherin in Kindergarten und Hort, dann in einer Förderschule, später dann Bildungsreferentin im Landesverband NRW, also bei den Pfadfindern, noch später dann selbständige Trainerin, mit allen Wassern gewaschen, mit allem Handwerklichem bestens vertraut. Und nun: Der Antritt ihrer letzten Großen Fahrt, kurz nach ihrem Besuch zum 40jährigen BdP-Jubiläum – dank Zwecke – in ihrer – auch ihrer – zweiten, dritten oder vierten Wirkungsstätte: in unserem ehemaligen Pfadfinderinnenheim, unserem heutigen Bundeszentrum Immenhausen. Sie hat noch einmal so viele gesehen und gesprochen. Und sie hat bei diesem herrlichen Sonnenschein an dem Tag noch einmal so viel von dem, was sie bewirkt hat, wahrnehmen können. So glauben wir wenigstens. ….

Und das Dritte, das ich zum guten Schluss erwähnen will, ist Corkis Bemühen in allen Variationen um dieses Bundeszentrum Immenhausen. Und hier speziell darf der Wölflingssommer – ihre Idee, ihr Kind, ihr Ein und Alles, nicht unerwähnt bleiben. Eine wichtige Institution. Hier sollten die Wölflinge Spaß haben und auch mal über den Tellerrand hinaus andere Wölflinge aus anderen Landesverbänden kennenlernen.

Und das ist mal weniger, aber eigentlich immer mehr, in jedem Jahr gelungen. Sie hat in unnachahmlicher Weise so viel Meutenführungen auf die Sprünge mit ihren Wölflingen geholfen, Sinnvolles und Bleibendes zu unternehmen, immer mehr und gekonnter sich dieser Welt zu stellen, dass es auf keine Kuhhaut ginge, wie der Berliner so schön sagen würde, um alles aufzuzählen. „Als wir 2014 gesagt haben – so schreibt André, unser heutiger stellvertretender Bundesvorsitzender, in einem so schönen Nachruf auf Corki – als wir 2014 gesagt haben, das sei nun unser letzter gemeinsamer Wölflingssommer gewesen, sollten wir Recht behalten haben. Es war ihr letzter in dieser Reihe. …

Ich komme zum Schluss. Aber es gäbe noch so viel zu erzählen, über diese wunderbaren Jahre, über diese Frau, die so vielen Leuten in ihrer direkten Umgebung, ihrer Familie, den Klüngelfrauen, den Buchbinderinnen, aber auch so vielen Mädchen und Jungen in unserem Bund den sprichwörtlichen Weg nicht nur gezeigt hat, sondern ihn auch – und das zeichnete sie aus, sogar dann, wenn es ihr schlecht ging, diesen Weg auch ein Stück weit mit begleitet hat.

Es lohnt sich, an den Anfang zu sehen, fein hinzuhören und Corki ein großes Stück Anerkennung für dieses Leben zu zollen.

Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten , weitergehen ……

Hajo Hornauer, 22. Juli 2016


Im Anschluss zog die Trauergemeinde zu dem vorher bestimmten Platz unter hohen Bäumen. Die Urne wurde mit allen Beigaben (den mitgebrachten Steinen, der Erde aus vielen Gegenden in Deutschland, ja und eben auch Paar ganz kleinen Wollsöckchen, die ihr eine gute Freundin ins Krankenhaus geschickt hatte, damit ihr die Füße nicht zu kalt werden) in den Waldboden gesetzt und dann sprach Tom so eingehende Worte zu den „Spuren, die bleiben“, und er trug ein „Sonett auf Corki“ vor. Hier ist es:

Sonett für Corki

Unter den Bäumen dieses Friedenwalds
stehn wir bekümmert, dankbar und beklommen,
und von den Blättern, Hölzern, Steinen hallt
es donnerstill. Denn Du bist uns entkommen.

Wir wussten Dich als eine in dem Kreis,
der Macherinnen und Ideenquellen.
Nicht immer einfach, kantig, selten leis',
doch, wenn es nötig war, mit Mut zur Stelle.

Vor dieser letzten Fahrt jedoch da hast
Du lang' gekämpft mit jener großen Kraft,
die, Corki, Dir aus starkem Willen steigt,

den wir wohl kannten. Denn in unser Leben
hat dieser Wille ja gewirkt: Bei jedem
ist weiterhin etwas von Dir, das bleibt.

Tom Levine, 22. Juli 2016

Christiansen, Angelika, Erinnerungsstiftung (Corki)

618
Christiansen, Bernhard

Dortmund

314
Christiansen, Brigitte

Dortmund

312
1962
Christiansen, Lara

Wuppertal

675
Christiansen, Yannick

Wuppertal

676
Christmann, Peter

Meckenheim

146
Collins, Christopher

Berlin

659
1971
Collins, Monika (Sputnik)

Berlin-Lichterfelde

423
1945
Colmant, Moritz

Dresden

513
Colsman-Freyberger, Henning

Wolfhagen-Viesebeck

328
Conradi, Peter

Stuttgart

268
Corban-Wilhelm, Heike

Heidelberg

195
Czarnetzki, Wolfgang

Berlin

230
Dämmig, Jürgen

Leer

83
Dannenmaier, Thea & Claudia

Karlsruhe

66
Danz, Thomas

Göttingen

603
1989
Daun, Jenny

Leer.

361
Dege, Michael

Niederkrüchten

637
1966
Denninghoff, Klaus

Fernwald-Annerod

57
1936
Deutschmann, Helmut

Flensburg

250
die Jurte,

Bochum

660
Die Märchenjurte,

Berlin

568
1953
Diener, Jürgen W. (Umba)

Karben-Petterweil

55
* 1932
2009
Jürgen Diener wurde 1932 in Frankfurt geboren. Er erhielt bald den Namen „Umba“, unter dem ihn mehr Menschen kannten als unter seinem richtigen Namen. Umba war der Motor der Pfadfinderarbeit in Petterweil. Er gründete den Stamm Graue Adler. Er baute den Lilienwald zu einem Pfadfinderzentrum auf. Er gab Impulse für die Pfadfinderarbeit in Hessen, im ganzen BdP und auch international. Er war ein Pfadfinder der vielfältigste Spuren hinterlassen hat. Umba starb am 24.8.2009.

Bei der Beerdigung am 31.8.2009 auf dem Friedhof in Petterweil hielt Hans-Peter Kümmel (Kümo) eine eindrucksvolle Trauerrede. Er nannte Umba einen Baumeister.

„Aber Umba – das war noch mehr. Ich glaube, es ist passend, wenn ich ihn als einen Baumeister bezeichne. Er hat ja nicht nur unsere Gemeinschaft oder den Lilienwald aufgebaut. Nein, er baute Brücken zwischen uns und den alteingesessenen Petterweilern, indem er mit ihnen das längst verstaubte und vergessene Petterweiler Brauchtum wieder ausgrub. Er baute auch das Andenken an Robert Blum neu auf, dessen Denkmal hier gegenüber vielen schon nichts mehr sagte.

Er baute auch Figuren auf, deren Geschichten er geschickt mit unserer Petterweiler Umgebung und mit den Lilienwald verflocht. Wer erinnert sich nicht an den Löffelmann, die Lachälter, die Pettermännchen und den haferflockenfressenden Fuchs?

Und er baute handwerklich. Ob historische Musikinstrumente, Marionetten, Figuren seiner Geschichten, Keramik, kalligraphische Kostbarkeiten – es schien keinen Werkstoff zu geben, der unter seinen Händen nicht eine wunderbare, oft symbolträchtige Gestalt annahm.

Später, als seine Enkel Mareike, Till, Nilas und Kim auf die Welt kamen, fand er sich problemlos in die Rolle des liebevollen Großvaters ein – und er baute weiter. Das Computerzeitalter ermöglichte es ihm, die alten Kontakte wiederherzustellen und neue aufzubauen, er baute und baute an dem großen Ideal, das ihn sein Leben lang nicht losließ.

Nun hat der Baumeister sein Werkzeug weggeräumt und sich schlafen gelegt.“

Als 55. Stifter war Umba einer der Gründer der Stiftung Pfadfinden. Er gestaltete die Stiftungserklärung im Stiftungsbuch der Stadt Frankfurt, die im März 1998 im Römer von der damaligen Bundesvorsitzenden Ika Holler unterzeichnet wurde. Anschließend arbeitete Umba lange Jahre im Kuratorium der Stiftung Pfadfinden und hat durch seine vielfältigen Kontakte den Aufbau der Stiftung unterstützt

Dittrich-Brauner, Karin

Hüttenberg-Rechtenbach

24
1959
Dittrich-Brauner , Karin, Geburtstagsstiftung

Hüttenberg-Rechtenbach

418
Dittrich-Krämer, Dr. Brigitte

Mutterstadt

631
1960
Dogs, Timo

Leer

416
Döring, Stefan

Markdorf

339
Drewes, Karl

Göttingen

397
Dreßel, Horst

Hannover

209
Dunkel, Familie

Bad Homburg v.d.H.

252
Dzembritzki, Detlef

Berlin

248
Dzembritzki, Katrin

Berlin

532
Ebert, Edith

Steinbach/Taunus

151
Ebert, Elke (Zwersch)

München

6
Ebert, Werner

Steinbach

152
Ederer, Sophie

München

537
1985
Edwards, Susanne

Borchen

237
1936
Ehemalige des BDP-Stammes Cornstalk in Düsseldorf,

Neustadt / Holstein

438
Ehemalige des BDP-Stammes Ptersellas Düsseldorf,

Langenfeld

330
Ehemalige des Stammes Schwarzer Drache,

Düsseldorf

194
Ehemalige des Stammes Widukind, Berlin-Gartenfeld,

Berlin

500
Ehlert, Enno

Unterhaching

492
Ehl, Hildegard

Altforweiler

164
Ehrbeck, Hanno

Mannheim

370
Ehrler, Volker

Kappel

144
Eilert, Bernhard (Priester)

München

78
1945
Einert, Dietrich (Fahrad)

Düsseldorf

219
* 1947
2017
Dietrich, mit dem Pfadfindernamen Fahrrad, verstarb in der Nacht vom 31. Januar zum 1. Februar 2017 in Folge einer schweren Krankheit. Seinen 70. Geburtstag am 5. März hat er leider nicht mehr erleben können.

Durch den frühen Tod beider Eltern kam Fahrrad 1957 als zehnjähriger in das Kinderheim Oberlin-Haus in Düsseldorf. Trotz der in der damaligen Heimerziehung schwierigen Rahmenbedingungen konnte er sich mit seinem Wunsch, die Realschule zu besuchen, durchsetzen. Der Rückhalt in seinem BDP-Stamm Ptersellas bestärkte ihn dabei.

Nach dem Abschluss der Realschule konnte er eine Banklehre bei der Westdeutschen Landesbank absolvieren. Anschließend, in der Zeit der Studentenbewegung, nahm er 1968 ein Studium der Sozialarbeit auf. Von dort meldete er sich sofort für ein pädagogisches Praktikum in seinem ehemaligen Kinderheim. Das belegt seine Haltung, nie zu vergessen, welche Lebensumstände verbesserungsbedürftig sind.

Mit einem besonders guten Abschluss des Studiums der Sozialarbeit erlangte er auch die Hochschulreife und nutzte diese Chance sofort für die Immatrikulation in den damals noch neuen Studiengang der Erziehungswissenschaften. Dieses zweite Studium beendete er als Diplom Pädagoge.

Darauf folgten berufliche Stationen als Studienleiter beim Gustav-Stresemann-Institut, als Studienförderungsreferent bei der Hans-Böckler-Stiftung und als wissenschaftlicher Referent beim Bundestagsabgeordneten Volker Jung. Danach ging er zurück zur Hans-Böckler-Stiftung, wo er bis zum Renteneintritt als Leiter des Referates Bewerberauswahl tätig war. Bei allen diesen beruflichen Stationen war - neben seinen hohen fachlichen Qualifikationen, seinem Fleiß und seiner Zuverlässigkeit - seine menschliche Haltung ein hervorstechendes Merkmal. Das haben viele aus seinem Kollegenkreis, aber auch zahlreiche Adressaten seines beruflichen Handelns immer wieder lobend erwähnt.

In allen Phasen seiner persönlichen Biografie war er beständig sehr auf Familie bzw. Partnerschaft orientiert. So übernahm er auch die Vaterrolle für zwei Mädchen, die ihren Vater verloren hatten. Die Jahre mit seiner Ehefrau Karin Jung waren geprägt durch gemeinsame politische Arbeit in der Sozialdemokratie, soziales Engagement, kulturelles Interesse und Pflege von Freundschaften. Dazu gehörte auch, dass Menschen mit persönlichen und finanziellen Problemen bei ihm nicht nur eine offene Tür vorfanden, sondern auch tatkräftig unterstützt wurden.

Bei den Pfadfindern war er weit über das übliche Maß engagiert und aktiv. Er war unter anderem über viele Jahre der Redakteur der „Buschtrommel“ - einer Publikation vom Horst Düsseldorf des BDP in den 50er und 60er Jahren. Eine Sammlung davon ist noch heute im Pfadfinderarchiv auf der Jugendburg Ludwigstein vorhanden.

Als der Stamm Cornstalk des BDP in Düsseldorf wegen seiner ehrgeizigen Reform der Gruppenarbeit einen personellen Engpass hatte, war es Fahrrad, der das Amt eines Truppführers übernahm. Allen Beteiligten sind noch gut geplante Stadtspiele in Düsseldorf und ein Sommerlager in Hoisdorf (auf einem Gelände von Jochen Senft, dem damaligen Bundesfeldmeister des BDP) in Erinnerung.

Die pfadfinderischen Tugenden hat Fahrrad gelebt. In Erinnerung an seine Jahre im BDP hat er den BdP über die Stiftung Pfadfinden gefördert - als Stifter und durch mehrere Zustiftungen bei Geburtstagen und aus Anlass seines Todes.

Unverzeihlich wäre es, wenn seine Liebe zu Frankreich im Allgemeinen und zur Provence im Besonderen hier nicht erwähnt würden. Er beherrschte die Sprache unserer Nachbarn hervorragend und seine Kochkünste waren so meisterlich, dass er sich in der Provence jederzeit als Inhaber eines drei Sterne Restaurants hätte niederlassen können. Seine zahlreiche Freunde und Bekannte sind ihm dankbar dafür, dass er das nicht gemacht hat, denn so kamen sie selbst öfter in den Genuss dieser Gabe.

Sich an Dietrich zu erinnern, gibt es viele Gründe, die hier nur zum kleinen Teil aufgeführt sind.

Wilbert Gregor (Willibald)

Einert, Dietrich, Erinnerungsstiftung

640
1947
2017
Einert, Dietrich, Geburtstagsstiftung

Düsseldorf

602
1947
2017
Eiter, Heike

Moormerland

518
Eltern & Förderverein Idar-Oberstein,

Idar Oberstein

451
Eltern- u. Fördererkreis der Pfadfinder Fürstenhagen e.V.,

Hess. Lichtenau

97
Engelberg, Sabine

Rhauderfehn

203
Engel, Frederick

Leer

604
1991
Engel, Ines (Krödia)

Marburg Marburg

627
Ensgraber, Leopold

Mainz

311
* 1913
2010
„Leo ist tot“ – im Alter von 96 Jahren verstarb im April 2010 der Heimatforscher, Kommunalpolitiker, Pädagoge , Literat, Kunstexperte und vorallem Pfadfinder der ersten Stunde Leo Ensgraber.

Sein Lebenswerk vollständig zu würdigen ist nahezu unmöglich und so sollen nur einige Stationen seines Lebens in Erinnerung gerufen werden:

Geboren wurde Leo am 05. August 1913 in Bingen am Rhein. In seiner Jugend wurde er dort Mitglied einer Jungenschaft. In Frankfurt, Gießen und Paris studierte er Latein, Altgriechisch, Hebräisch und Archäologie. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Kriegsgefangenschaft begann er 1950 seine schulische Laufbahn am Gymnasium in Simmern (Hunsrück), wo er die Simmerner Pfadfinder (heute BdP-Stamm Raugrafen) gründete und für viele Pfadfinder die fehlende Vaterfigur ersetzte. Er baute den BDP-Soongau mit auf und war beim BDP-Bundeslager auf der Schmidtburg 1958 der Chef der Technik. Auf diesem Lager konnte auch Dr. Alexander Lion (Ali) begrüßt werden, mit dem Leo eine persönliche Freundschaft verband.

1959 zog er nach St. Goar zurück an den Mittelrhein, wo er bis zu seiner Pensionierung am Gymnasium in St. Goarshausen tätig war. 1987 wurde Boppard seine Heimat.

Seit er 1976 dem Hanseorden beitrat, war er dessen „spiritus rector“. Er publizierte ohne Unterlass heimatgeschichtliche Beiträge, gestaltete Vorträge und Führungen auf Burg Rheinfels, organisierte über 150 Kunstaustellungen und gründetet das Weinkollegium Boppard.

Für sein starkes Engagement für die deutsche Pfadfinderarbeit wurde Leo Ensgraber 1972 mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Bedeutend ist auch Leos politische Tätigkeit als Mitglied der FDP und als Stadtrat in Simmern, später in St. Goar, als Kreistagsabgeordneter des Rhein-Hunsrück-Kreises und als pfadfinderischer Vertreter im Bundesjugendring.

Stets hat er sich für die pfadfinderische Jugendarbeit eingesetzt und war immer interessiert an der Fortentwicklung der Pfadfinder in Simmern und darüber hinaus. Gerne erinnern wir uns an die imposant Rede, die Leo als Ehrenstammesführer zur Einweihung des neuen Pfadfinderheims 1989 gehalten hat.

Kurz nach seinem 95. Geburtstag im Jahr 2009 hat Leo uns mit sichtlich freudiger Erregung beim BdP-Bundeslager besucht und war mehr als begeistert von dem, was er da sah.

Erben, Max

Köln

232
Ernst, Ingo

Hamburg

231
1938
Ernst, Michael

Dortmund

391
Erxleben, Karl-Wilhelm

Ahrensburg

688
Espich, Dr. Horst (Vatter)

Buseck

435
* 1938
2014
Nachruf auf unseren Stifter Dr. Horst Espich (Vatter), der am 18.08.2014 im Alter von 76 Jahren starb.

Als ich Horst, oder „Vatter“, wie wir Pfadfinder ihn seit Jahrzehnten nannten, zum letzten Mal im Mai d.J. sah, hatte ich ein ungutes Gefühl, das nun leider traurige Wirklichkeit wurde.
Er ging ganz leise, so wie auch sein ganzes Leben geprägt war von leisen Tönen, aber wegweisenden Taten.

In den frühen 50ger Jahren, als viele Jugendliche ohne Väter und wirtschaftliche Perspektive aufwuchsen, führte Vatter eine Reihe von Jungen aus dem Gießener Umland in seiner ersten Sippe in eine zielgerichtete Zukunft. Er vermittelte Werte von Toleranz, Menschlichkeit und Verantwortungsbewusstsein, aber leistete auch ganz praktische Hilfestellung, indem er viele seiner Sipplinge unterstützte, Ausbildungsstellen zu finden und einen Beruf zu erlernen. Fahrten ins europäische Ausland, bis dato kaum verbreitet, erweiterten die Horizonte aller Beteiligten und prägten sie für immer.

Als Stammesführer des Stammes Deutschritter Gießen über mehrere Jahre und als LB „Ausland“ der damaligen Landesmark Hessen engagierte sich Horst bis 1966 aktiv in der Pfadfinderarbeit und setzte bedeutende Akzente.

Aber nicht nur hier war er richtungsweisend. An der Seite Helmut Jungs und anderer Pfadfinder aus Gießen und dem Umland engagierte sich Vatter seit 1957 für diejenigen, die auf die schiefe Bahn gerieten und von der mit dem Wiederaufbau beschäftigen Gesellschaft außen vorgelassen wurden - den jugendlichen Strafgefangenen in der damaligen Jugendstrafanstalt in Rockenberg bei Butzbach. Eine dort gegründete Pfadfindergruppe - die erste und vermutlich einzige in Deutschland - war nur der Beginn seines Engagements für diejenigen, außerhalb der Gesellschaft. Schnell wurde deutlich, dass die Pfadfinderarbeit in der JVA zwar hilfreich und nützlich für die jungen Menschen war, eine erfolgreiche Resozialisierung aber erst nach der Haftentlassung möglich ist. Nach einigen sehr engagierten Versuchen, dies auf ehrenamtlicher Basis zu bewerkstelligen, war Vatter erneut, gemeinsam mit Helmut Jung, 1968 einer der Gründungsväter der „Aktion Junge Menschen in Not“, der heutigen Aktion Perspektiven, dessen 2. Vorsitzender er für vier Jahre war und danach den Vorstand auch weiterhin aktiv unterstützte.

Aber nicht nur in der „Aktion“, sondern auch in Rockenberg selber setzte Vatter, nach Abschluss seines Studiums und Referendariats seine Arbeit fort, indem er dort als Lehrer auch täglich Wissen vermittelte und Orientierungshilfe über die Pfadfinderarbeit hinaus leistete.

Seine Liebe zur Natur, dem hohen Vogelsberg, seinen Menschen und die Geselligkeit Gleichgesinnter brachte Vatter immer wieder zum Pfadfinderblockhaus in Meiches. Sein Engagement um die Hütte, aber auch seine Kontakte zu den Bauern im Dorf ist beispielslos. Als Vorsitzender des Pfadfinder-Förderkreises Meiches war er für über 14 Jahre Hausherr unseres Blockhauses. Regelmäßig traf er sich dort mit alten Pfadfinderfreunden aus längst vergangenen Jahren bei einem Glas Rotwein und einem kräftigen Hammelbraten genauso wie zu notwendigen Reparaturen und Verbesserungen.

2010 entschied sich Vatter, die Pfadfinderarbeit im BdP auch langfristig zu unterstützen und wurde Stifter der Stiftung Pfadfinden. Gerne erinnere ich mich an das Bundeslager 2013 in Immenhausen, wo sich am Stiftungstag viele Ehemalige trafen und wir zum Teil bis in die Nacht über alte Zeiten plauderten.

Vatter machte um seine Person nie großes Aufheben, er wollte kein Rampenlicht, seine Worte waren leise aber pointiert. Seine Kritik, insbesondere wenn es um Ungerechtigkeit ging, war stets fair und mit einem Schuss Humor versehen, aber nie verletzend und gerade deshalb so treffend.

Baden Powell hatte für über 100 Jahren die Losung für Pfadfinderinnen und Pfadfinder auf der ganzen Welt ausgegeben, „Die Welt ein bisschen besser zu verlassen, als wir sie vorgefunden haben“.

Vatter, hat diese Welt ein gutes Stück besser verlassen, als er sie vorgefunden hast, dafür danken wir ihm im Namen von hunderten Menschen, die er mit seinem Tun positiv beeinflusst hat. „Getreu dem alten Waldläuferzeichen, Vatter du hast deine Aufgabe erfüllt und bist nach Hause gegangen“.

In diesem Sinne danke für alles und „Gut Pfad“.
Hans Kühn

Evers, Jan

Hamburg

171
1949
Fahrtengruppe Adria/11 der Windrose,

Wesel

477
Färber, Dr. Christian

Saarbrücken

220
Fass, Henrik

Breitnau

598
1975
Ferstl, Alex

Augsburg

588
1968
Fichtner, Helmut

Northeim

269
Fiedler, Horst

Kaiserslautern

162
Fiedler-Löffelholz, Katja

Frankfurt a.M.

154
1960
Fiedler, Roland

Frankfurt/M

1
1960
Fiedler, Roland & Katja, Geburtstagsstiftung

Frankfurt

458
Fina, Oliver

Köln

469
1971
Finette, Jeannine (Exa)

Köln

498
1974
Finke, Rüdiger und Irmlind

Monheim a.R.

302
Fink, Hermine

Aschau-Chiemgau

494
Fink, Walter

Aschau

494
* 1943
2008
Der Lebensweg Walter Finks (9. April 1943 - 25. Dezember 2008) steht beispielhaft für zahlreiche Pfadfinderinnen und Pfadfinder, die aus einfachen Verhältnissen kommend, in der Pfadfinderschaft eine besondere Förderung und somit wegweisende Lebensorientierung erfuhren.

Walter wuchs als Sohn einer Kriegerwitwe mit seinem älteren Bruder in einem Dorf in der Nähe Gießens heran und nahm nach dem Besuch der örtlichen Volksschule eine Schlosserlehre auf. Während dieser Zeit fand er über einen gleichaltrigen Pfadfinder aus der Nachbarschaft zum BDP.

In der unterschiedlich strukturierten Jugendgruppe von Gesellen, Angestellten, Oberschülern und Studenten, häufig gegenläufiger politischer und weltanschaulicher Richtungen, verschiedener Religionszugehörigkeit sowie allmählich gewachsener Freundschaften im Stamm fiel Walter zunächst als stiller, jedoch sichtlich interessierter Zuhörer auf, der innerhalb seiner Pfadfindergruppe dann Schritt für Schritt deutlich aufrückte.

Walter Fink stand bald mitten im Gruppengeschehen, nahm an zahlreichen Großfahrten und Lagern teil, erlernte das Gitarrenspiel und engagierte sich im Stamm seines späteren BdP Bundesvorsitzenden Helmut Jung auch bei dessen Projekt der ehrenamtlichen Betreuung jugendlicher Strafgefangener in der nicht weit von Gießen entfernten Vollzugsanstalt Rockenberg.

Noch während seiner Pfadfinderzeit begann Walter mit den Vorbereitungen des mittleren Bildungsabschlusses, der ihn dann zur Aufnahme eines Studienganges mit dem Berufsziel des graduierten Ingenieurs berechtigte. Sein besonderes Interesse galt dem seinerzeit neu aufgekommenen Studienschwerpunkt eines Wirtschaftsingenieurs, für den er sich dann am Technikum München qualifizierte. In München fand er auch eine Anstellung als Ingenieur bei einem großen Industrieunternehmen.

Nach einigen Jahren wagte Walter Fink den Schritt in die Selbständigkeit und führte in der bayrischen Metropole erfolgreich eine überschaubare Firma, die er mit dem ihm eigenen anspruchsvollen sozialen Selbstverständnis leitete: „Wenn es mir gut geht“, so sein keineswegs durchgängiges unternehmerisches Bekenntnis, „soll es auch meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gut gehen.“ Entsprechend großzügig waren seine überdurchschnittlich hohen Sozialleistungen im Betrieb.

Ebenso durften sich Institutionen und Vereine in Aschau bei Prien, wo die Familie ihren Wohnsitz nahm, regelmäßiger Zuwendungen erfreuen. Auch Pfadfindergruppen erfuhren mancherlei finanzielle Unterstützung durch Walters soziale Haltung, die auch in finanzielle Bedrängnis geratene Einzelpersonen erreichte.

Eine tückische Krankheit zwang den umsichtigen Firmengründer und einstigen Pfadfinder, sich aus dem Unternehmen zurück zu ziehen.

Die Witwe des Verstorbenen verhalf in dem Bewusstsein, dass ihr verstorbener Mann den „Pfadfindern viel verdankte“ mit ihrer großherzigen Spende der „Stiftung Pfadfinden“ zu weiterer finanzieller Gestaltungsmöglichkeit.

Walter Fink hat, wie der überlieferte pfadfinderische Leitsatz besagt, seine „Aufgabe erfüllt“ und ist „nach Hause gegangen“.

In seiner Pfadfindergemeinschaft, die ihn bereits in frühen Jahren entscheidend prägte, ist unser Freund hingegen posthum wieder angekommen.


Die “Stiftung Pfadfinden” hat besonderen Anlass, sich bei Frau Hermi Fink (Aschau/Chiemgau) für eine namhafte Spende zu bedanken, die sie für ihren allzu früh verstorbenen Ehemann und früheren Pfadfinder Walter der Stiftung übereignete.
Auf Wunsch des Stiftungsrates wurde von Walters ehemaligen Sippenführer Dr. Horst Espich (Vatter) dieser Nachruf auf seinen langjährigen Freund verfasst.

Flebbe, Annemarie

Schwalbach

413
Flohr, Dr. Gerhard

Giessen

485
Förderer der Pfadfindergruppe Heidelberg e.V.,

Neckargemünd

208
Förderkreis Pfadfinderzentrum Raumünzach e.V.,

Rudersberg

177
Forstner, Simon

Fellbach

673
1993
Franke, Brita

Altforweiler

612
1963
Freder, Harri R. (Loki)

Friedrichsdorf

87
* 1920
2005
Loki wurde 1920 in Berlin geboren. Er starb 85jährig in Friedrichsdorf. 1930 stieß Loki in Berlin zum Deutschen Pfadfinderbund, Stamm Elche. Nach Besuch der Kunstakademie war er als Pressezeichner tätig. 1947 gründete er den Stamm Sturmgesellen in Bielefeld, der zunächst dem Bund Freier Pfadfinder Deutschlands angehörte und dann dem BDP. Seit 1952 war Loki als freier Grafiker und als Kunsterzieher tätig. Er zog nach Bad Homburg und wurde zum 1. Vorsitzenden des Berufsverbandes Bildender Künstler in Hessen gewählt. Aufsehen erregte er bei der Frankfurter Automobilausstellung. Er ließ eine Pyramide von acht VW-Karosserien gekrönt von einem Eselkopf vor dem Frankfurter Römer aufstellen.

Auf dem 1. Bundeslager des BdP in Deggendorf schuf Loki als Gast der Grauen Adler „Bulli-Bulli“, den Umweltgötzen. Ein Foto davon erreichte in der deutschen Presse die Auflage von 23 Millionen. Gefeiert wurde er auch mit seiner Schöpfung, dem Laternenfest-Brunnen in Bad Homburg. In der Presse wurde er oft genug als „Hans Dampf der Frankfurter Kunstszene“gefeiert. Der oft unbequeme Künstler gehörte zum Freundeskreis Lilienwald.
Freifrau von Uslar-Gleichen, Louise (Louky)

Bremen

139
* 1930
2002
Haben wir es je geahnt? Wir haben immer geschmunzelt über "unsere Louky", wenn sie in Gummistiefeln und in einer nassen Anorakjacke von irgendwo draußen in die Jurte kam. Sie würde kurz, sehr kurz schimpfen über das vermaledeite Wetter, um dann kurz aufzulachen und milde zu lächeln. Als wollte sie sich für ihren Ausbruch entschuldigen. Als hätte sie es nicht wirklich so gemeint. Oder: Als wollte sie nicht ertappt werden. Denn schon hatte sie doch mindestens den flüchtigen Eindruck hinterlassen, dass die schiere Anwesenheit unter solch widrigen Bedingungen ihr ein großes Opfer abverlangt. Wir haben, wie gesagt, gütig geschmunzelt, wissend und ein klein bisschen von oben herab. Louky passte uns nie wirklich in ein Zelt. Sie hatte ja auch nie behauptet, gerne unter der Leinwand zu wohnen und zu schlafen, gar in einer Kohte. Sie mochte nicht den Qualm und nicht den Dreck, das sah man ihrer Miene an, zumal in Momenten, in denen sie sich unbeobachtet wähnte. Und doch hat sie den Elementen häufig getrotzt. Uns Jüngeren schien es, als füge sie sich aus höherem Interesse. Weil sie sich nun mal engagieren wollte und all diese Unbill eben dazu gehöre, zur Pfadfinderei. Nicht, dass sie etwas von unserer Pfadfinderei teilen würde. Wir haben sie missverstanden. Wir haben nicht richtig hingeguckt. Sie war nicht ungern bei uns. Sie war eine Pfadfinderin durch und durch. Sie ist wirklich eine von uns gewesen, nur eben: eine Besondere. Davon haben wir uns blenden lassen und von ihrem Adel. Wobei das mit dem Adel wirklich etwas ganz Spezielles war. Louise Freifrau von Uslar-Gleichen, geborene von Asch von Wijk, war nämlich eine Adlige nicht nur der Abstammung halber. Sie war adelig, in der ursprünglichen Bedeutung des Wortes. Louky benahm sich. Louky wusste, was sich geziehmt. Sie wusste, was erwartet wurde, welche Pflichten zu erfüllen und welche zu delegieren waren. Sie traf den Ton. Sie vergriff sich - seltenst. Sie wusste, wann man angemessene Zurückhaltung zeigt, und wann es nützlich war, Initiative zu ergreifen. Louky hat häufig in Diskussionen ganz lange geschwiegen und den lautdenkenden Streithähnen zugehört. Erst am Schluss hat sie sich dann gemeldet. Und sich, wenn ihr etwas wirklich wichtig war, meistens durchgesetzt. Das lag nicht, nicht immer jedenfalls, notwendigerweise an der Überlegenheit ihres Arguments. Sondern daran, dass sie sich allein in ihrer Zurückhaltung Respekt verschafft hatte. Wir wussten, dass Louky es lag, opportun zu handeln, ohne opportunistisch zu sein. Wir wussten also: Es war ihr Ernst. Wir wussten auch: Louky hat Haltung. Das hat ihren Einfluss ausgemacht. Und eben, wie manche oft und gerne recht liebenswürdig über sie sagten, sie zur "Dame" des BdP: Zu einer, die ein bisschen zu Besuch wirkte in unserer dreckigen, rauchqualmenden, unordentlichen Welt. Zu einer, die respektiert wurde, geachtet, aber auch behandelt mit einer gewissen Distanz oder gar Scheu. Weil alle irgendwie dachten, dass Louky eben nur aus Notwendigkeit bei uns war. Wir hätten sie vielleicht einfach fragen sollen nach ihrer Biographie. Louky hat den Dreck sehr wohl gekannt: Sie hatte, im wahrsten Sinne des Wortes, mehr Stallgeruch als manch ein bürgerlicher Sproß, der sich markig durch rauchige Kohten und klatschnasse Nachtlager emporgedient und so den Ruf erworben hat, ein kerniger Pfadfinder zu sein. Von ihrer Hochzeit 1954 bis in die Sechziger Jahre bewirtschaftete Louky mit ihrem Mann einen leidlich großen Bauernhof im Norden Bremens, mit 100 Rindern und 1000 Hühnern. Auf der "Kleinen Dunge", so hieß das Gut, kümmerte sich die junge Louky um alles, was nötig war - ganz unabhängig von Regen oder Sonnenschein. Um die Kälberaufzucht also und die Eier-Verpackung, den Bullenverkauf und die leibliche Versorgung von Familie und Mitarbeitern. Heimart Freiherr von Uslar-Gleichen, ihr vor einigen Jahren verstorbener Gatte, hat diese für Louky so wichtige Zeit, in der auch ihre beiden Töchter geboren wurden, 1996 in einer kleinen Kurzbiographie liebevoll beschrieben. Das war, als ihre Pfadfinderinnen-Laufbahn offiziell zu Ende ging. Nach 38 Jahren Mitgliedschaft, nach 33 Jahren in der Bundesleitung von BDPw und BdP hörte Louky auf, unsere Auslandsbeauftragte für WAGGGS zu sein. Das war schon eine Zeitenwende, damals in Immenhausen. Da wurde eine Konstante aus unserer Geschichte herausgenommen. Es gibt sehr wenige neben Louky, die es in der deutschen Pfadfinderinnen- und Pfadfinderbewegung nach dem Krieg zu einer ähnlich dauerhaften Präsenz gebracht haben. Dabei hatte Louky durchaus schon einen erstaunlichen Start für ihre Pfadfinderlaufbahn hinbekommen. Im Sommer 1958 - so die Erinnerung ihres Mannes - hatte sie sich dem jungen Bund Deutscher Pfadfinderinnen als Gruppenleiterin angeboten, aber ein ganz anderes Anersinnen zurückerhalten: Sie wurde gebeten, das Amt der Landesmeisterin, also -vorsitzenden in Bremen zu übernehmen. Sie tat, wie empfohlen - und musste sich fortan mit dem Vorwurf auseinandersetzen, nicht wirklich dazu zu gehören. Wobei bald auffiel, dass es nicht dumm war, jemanden wie Louky in der Führung zu haben: Sie hatte Ideen, die denjenigen "im System" nicht so leicht kamen. Und sie stellte zuweilen Fragen, die andere nicht hätten stellen können. Ob es Loukys besondere Art war, mit jüngeren (oder auch gleichaltrigen) Menschen umzugehen, die ihr Zuspruch verschaffte? Wir können es heute nur ahnen. 1963 wurde Louky in die Bundesleitung gewählt, wo sie sich bis 1970 um die Wichtelarbeit und die Führerinnenausbildung kümmerte. Dann übernahm sie - für 26 Jahre - das Amt der Auslandsbeauftragten. Zunächst allein beim BDPw, später im fusionierten BdP als Internationale Beauftragte für den Bereich des Weltpfadfinderinnenverbandes. Sie gehörte bei den Fusionsverhandlungen zum engeren Team der Pfadfinderinnen und hat lange Jahre im Landesverband Niedersachsen-Bremen in der Landesleitung gedient. Eine Karriere, die sich schnell hinschreiben lässt. Wer Louky über eine kleine Wegstrecke begleiten durfte, der ahnt sehr wohl, welche Wirklichkeit sich hinter den Zeilen verbirgt. Die endlose Zahl von Wochenenden im Zug, die kaum noch erinnerbaren Sitzungen von deutlich wechselhafter Qualität, Telefonkonferenzen, Abende an der Schreibmaschine, sinnlose Briefe, dumme Anfeindungen, Vorwürfe. Selbstverständlich auch manch großes Erlebnis, auch die Freude des Mitgestaltens, auch - für Zeiten - die Freundschaft eines Teams. Aber am Ende weiß man das, diese ganz spezielle Art von Pfadfinden: das Führen fern der Gruppe, fern der "lodernden Flammen" also, verlangt etwas ab. Es ist hart, immer nur zu führen. Es ist nicht sehr spontan. Man bekommt nicht viel zurück. Und schnell wird vergessen, was man geleistet hat. Niemand geht in die Bundesleitung aus reinem Pflichtgefühl, jedenfalls nicht für lange. Auch Louky nicht. Louky hat an die Sache der Pfadfinderinnen geglaubt, und später, da darf man sicher sein, auch an die Sache der Pfadfinder. Sie hat ihren Teil an dieser Sache geleistet, und sie hat daran Befriedigung empfunden. Und sie hat sich wohlgefühlt bei uns. Ja, doch. Pfadfinden, vergessen wir es nicht, ist viel weiter als eine Jurte und viel dichter als der Rauch eines Feuers. Vor zwei Jahren war es wohl, da bekam Louky für ihr Engagement bei uns das Bundesverdienstkreuz verliehen - eine nicht eben häufige Auszeichnung für eine Niederländerin, wie sie es zeitlebens geblieben war. Im Rathaus zu Bremen hatten wir Gelegenheit, uns ein letztes Mal ganz öffentlich und offiziell bei Louky für ihr Mittun zu bedanken und auch darüber nachzudenken, was wir lernen können und mitnehmen von ihrem Erbe. Vielleicht, so damals der Schluss, vor allem dies: Dass wir wieder lernen sollten, nicht nur aus dem Moment zu handeln und nicht nur aus einer Leidenschaft heraus. Dass wir mehr Langmut und mehr Langfristigkeit in uns finden sollten, auch Geduld und Pflichtbewusstsein. Dass wir manchmal schärfer nachdenken sollten, bevor wir reden. Und handeln, so wie wir denken. Das war vielleicht ein bisschen groß gedacht, ein bisschen allzu edel und hehr. Louky ist vor allem ein Mensch gewesen. Ein sehr lieber, aber auch ein ganz normaler Mensch, selbst wenn sie in einem besonders schönen und besonders großen Haus gelebt hat, dort oben in Bremen-Nord, am Ende der langen Einfahrt von der Benbeckenstraße aus und hoch über der Lesum. In der Uslar´schen Villa wäre Louky gerne gestorben; das hat sie bis zum Ende Ika erzählt, die sich als treue Seele häufiger auf den Weg ins Pflegeheim nach Bremen aufgemacht hat. Es ist ihr nicht vergönnt gewesen; nicht physisch jedenfalls. Nach langer Krankheit ist Louky am 6. November 2002 in Bremen gestorben. Ganz sicher sind ihre Gedanken am Ende unter den hohen Bäumen ihres Zuhause gewesen. Tom Levine, aus Neue Briefe Nr. 99
Frenzel, Ulla

Berlin

348
1941
Frenzel, Ullrich (Pongo)

Berlin

348
* 1939
2014
Als wir mit dem Scoutingtrain im vergangenen Sommer kurz vor Irkutsk und dem Baikalsee waren, erreichte uns über Facebook die Nachricht, dass Pongo seine letzte große Fahrt angetreten habe. Wir haben uns am selben Abend unter dem weiten sibirischen Himmel und bei einem hellen Mond über der Hausecke unserer Unterkunft zu einem kleinen Abschiedskreis zusammengefunden und haben noch einmal die Gelegenheit gehabt, ein wenig von ihm zu erzählen und ihm auch ein Lied zu singen: 'Von überall sind wir gekommen …'. Dieser Text gab so recht wieder, was Pongo für uns war.

Ja, natürlich, wir hatten damit gerechnet, dass es irgendwann zu Ende gehen würde, aber dann war sein Tod doch auch wieder überraschend, wie so oft.

Pongo, das war für uns Berliner eine Institution, er war immer da, immer konnte man ihn fragen, immer war er bestens informiert, ansprechbar, beratend, einschätzend, aber durchaus auch kritisch und kritisierend, wenn ihm etwas gegen den Strich ging. Und da gab es nicht Weniges. Er konnte wütend sein und seine Wut andere auch deutlich spüren lassen. Dann aber auch wieder auf andere zugehend, auf die vermeintlichen 'Gegner', ein Scherzchen machen oder seine 'Berliner Schnauze' auskostend und damit irgendeine Situation, die brenzlig zu werden drohte, ins Gegenteil verkehren. Aber Pongo konnte durchaus auch stur sein … wenn er etwas nicht wollte, dann wollte er eben nicht. Aber er hatte, mindestens für sich, auch immer gute Gründe. Und er hatte es drauf, andere davon zu überzeugen, sich seiner Linie anzuschließen. Pongo gehörte zu der Gruppe von Menschen, die, wenn sie in einem Raum war, sich so ziemlich alles auf ihn bezog. Unmöglich, ihn zu übersehen, ihn nicht einzubeziehen, nicht danach zu schielen, was er zu irgendeinem Sachverhalten wohl jetzt sagen würde. Und er war ein einzigartiger Ideengeber.

Er ist seit den späten fünfziger Jahren im Bund Deutscher Pfadfinder und später dann im Bund der Pfadfinder und natürlich auch im fusionierten Bund alles gewesen, was man nur 'werden' kann, hat die pfadfinderische 'Karriereleiter' hoch- und runter geturnt. Seine Ämterkette liest sich wie ein Tätigkeitskatalog, der für drei Leben gereicht hätte. Selbst, als er ab 1997 nach einem Hirninfarkt körperlich sehr eingeschränkt war, hat er immer noch, so gut es ging, an diesem 'pfadfinderischen Leben' hier in Berlin und im Bund voll teilgenommen, war ein gesuchter Gesprächspartner, ein Alleswisser und für viele Jüngere auch ein Lebensberater. Man konnte mit Pongo herrlich nicht nur Witzchen machen und Geschichtchen erzählen, sondern auch die kleine und die ganz große Welt bereden, in Gedanken Revolutionen anzetteln, aber auch die ganz praktischen Dinge im Erdenleben voranbringen. Pongo war - und damit schließt sich dieser Kreis - eben eine Institution. Er hat sich zeit seines Lebens um seine Familie, seine Umgebung, seine vielen Freunde, aber natürlich auch und vor allem um 'seinen' Bund und das Pfadfindertum ganz allgemein verdient gemacht. Wir werden ihn nicht vergessen und noch so manches mal auch heimlich eine Träne um ihn weinen.

Hajo Hornauer, Älterengruppe Grabowski, Berlin

Frerichs, Kai

Schriesheim

661
1994
Freund, Bernhard

Berlin

238
Freunde des Stammes Greif,

Hüttenberg-Rechtenbach

329
Friedrich-Klinger, Iris

Hemsbünde

590
1978
Fritz, Hans-Joachim

Freren

223
Frommherz, Marianne (Mari)

Karlsruhe

601
1986
Galla, Barbara

Bad Homburg v.d.H.

334
1956
Garcia, Dr. Joseph

Lingen

307
* 1925
2015
Dr. Joseph Garcia wurde am 10.11.1925 als Sohn spanischer Gastarbeiter in Villeurbanne/Frankreich geboren. 1943 kehrte er mit seiner Familie zurück nach Madrid. Dort studierte er ab 1946 Jura, Soziologie sowie Wirtschafts- und Geisteswissenschaften. Das autoritäre Franco-Regime vertrieb ihn nach London, wo er 1962 sein Physik- und Mathematikstudium mit dem Bachelor of Science (B. Sc.) abschloss. In Frankfurt am Main arbeitete er dann als Physiker in der Kernenergie, als sich ihm unverhofft doch noch die Möglichkeit bot, seinen Traum zu verwirklichen und Medizin zu studieren. Dies war ihm in Spanien und Großbritannien aus Altersgründen bisher verwehrt worden. Er promovierte 1971. Während seiner Facharztausbildung lernte er auch seine spätere Frau Elke kennen. Von 1977 bis 1991 arbeitete er als niedergelassener Neurologe und Psychiater in Lingen (Ems).

Ein sehnlich gehegter Kindheitswunsch von ihm war die Mitgliedschaft in einer Pfadfindergruppe, die ihm damals aus verschiedenen Gründen versagt wurde. 1987, beim Besuch eines Bundeslagers des BdP im naheliegenden Haselünne, wurde dieser Wunsch wieder wach. Joseph setzte - parallel zu seiner Berufstätigkeit und in einem Alter, in dem andere schon längst an Ruhestand denken - alles daran, eine Aufbaugruppe ins Leben zu rufen. Die ersten Treffen fanden in seinem Privathaus statt. Die Gruppe entwickelte sich unter seiner Leitung zum lebhaften Stamm "Franz von Assisi" und bestand über 15 Jahre. Über das Informationsprinzip beim Aufbau eines Pfadfinderstammes schrieb Joseph seine Gilwell-Arbeit. Besonders am Herzen lag ihm - sicher auch aufgrund seiner Herkunft - der Austausch mit französischen Pfadfindern.

Im Landesverband Niedersachsen werden sich noch viele an Joseph als leidenschaftlichen Stammesführer mit seiner unverwechselbaren Art erinnern. Seine Überzeugung, sein Temperament und sein Ehrgeiz gaben ihm markante Ecken und Kanten, an denen man sich durchaus auch mal stoßen konnte. Dennoch gaben sie ihm auch das Können und die Kraft, seine pfadfinderischen Träume zu verwirklichen. Davon profitierten auch andere.

Joseph hat das Leben derer, die ihn kannten, bereichert. Seine Leistung und sein Einsatz für den Stamm "Franz von Assisi" waren groß und bleiben unvergessen. Baden Powells Aufforderung "Verlasse die Welt ein Stückchen besser, als du sie vorgefunden hast" hat er sehr ernstgenommen; er hat sie erfüllt.

Am 14. März 2015 starb Joseph im Alter von 89 Jahren. Einige Pfadfinder- Weggefährten waren bei der Trauerfeier zugegen, um Abschied zu nehmen. Er hat seinen verdienten Frieden gefunden. Wir werden ihn in guter Erinnerung behalten.

Dr. Benno Schulz

Gassen, Carola

Neuss

355
1957
Gehrke, Dr. Sandra

Füramoos

351
1969
Gehrke, Yolanda

Füramoos

687
2001
Geiger, Fania

Leonberg

479
Geiger, Fiona

Leonberg

542
2011
Geiger, Florian

Leonberg

292
Geiger, Mara

Leonberg

543
2011
Geisler, Eva

München

503
Gerdes, Klaus & Antje, Geburtstagsstiftung

Leer

646
Gerhard, Gabriele

Fernwald

25
Gerhard Nickel, Erbe

563
Goehl, Benji

bury UK-SPZ 7EW

363
Golz, Hubertus

Bossel

119
Graeßner, Thomas

Münster

505
Grambitter, Michael W.

Winterbach

533
1969
Gress, Dr. Rolf-Dieter

Karben-Petterweil

56
* 1949
2005
Rolf wurde 1949 in Friedrichsdorf geboren und starb 2005 . Er wählte den Freitod nachdem er von seinem unheilbaren Knochenkrebs erfuhr.

Rolf schloß sich 1960 dem Stamm Graue Wölfe an. Nach der Eröffnung seiner Arztpraxis in Petterweil wechselte er 1979 zum Stamm Graue Adler unseres Bundes. Seit dieser Zeit nahm er an vielen Bundeslagern und Auslandsfahrten teil, so z.B. an der legendären Mongoleifahrt. Durchsungene Nächte, Theaterspiel und viele Gespräche über Dichtung, Philosophie prägten sein Leben. Aktiv war er auch im Pfadfinderzentrum Lilienwald. Einen Namen machte sich Rolf sich bei der Bevölkerung durch seinen unermüdlichen und oft selbst bezahlten Einsatz bei Notfällen. Seinem Sarg folgten über 700 Trauergäste. Seine Frau und Kinder führen die Pfadfindertradition fort.
Griebeling, Dr. Armin

Darmstadt

319
1931
Griemsmann, Kim-Andrea

Niedernhausen

444
Grigull, Hans (Jack)

Bückeburg

409
* 1940
2017
Am 9. Dezember 2017 verstarb Jack, Hans Grigull. Er hat die Stiftung Pfadfinden seit 2009 unterstützt. Er erhielt damals die Stifternummer 409.

Jack war über 50 Jahre Pfadfinder und hat sich vor Ort, im Landesverband, im Bund und auch darüber hinaus in hohem Maße engagiert. Jack war ein Team-Player.

Der Stamm totila in Münster ist Jack zutiefst dankbar für seine menschliche Persönlichkeit. Er war Vorbild, Richtungsweiser und väterlicher Freund. Die aufwachsenden Mädchen und Jungen hat er bis zum erwachsen werden positiv geprägt. Diese Qualitäten strahlen auch weit in seine überörtliche Pfadfinderarbeit hinein.

Der Landesverband Nordrhein-Westfalen des BdP ist Jack in besonderem Maße dankbar für seine Arbeit als Landesbeauftragter für Fahrt und Lager, Landesbeauftragter für die Pfadfinderstufe und als Vorstandsmitglied als Landesschatzmeister.

Auf Bundesebene koordinierte Jack mehrere Bundeslager als Technikchef und war Bundesschatzmeister. Im Jamboree in Kanada gehörte er zur Kontingentsleitung.

Lange engagierte sich Jack auch im Verband Deutscher Altpfadfindergilden. Zuletzt war er an der Organisation der Europakonferenz beteiligt.

Im überbündischen Bereich war er Teamleiter Technik zweier Lager auf dem Hohen Meißner.

Seine unendliche Toleranz und Gradlinigkeit, aber auch seine besondere Gabe, Fahrten und Lager zu planen und zu organisieren oder auch das Finanz- und Kassenwesen zu optimieren, werden allen, für die er Verantwortung trug und seinen pfadfinderischen Teams in Erinnerung bleiben.

Curt-Christian Petschick, Lemgo

Grimberg, Wolfgang

Karlsruhe

63
1945
Großmann, Guido

Poing

324
Guggenbichler, Jonathan

Darmstadt

630
Günnewig, Evelyn

Bingen

286
Gutzeit, Jürgen

Bühl

65
1936
Haas, Gerald

Kahl

115
Hahn-Schwehn, Karin

Asslar

557
Hain, Hans-Dieter "Achtzig Jahre Mück",

Beckeln

382
1928
Hain, Hans-Dieter Roländer Party,

Beckeln

383
1928
Hain, Hans-Dieter (Mück)

Beckeln

141
* 1928
2014
Zu früh und für uns alle noch unfassbar hat uns Mück (Hans-Dieter Hain) nach kurzer Krankheit verlassen. Wie es seine Art war, wollte er weder um sich noch um seine Krankheit großes Aufheben machen. Und doch hat ein großer Kreis von Freunden und Weggefährten mit ihm und seiner Frau Ingrid gelitten und gehofft, dass doch noch alles gut werden möge. Leider kam es anders.

„Er war ein Guter...“ haben viele von ihm gesagt. Dieser Satz hat sich mir eingeprägt. Ja, ich denke, die meisten von uns werden ihn so in Erinnerung behalten. Der unermüdliche, zielstrebige, immer hilfsbereite und wirkliche Freund.
Generationen von Kindern und Jugendlichen in Achim, Bremen und Cottbus verdanken ihm Momente einer glücklichen Kindheit, vielleicht sogar entscheidende Weichenstellungen für ihr Leben. Die Pfadfinder waren sein Leben. Ohne es jemals groß zu betonen, lebte er 79 Jahre lang nach den pfadfinderischen Idealen der Brüderlichkeit und Hilfsbereitschaft. „Seinen Pfadfindern“ hat er diese Haltung mitgegeben. Ein Dach über dem Kopf, ein Pfadfinderheim zu besitzen, war für Mück eine Herzensangelegenheit, sowohl in Achim als auch in Cottbus. Hier arbeitete er manchmal Nächte lang, um den Pfadfindern einen Treffpunkt zu ermöglichen oder zu erhalten.

Werte im Umgang mit einander waren ihm wichtig. Er hat sie nicht nur vermittelt, er hat sie gelebt.

Vor sechzehn Jahren wurde die „Stiftung Pfadfinden“ gegründet. Auch hier war Mück von Anfang an dabei und hat die Stiftung bis zum heutigen Tag unterstützt.

Für einige war seine gerade, zielstrebige und ehrliche Art im ersten Moment ungewohnt und manchmal schwer zu ertragen. Und doch ließ man sich gerne von ihm mitreißen, (und) auch in schwierigen Situationen konnte man gemeinsam mit ihm einen sicheren Weg gehen.

Baden Powell schreibt in seinem Abschiedsbrief an die Pfadfinder der Welt:

„Das eigentliche Glück aber findet Ihr darin, dass Ihr andere glücklich macht. Versucht, die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als Ihr sie vorgefunden habt. Wenn dann Euer Leben zu Ende geht, mögt Ihr ruhig sterben im Bewusstsein, Eure Zeit nicht vergeudet, sondern immer Euer Bestes getan zu haben.“

Ich durfte unseren Mück fast fünfzig Jahre lang mal aus der Ferne und mal ganz nah begleiten und bin überzeugt, dass er dieses Vermächtnis voll erfüllt hat.

Wir alle haben einen guten Freund verloren, aber seine Spuren werden bleiben. Lasst uns gemeinsam unserem Mück ein letztes Gut Pfad nachrufen.

Rainer Nalazek (Dada)

Hain, Ingrid

Beckeln

206
Hammen, Annette

Friedrichsdorf

36
1968
Harbordt, Prof. Dr. Steffen

Berlin

240
Hartmann, Klaus (Kaha)

Berlin

26
* 1939
2000
Klaus Hartmann wurde am 5.8.1939 in Berlin geboren. Er besuchte die Grundschule in Berlin und Brandenburg und anschließend das Hermann-Ehlers-Gymnasium in Berlin. Nach dem Abitur begann er ein Studium der Physik an der TU Berlin. 1968 schloss er es als Diplom-Physiker ab. Im gleichen Jahr legte er auch das Staatsexamen in Physik und Mathematik ab und wurde Studienreferendar am renommierten Schadow-Gymnasium in Berlin-Zehlendorf. Dort wurde er auch als Studienrat und Studiendirektor tätig. Er prägte nachhaltig als Fachbereichsleiter den naturwissenschaftlichen Unterricht an dieser Schule und war auch als Fachseminarleiter in der Lehrerausbildung tätig. Klaus Hartmann verstarb am 16.3.2000 nach einer schweren Krebserkrankung. Bereits 1947 hatte Klaus auf Initiative seines Klassenlehrers Gelegenheit, an einer Fahrt nach Sylt teilzunehmen, wobei er erstmals mit pfadfinderähnlichen Lebensweisen in Berührung kam. Pfadfinder gab es zu dieser Zeit in Berlin noch nicht. Die Alliierten hatten nur der Gründung eines Bundes Deutscher Jugend zugestimmt, aus dem aber einige Jahre später der BDP hervorging. Im Laufe der Jahre entwickelte Klaus zahlreiche Aktivitäten und stieg zum Stammesführer des Stammes schwarz-weiße Meeradler in der Jungenschaft Seeadler auf. Darüber hinaus war er auch im Bezirksjugendring Berlin-Steglitz als Vertreter der Pfadfinder tätig, wo er sich intensiv für die Interessen der bündischen Jugend einsetzte. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Pfadfinderleben (mit Beginn seiner Berufstätigkeit), verfolgte er ständig die Entwicklung des BDP, insbesondere während der Spaltungsaktivitäten um 1968. Er förderte Singewettstreite und finanzierte zahlreiche Preise für die Siegergruppen. Durch seine Initiative fanden sich die alten Seeadler, mit Ehepartnern und nunmehr Eltern zahlreicher Kinder, bei einem ersten Treffen 1978 in der Lüneburger Heide erstmalig wieder. Seither finden diese Treffen regelmäßig alle zwei Jahre an unterschiedlichen Orten statt, z.B. 2006 in Thüringen. Inzwischen sind viele der Teilnehmer bereits Großeltern. Aber es ist faszinierend, dass dem Ruf dieser Treffen regelmäßig zwanzig bis dreißig Personen folgen. Erwähnt werden sollten noch zahlreiche Fahrten mit Pfadfindergruppen und freien Gruppen auf Einladung der Prinzessin-Kira-von-Preußen-Stiftung auf die Burg Hohenzollern bei Hechingen. Welcher Junge hat schon Gelegenheit, drei Wochen auf einer gewaltigen Burg zu leben. Diese Fahrten waren dank des Ideenreichtums von Kaha stets ein tolles Erlebnis. Peter Barth Klaus Hartmann gehörte zu den ersten Stiftern der Stiftung Pfadfinden und hat die Stiftung darüber hinaus in seinem Testament bedacht. Der Erlös aus dem Verkauf seiner Wohnung im Harz hat das Kapital der Stiftung deutlich aufgestockt.  Mit seinen Freunden und Angehörigen trauern wir um Klaus, der trotz seiner Krankheit bis zuletzt an der Entwicklung der Stiftung Anteil genommen hat. Wir werden mit dem Erlös seiner Zuwendung besonders musische Aktivitäten fördern, die ihm besonders am Herzen lagen. (aus einem Brief an alle Stifter im Jahr 2000)
Harzmann, Dr. Julian

Erlangen

13
* 1960
2002
Der Schock sitzt tief: Unser Julian lebt nicht mehr. Am 28. Oktober (2002) nahm er sich das Leben. Für viele von uns unverständlich. Der Julian, der Starke, der Abgeklärte, der locker große Gruppen mit seinen Ideen anstecken konnte, der als Versammlungsleiter auf Bundesversammlungen stoisch die noch so kompliziertesten Geschäftsordnungsanträge entwirren konnte, der immer für einen guten Rat da war und der uns allen im Landesverband Bayern ein so großes Vorbild war. Julian kam aus Erlangen und erwies sich als motivierter Sippen und Gildenführer im Stamm Asgard. Dann prägte er viele Jahre lang das im Bund oft gescholtene TILOP einen Kurs, der für damalige Zeiten ein äußerst innovatives Konzept hatte. Damals erschienen die Inhalte (z. B. Partnerschaft und Sexualität) für den BdP zu modern, heute werden sie auf Kursen als selbstverständlich angesehen. 1997 wurde Julian Landesbeauftragter für die Ausbildung und baute langsam, aber beharrlich, die Ausbildungslandschaft in Bayern nach seinen Ideen und Vorstellungen um. Kurse wurden verändert, neue Konzepte entwickelt und Informationsmaterialien erstellt. Julian schaffte es, pro Kurssaison 120 Personen für ein Engagement auf der Ausbildungsebene zu motivieren. Er war vor und während der Osterferien für andere Themen kaum ansprechbar, was zeigt, wie sehr er sich mit "seinen" Kursteams und den Kursen identifizierte. Ganz besonders lag ihm die Ausbildung von Kursteamern am Herzen, für die er die legendäre LATUni entwickelte, die bis heute noch in vielen Landesverbänden als Akademie, Uni oder K.U.R. durchgeführt wird. Julian wirkte für Außenstehende in seinem Tun immer etwas chaotisch, zu unkonventionell waren seine Arbeitsweise und sein Auftreten. Für die Pfadfinder, die Julian kannten, hatte aber alles einen Sinn. So erstellte Julian schon 1990 eine komplexe Untersuchung über "das Ausbildungsverhalten von BdPMitgliedern im Landesverband" und konnte damit auf Probleme in Strukturen aufmerksam machen, über die der BdP erst zehn Jahre später anfing nachzudenken. Julian hatte eine Vision von einer "modernen Pfadfinderarbeit". So schrieb er 1992 eine Ausarbeitung zur Gildenarbeit, die auch heute noch in Kreisen der Pfadfinderstufe als Standardwerk gehandelt wird. 1998 zog sich Julian langsam aus der Ausbildung im Landesverband zurück. Sein endendes Arztstudium vereinnahmte ihn zusehends. Trotzdem ließ er es sich nicht nehmen, als kompetenter Leiter der Bundesversammlung oder als Arzt auf dem Bundeslager seine Art von Pfadfinderei im BdP zu leben. In den letzten zwei Jahren verloren viele seiner alten Weggefährten den Kontakt zu ihm. Julian war krank, und sehr gute Freunde sprachen von einer gewissen Traurigkeit, die ihn immer wieder heimsuchte. Er zog sich gänzlich zurück, hörte auf zu arbeiten und meldete sich nur ab und an :"Hallo, ich bin noch da!" Julian lebte immer in Extremen: War er von einem Pfadfinderprojekt überzeugt, ließ er auch mal das Medizinstudium für drei Monate sausen und kümmerte sich ausschließlich um dieses. Lernte er auf irgendwelche wichtigen Medizinprüfungen, tat er das Tag und Nacht. In seinem Beruf arbeitete er bis zur Erschöpfung, bei Pfadfinderveranstaltungen war er meistens der Letzte, der ins Bett ging. Die Gegenwart ist nur schwer zu akzeptieren, aber die vielen schönen Erinnerungen mit Julian werden für immer bleiben. Markus Valk, aus Neue Briefe 98
Hatzfeld, Christian

Eschborn

663
1982
Hauck, Gerd

Pullach

379
Hauck, Steffen Gerd

München

629
1976
Haus- u. Fördererverein der Pfadfinder Braunfels,

Braunfels

70
Hecker, Harald

Schwabach

511
1973
Heidrich, Wolfgang

Darmstadt

327
1941
Heimbach, Robert

München

341
Heinritz, Prof. Dr Günter

Dachau

249
Helmes, Alexander

Niedernhausen

228
Helmes, Anke

Niedernhausen

134
Hempel, Prof. Wolfgang

Gaggenau

244
Henke, Heinz

Mölln

183
1939
Henke, Liese-Lotte

Düsseldorf

424
Henn, Jannis

Buseck

585
Henn, Mathis

Buseck

550
* 1995
2013
Mathis Henn hat sich am 01.05.2013 im Alter von nur 18 Jahren das Leben genommen – völlig unerwartet und immer noch unfassbar für seine Familie, seine Pfadfinderfreunde und sein ganzes übriges soziales Umfeld.

Zusammen mit seinem älteren Bruder Jannis war Mathis der Grund für eine Stammesgründung im BdP, weil der Vater seine beiden Söhne nicht zu den DPSG-Pfadfindern schicken wollte, der einzigen Pfadfindergruppe zu dieser Zeit in der Wohngegend der Familie. Mathis gehörte somit zu den ersten Mitgliedern des Stammes Wikinger des BdP, der 2001 in Buseck-Beuern (Hessen) gegründet wurde. Damals war Mathis 7 Jahre alt und hat selbst die Stammesgründung aktiv mit angeschoben. Denn um dem noch etwas zögerlichen Vater auf die Sprünge zu helfen, schenkten ihm die Brüder eine Zeitungsanzeige zum Geburtstag, in der ein kostengünstiger Bauwagen gesucht wurde. Eine derartige oder vergleichbare erste Unterkunft sah der Vater, selbst alter Pfadfinder, als Minimalvoraussetzung für eine Stammesgründung. Zweieinhalb Wochen später stand ein stark renovierungsbedürftiger Bauwagen vor der Garageneinfahrt der Familie und noch am selben Tag saßen die ersten ca. 15 interessierten zukünftigen Wölflinge darin, bevor sie zu ihrem ersten Treffen mit einem Bollerwagen in den Wald aufbrachen.

In den elf Jahren seiner Pfadfinderzeit versäumte Mathis kaum eine Fahrt oder ein Lager und ließ sich vor allem für das Kanufahren und Segeln, das Werken mit Holz und Leder und ganz besonders das Gitarrenspiel begeistern. Als Posaunist war er zudem Teil der jüngsten und ersten Big-Band, die sein Stamm zum „AllesDrin“ 2008 auf die Burg Königstein schickte. Später wurde Mathis Sippenführer, nahm am Bundeslager 2009 in Buhlenberg und 2011 am Jamboree in Schweden teil. Seinen Stamm bereicherte er vor allem durch seine große Freude an der Musik und seine Begeisterung für das Kochen auch außergewöhnlicher Gerichte am Lagerfeuer.

Dennoch war Mathis nicht der 100%ige Pfadfinder, der allein in diesem Rahmen aufging. Für viele seiner vielfältigen Interessen (Sport, Jazz-Musik, Philosophieren, Freundschaften usw.) suchte er auch andere Orte, Gruppen und Personen auf. Seine bisweilen auch kritisch-distanzierte Haltung zur Pfadfinderei basierte auf Erfahrungen, die sich leider auch manchmal in pfadfinderischen Gruppen erleben lassen: Unverbindlichkeit, Selbstgefälligkeit und/oder politische Profillosigkeit.

Trotzdem betonte Mathis immer wieder als die für ihn wichtigste Erfahrung im Rahmen seines Stammes das soziale Miteinander, das seine Person sehr prägte.

Zurück lässt Mathis seine Familie und viele gute Freunde, die ihn nie vergessen werden, und für die es immer ein unerklärliches Geheimnis bleiben wird, wieso ein so vielseitig interessierter, liebenswerter und sozial gut eingebundener junger Mensch am Leben scheitern kann.

Jörg Schudy

Henry, Silvia

Wettenberg

378
1963
Henschel, Dr. Horst-Volker

Darmstadt

246
1933
Herberg, Joaquin

Madrid/Spain

187
Hermes, Erika (Hexe)

Immenhausen

27
* 1926
2017
Hexe – Erika Hermes – 90-jährig im Januar 2017 verstorben – war eine große Pfadfinderin in Deutschland. Ihren „Spitznamen“ bekam sie schon ihres großen Gesichtserkers wegen in frühester Pfadfinderjugend verpasst. Sie hat ihn mit Anstand und Ehre, und sicherlich manchmal auch nicht ohne einen gewissen Stolz getragen. Manche oder mancher wussten sicherlich auch gar nicht, wie sie mit bürgerlichem Namen hieß. Nur einmal in all den gemeinsamen Jahren habe ich es erlebt, dass sie zu mir sagte: Nenn mich bitte nicht Hexe … das war bei einem offiziellen Termin bei den französischen Pfadfinderinnen. Für sie war sie die „Erika“, bei uns auch weiterhin immer nur „Hexe“. Oder besser gesagt: „Die Hexe“. Komisch, wie solch eine Kleinigkeit über all die Jahre sich erhalten hat und nun wieder da ist. Die Erinnerung kommt zurück.

Das konnte man von diesem kalten Vormittag im Friedwald mitten im Reinhardswald – nahe der Sababurg – auch sagen, als wir uns – gut vierzig Leute – am Samstag, den 11. Februar 2017, in dem offenen Unterstand am Beginn des Weges zu „ihrem“ Baum, an dem später dann die Urne in die Erde kommen sollte, versammelt haben. Freundinnen und Freunde aus früherer Zeit, Weggefährtinnen und Weggefährten ihres „Pfadfinderinnenlebens“, von einem der ersten Gruppenmitglieder aus Hexes Düsseldorfer Anfangsjahren, Küken, bis hin zur Familie Pilsl, Heidi und Klaus und deren Kindern Maike und Markus, die in so unnachahmlicher Weise Hexes Weg durch all die Jahre – auch nach ihrem Ausscheiden aus dem beruflichen Pfadfinderweg 1991 – und vor allem in ihrem Ruhestand bis in den Januar 2017 begleitet haben.

Heidi war mit Hexe oft in diesem Teil des Reinhardwaldes zum Spazierengehen, und irgendwann einmal, erzählte Heidi jetzt in der Trauerfeier, hatte Hexe den Wunsch geäußert, hier ihre letzte Ruhe zu finden, wenn es denn einmal so weit sein sollte. Ein langer Weg bis dahin war ihr vergönnt.

Aber wie fing das nach dem Krieg alles an? Heidi hat es uns, der Trauergemeinde, erzählt:

„In Düsseldorf im zweiten Weltkrieg ausgebombt, Abitur im Internat, eingesetzt bei der Luftabwehr auf der schwäbischen Alb und Aufenthalt am Bodensee, dann Rückkehr nach Düsseldorf, Ausbildung als Hilfslehrerin. Schon 1946 erste Kontakte zu den Pfadfinderinnen, ein Jahr später das Versprechen abgelegt und dann nie mehr „losgelassen“. Die Hilfslehrerinnnen-Tätigkeit gab sie auf, ging in leitender Stellung für nahezu zwanzig Berufsjahre zur Wirtschaftsvereinigung der Eisen- und Stahlindustrie.“

1967 wechselte Hexe ihr Tätigkeitsfeld, ging als „Bundesmeisterin“ (Bundesvorsitzende) und als Heimleiterin nach Immenhausen ins Pfadfinderinnenheim, das der Bund Deutscher Pfadfinderinnen Mitte der fünfziger Jahre am Rande des Reinhardswaldes erworben und ausgebaut und später sozusagen als „Mitgift“ in die Fusion zwischen dem Jungen- und dem Mädchenbund eingebracht hatte. Immenhausen war – mit all den anderen Frauen aus den Ländern und der Bundesleitung – Hexes Leben, überall war zu spüren, dass sie gestaltend bei allem mit dabei war, dass sie das Haus zum Mittelpunkt des Mädchenbundes gemacht hatte.

Anfang 1976 gab es den nächsten „Einschnitt“: Der Bund Deutscher Pfadfinderinnen fusionierte mit dem Bund der Pfadfinder von Helmut Jung und bildete nun den „Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder“. Hexe war natürlich an den jahrelangen Vorbereitungen zu diesem Schritt an vorderster Stelle beteiligt, wurde dann von Anfang an beruflich – bis 1991 – die für den Vorstand kooptierte Generalsekretärin, und eigentlich viel mehr als das: Das Herz, der Mittelpunkt, die neben Helmut immer präsente Figur im Bundesgeschehen, die es verstand, diesen neuen Bund in all seinen Facetten bedeutsam weiterzuentwickeln, seine Stellung zu stärken und in der gemeinsamen Arbeit mit allen verantwortlichen Frauen und Männern in der Bundesleitung, ab 1981 dann auch mit dem neuen Bundesvorsitzenden, mit Wolf Kuhnke aus Siegen, und mit allen Tätigen aus den Landesverbänden, den Bund voranzubringen. Hexes Ideen, ihr Mittun, waren immer gefragt, ihre Vorschläge in allen nur möglichen und unmöglichen Bereichen wurden oft (Bundes-)Wirklichkeit. Und sie wusste sich durchzusetzen! Eine kleine Episode ist mir aus dem Treffen anlässlich ihres beginnenden Ruhestandes 1991 noch gut in Erinnerung: Sie plauderte mit den „großen, alten Damen“ aus dem Bund Deutscher Pfadfinderinnen am Tisch. Und da fiel der Satz: „Weißt Du, Hexe, ich habe dich mein ganzes Pfadfinderleben lang geschätzt, habe zu dir aufgeguckt und war dir zugetan. Aber wenn es etwas zu besprechen, zu verhandeln, abzustimmen gab, so hatte ich, wenn wir dann nach dem Gespräch aufstanden, immer das Gefühl, verloren zu haben.“ Das war nicht böser Sinn, nicht Machtvollkommenheit oder irgendetwas anderes – das hätte sie eigentlich nie jemanden spüren lassen -, es war einfach so und wurde von vielen akzeptiert. Natürlich hat Hexe nicht alles richtig gemacht, natürlich sind auch ihr Fehler unterlaufen oder sie hat Leute links liegen gelassen, die für den Bund vielleicht noch Bedeutendes zu leisten in der Lage gewesen wären. Aber sie hat es vermocht, nicht nur immer da zu sein, sondern auch Strömungen früh zu erkennen, unterschiedliche Leute an einen Tisch zu bringen, und so den Bund – inzwischen „ihren“ Bund“ – wachsen und gedeihen zu lassen.

Zurück zu Heidis Trauerrede an diesem trüben und kalten Tag im Februar 2017: „Drei Jahre vor deinem Ruhestand, Hexe, wurde dir das Bundesverdienstkreuz verliehen, das machte deutlich, wie viel Anerkennung und Achtung dir in all den Jahren entgegengebracht worden war. 1991 hast du dich aus der aktiven Arbeit zurückgezogen, aber den BdP nicht aus den Augen verloren. Deine Kräfte noch einmal mobilisiert hast du für die Gründung der Stiftung Pfadfinden. Das war dir wichtig. – Uns beide, Hexe, hat eine tiefe Freundschaft seit 1967 verbunden. Du hast mir Wege aufgezeigt, die es für mich zu erobern galt. Ja, du hast mein Leben geprägt, mich aber auch losgelassen und bist doch immer ein Teil meines Lebens geblieben. (…) Ab 1999 haben wir, nach deiner schweren Krankheit, die Rollen getauscht. Meine Familie und ich, Heidi, waren dann ab 2010 immer mehr für die alltäglichen Dinge deines Lebens da. (…). Danke, dass es dich in meinem Leben gegeben hat.“

So weit Heidis Trauerrede in diesem Friedwald. Bewegend und schön, traurig und doch auch irgendwie zukunftsgewandt. Von leiser Musik begleitet, von leisen Gesprächen auf dem langen Weg zu „ihrem“ Baum, mit Schnee und Eis, auch oft in aller Stille, den Erinnerungen an einen großen Menschen nachhängend und beinahe froh darüber, dass es ihn, dass es Hexe, gegeben hat.

Hajo Hornauer, März 2017

Herold, Hans

Überlingen

96
Herrling, Burkhard

Oerlinghausen

28
Heyer, Jobst Hermann

Haan/Rhld.

69
1958
Hinkel, Paul-Thomas

Würzburg

336
1955
Hirschberg, Dr. Klaus

Kronberg/Ts.

239
Hirsch, Renate

Oldenburg

297
1954
Hofmann, Antoinette

Lich - Bettenhausen

999
1965
Hofmann, Florian

Kirchseeon

294
1971
Holler, Marika

Leer

45
1941
Hollricher, Rudolf (Holly)

Braunfels

54
* 1928
2017
Liebe Familie Hollricher, liebe Freunde und Verwandte,

liebe Pfadfinderinnen und Pfadfinder, liebe Trauergäste,

ich bin Karin Dittrich-Brauner, Vorsitzende der Stiftung Pfadfinden. Gemeinsam mit euch, mit Ihnen möchte ich mich an Rudolf Hollricher erinnern, in unseren Pfadfinderkreisen nannten wir ihn Holly.

Ich selbst kenne Holly seit den 70er Jahren. Damals war ich Pfadfinderin in Wetzlar und besuchte mit meiner Gruppe die Datscha, den Zeltplatz an der Lahn in der Nähe des Lahnbahnhofs. Dort war Holly immer wieder der perfekte Gastgeber und Unterstützer. Einmal hatten wir zu einem Elterntag auf die Datscha eingeladen, aber der vorbereitete Eintopf war sauer geworden. Ruckzuck half uns Holly aus, indem er Brötchen und Würstchen von irgendwoher beschaffte.

Die Datscha war eines der großen Projekte von Holly. Ende der 50er Jahre erwarben die Pfadfinder die Datscha. Von da an bis 2004, also fast 50 Jahre lang war Holly der unermüdliche Kümmerer.  

Doch Hollys Spuren bei den Pfadfindern reichen viel weiter zurück. Roland von Oettingen, genannt Rollo, berichtet aus der direkten Nachkriegszeit:

Wir kannten ihn nur unter Holly, ein cooler Typ, der immer da war, und mit seinem Charisma uns Jungen zu fast allem begeistern konnte. Kurz nach dem Krieg strichen viele Jungen durch Braunfels und waren sich selbst überlassen. Holly, der als 17-jähriger den Schluss des Krieges an der Front miterlebt hatte, suchte nach einem neuen Anfang. Er hatte Kontakte zu Amerikanern, zu alten Boy Scouts, die sein Interesse für die Pfadfinderei weckten, eine Lebensart, die damals für die Braunfelser Jugend genau das Richtige war.

Raus in den Wald, Wochenenden am Lagerfeuer mit Tschai, Geländespiele, klettern, neue Lieder mit der Klampfe, aber auch Erzählungen über die Pfadfinderbewegung.

Holly verstand es, in den ersten Jahren durch seine guten Beziehungen, Zelte, Essen, Kochgeschirre, Decken und Rucksäcke zu organisieren, damit seine wilde Truppe auf Fahrt gehen konnte. Es ist erstaunlich, wie Holly als junger Werklehrer mit uns schnitzte, zeichnete, botanisierte und uns an den Wochenenden und im Sommer auf Fahrt schickte. Unermüdlich war er unterwegs, um mit anderen Pfadfindergruppen Kontakt auf zu nehmen. Mit denen trafen wir uns zu Pfingsten. Es war oft kalt und nass, aber die Erbswurstsuppe hat geschmeckt. Soweit die Erinnerungen von Rollo.

Ich habe die frühe Geschichte des Stammes Feuerreiter nachgelesen und war wirklich beeindruckt. Auf Initiative von Holly waren die Pfadfinder in ganz Deutschland, aber auch England, Frankreich und Italien unterwegs und knüpften Beziehungen zu anderen europäischen Pfadfindergruppen.

Holly sagte einmal, dass ein Pädagoge seine Aufgabe dann erfüllt, wenn er sich überflüssig macht. Das hat er auch in Braunfels geschafft. Er kümmerte sich um Nachfolger und übergab 1976 seinen Stamm Feuerreiter, dem damals 120 Mädchen und Jungen angehörten, in jüngere Hände.

Hollys Engagement für die Pfadfinderbewegung blieb nicht auf die Braunfelser Gruppe beschränkt. Der bereits verstorbene Jürgen Diener, genannt Umba, schrieb: Holly setzte sich im Bezirk und in der Landesmark Hessen ein. Er wurde Feldmeister und erwarb das Woodbadge, ein Zeichen hoher pfadfinderischer Qualifizierung. Der Feldmeisterkreis der Hessen war damals noch ein Freundeskreis, der keiner Formalitäten bedurfte, denen Holly sowieso immer skeptisch gegenüberstand.

Anfang der 70er Jahre waren die Pfadfinder von politischen Turbulenzen stark gebeutelt. Umba erinnerte sich: Holly war einer von uns sieben Freunden, die in der denkwürdigen Nacht des 30. Januar 1971 auf der Treppe der Jugendherberge in Frankfurt den Bund der Pfadfinder gründeten. Wenn es um das Entwickeln von Zukunftsplänen ging, war Holly immer dabei. Er hatte ein Gespür für Chancen und sinnvolle Weiterentwicklungen.

Als Mitglied der Bundesleitung setzte er sich in der ersten Hälfte der 70er Jahre für eine Zusammenführung mit dem Bund Deutscher Pfadfinderinnen ein. Im neu fusionierten Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder entwickelte er federführend die pädagogische Konzeption mit Grundaussagen für eine moderne pfadfinderische Erziehung.

Diese Konzeption setzte er auch praktisch um durch seine Mitarbeit im Bundesausbildungsteam. Insbesondere bei Gilwellkursen warb Holly bei den Gruppenleitern für die pädagogisch modernen und anspruchsvollen Ziele des damals jungen BdP.

Auch im Medienbereich war Holly innovativ. 1977 und 1981 produzierte er Bundeslagerfilme. Er stieß damit eine lange Tradition an, diese Großlager des BdP zu dokumentieren und uns als historische Erinnerung heute zugänglich zu machen.

Ich möchte noch einmal auf die Datscha zurückkommen. Während der gesamten Zeit seines pfadfinderischen Engagements sorgte Holly für Auf- und Ausbau der Datscha. Viele Gruppen verbrachten dort, in dem „einfachen Gruppenheim am Fluss“ Wochenenden, Pfingstlager oder ganze Sommerferien. Viele kamen auf Wanderungen oder Bootstouren vorbei.

Die wirtschaftliche Existenz der Datscha zu sichern war eine kontinuierliche Herausforderung. Nach fast 50 Jahren gab Holly die Verwaltung der Datscha an den Hausverein Fritz Emmel ab.

Ben – Andreas Bender – der Vorsitzende erinnert, dass Holly mit sehr viel Engagement, Idealismus und voller Identifikation über Jahrzehnte hinweg dieses Projekt erfolgreich verantwortet hat. Er tat dies im Interesse vieler Pfadfinder-generationen in der Region und darüber hinaus.

1998 gründeten wir die Stiftung Pfadfinden. Beim Bundeslager in Cottbus war Holly selbst dabei und machte Mut für dieses Vorhaben. Denn es war ein Projekt ganz in Hollys Sinne, langfristig gedacht und die Zukunft der Pfadfinderinnen und Pfadfinder im Blick. Holly engagierte sich als Gründungsstifter mit der Stifternummer 54. Er war zwar nicht mehr selbst in der Stiftung aktiv, aber begleitete das Wirken mit großem Wohlwollen.

Das sind wirklich vielfältige Spuren, die Holly bei uns Pfadfinderinnen und Pfadfindern hinterlassen hat. Und sie prägen auch heute noch die Aktiven. Öffentlich gewürdigt wurden sie im Jahr 2000 durch die Verleihung des Bundesverdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Holly.

Wir danken Holly für sein pfadfinderisches Lebenswerk. Ich sage dies ausdrücklich im Namen
• des Bundesvorstandes des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder,
• des Vorstandes des Hausvereins Fritz Emmel
• und im Namen des Vorstandes und Kuratoriums der Stiftung Pfadfinden.

Liebe Familie Hollricher, wir trauern mit Ihnen, mit euch, um einen ganz großen Pfadfinder.

Gut Pfad, Holly

Hollricher, Rudolf, Erinnerungsstiftung

652
Höllrigl, Manfred

Seibersbach/Hunsrück

357
Holz, Johannes (Mola)

Kiel

621
Holzwarth, Winfried

Offenbach

278
Höpner, Sebastian

Oldenburg

284
Hoppensack, Dr. Hans-Christoph

Bremen

189
Hornauer, Hansjörg (Hajo)

Berlin

29
1945
Hornauer, Manuel

Berlin

584
1991
Hornauer, Michael

Berlin

583
1989
Hornauer, Miriam

Berlin

582
1985
Hornauer, Susanne

Berlin

562
1958
Hortmeyer, Jens

Wolfsburg

317
1976
Hoyer, Uschka

Oldenburg

20
Immig, Rüdiger

Bönnigheim

229
Jäger, Sarah

Bonn

616
1981
Jahn, Michaela

Bobenheim am Berg

133
Jahn, Rüdiger

Bobenheim am Berg

132
Jakubowski, Ralf

Siegen

577
1968
Jamboreesippe Wikinger 1951,

Beckeln

214
Jamboreeteilnehmer Thailand 2002/2003,

Mainz

274
Jamboree Troop Brüder Grimm 2007, Michael

Hanau

398
Jäntsch, Ralf

Bubenreuth

120
Jetschmann, Joachim

Berlin

226
1943
Jiritschka, Manfred (Männe)

Hamburg

18
1949
Joos, Dr. Dieter

Überlingen

179
Joos, Dr. Gudrun

Immenhausen

178
1941
Joos, Dr. Gudrun, Erinnerungsstiftung

Lübeck

474
Joos, Sigrid

Lübeck

186
Jung, Karin

Düsseldorf

368
Jung, Paul

Völkersweiler

999
Junior, Walther

Bad Homburg

182
Kähler, Bernd J. P.

Hamburg

114
Kähler-Dost, Heidi

Hamburg

156
Kahrs, MdB Johannes

Hamburg

432
Karg, Majon

Hamburg

210
1970
Kaster, Dirk

Bovenden

591
1948
Kautzmann-Kübel, Ruth

Haslach i.K.

301
Kelsch, Harald

Schönefeld

651
Kemper, Ulli; Knoll, Michael und Wilhelm, Jörg  ,

Dilsberg

279
Kesler, Dirk

Lausanne, Schweiz

372
Kesselheim, Harald

Berlin

104
Kiefer, Otto

Saarbrücken

411
* 1930
2010
Unser Pfadfinderbruder Otto Kiefer ist am 21. Juli in Saarbrücken verstorben. Er wurde 8o Jahre alt. Otto war ein „Urgestein“ der interkonfessionellen Pfadfinderszene in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Ende der 1940er Jahre kam er zum Stamm „Ingo“ des BDP in Konz am Zusammenfluss von Saar und Mosel. 1949/50 gründete er eine Aufbaugruppe in Trier, aus der später der Stamm der „Treverer“ hervorging. Später ließ sich Otto berufshalber in Saarbrücken nieder. Bis zuletzt besuchte er regelmäßig die Treffen der dortigen Altpfadfinder, hielt aber auch engen Kontakt zu seinen Freunden in Konz. Generationen von Pfadfindern war Otto ein väterlicher Freund und ein lebenslanger Begleiter. Sein Humor und seine Lust am Disput sind Legende. Otto blieb ein Leben lang den Pfadfindern eng verbunden. Ihnen galt seine ganze Hingabe. 2009 besuchte er das Bundeslager des BdP im Hunsrück und den Stiftertag. Beeindruckt von der aktuellen Pfadfinderarbeit und dem Zusammentreffen mit alten Freunden trat er noch an Ort und Stelle unserer Stiftung bei.

Am 29. Juli 2010 wurde Otto in Saarbrücken auf dem Hauptfriedhof im Beisein der Familie und vieler Pfadfinderfreunde beigesetzt. Wir trauern um einen aufrechten Pfadfinder der ersten Stunde. Wir werden sein Andenken bewahren.

Kiel, Claudia

Siegen

350
Kiel, Dr. Jürgen

Köln

373
Kirschner, Gerhild

Braunfels-Bonbaden

448
Kittel, Stephan

Erlangen

404
Klattenberg, Holger

Aurich

605
1976
Klaus Schulz, Ehem. des Stammes Edelweiss

Schorndorf

266
Klinger, Mia Kim

Hemsbünde

606
2005
Klinger, Oliver (Ollie)

Hemsbünde

446
* 1970
2015
Geboren am 30.1.1970, gestorben am 17.04.2015 im Alter von nur 45 Jahren

Auch wenn der Tod von Oli nun schon einige Zeit zurückliegt, sind wir immer noch bestürzt und traurig. Gedanken an ihn begleiten uns in Gesprächen, Mails und beim Schreiben von Erinnerungen an ihn. Wir verloren mit ihm eine Persönlichkeit, die der Pfadfinderidee auch als Erwachsener sehr verbunden blieb und die Aktiven an vielen Stellen unterstützte. Damit ist Oli ein Vorbild für viele Pfadfinderinnen und Pfadfinder.

Ich persönlich kenne Oli seit 2010. Im Oktober wurde er Stifter mit der Nummer 446. Ich erinnere mich noch an ein sehr nettes Telefonat, das wir damals führten. Ihm war wichtig, Pfadfindererfahrungen auch weiterhin vielen Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen. In der Folgezeit begleitete und unterstützte Ollie die Stiftung Pfadfinden einerseits durch finanzielle Beiträge und andererseits durch aktive Mithilfe. Daher freuten wir uns sehr, dass Ollie 2012 zusagte, als Kurator für die Stiftung tätig zu werden.

Im März 2014 verbrachten wir mit Vorstand und Kuratorium ein sehr produktives Wochenende im Fritz-Emmel-Haus in Kronberg. Ollie konnte besonders bei Fragestellungen zu Datenbanken, Homepage und sozialen Medien seine Kompetenzen beisteuern.

Nach Olis Tod habe ich mich genauer mit seinem pfadfinderischen Lebenslauf befasst. Oli war seit 1977 in Hamburg und Lübeck im Stamm aktiv. Auch dort hatte er schon Verantwortung als junger Stammesführer übernommen. Danach arbeitete er in vielen Projekten mit, bereitete Lager vor und renovierte das Stammesheim Burgtor. In den Bundeslagern des BdP und auch des VCP engagierte er sich im Technikteam und auch im Sanitätsbereich. 2005 im Bundeslager in Wolfsburg leitete er das Sanitätsteam.

Viele der Freunde aus Schleswig-Holstein und aus dem ganzen Bund erinnern sich noch lebhaft an die gemeinsame Zeit.

Olaf Tschirner aus Lübeck schreibt: Das ist eine sehr traurige Neuigkeit für mich. Oliver war einer meiner besten Freunde der Pfadfinderzeit. Mit Oliver habe ich mehrere Großfahrten und unzählige weitere Aktionen gemacht, zuletzt habe ich ihn dazu überredet, im Bula 2005 den Sanitätsbereich zu übernehmen.

Elke Ebert, Zwersch, ehemalige BdP-Generalsekretärin, erinnert sich: Ich habe Oli während meiner Arbeit im Bundesamt Anfang der 90er Jahre kennengelernt. Oli fiel mir auf als ein "Macher", der ganz viele Ideen und Pläne im Kopf hatte und ich habe ihn auch als sehr kritischen Menschen kennengelernt. Er hatte viele Anregungen für mich, was für den BdP noch getan werden müsste und wir haben uns auch einige hitzige Diskussionen darüber geliefert. Es war schön, dass wir bei einem der vielen Bundeslager danach die Gelegenheit hatten, über diese "alten Zeiten" gemeinsam sinnieren zu können und auch feststellen durften, dass wir viele gemeinsame Ziele hatten, aber doch so unterschiedliche Wege für den BdP gesehen und beschritten haben.

Roland Fiedler, Schatzmeister der Stiftung Pfadfinden: Der plötzliche Tod von Oliver hat mich sehr bewegt. Ich kann mich sehr gut an die Kuratoriumssitzung im Jahr 2014 erinnern. Wir haben sehr intensiv über die Frage des Sinns des Engagements für unsere Sache, aber auch über seine Familie und seinen Beruf gesprochen. Der Satz auf seinem Kuratorenfragebogen „Ich möchte dem BdP die Möglichkeit geben, noch viele Generationen von Pfadfindern das Erlebnis und die soziale Prägung zu geben, die mir widerfahren ist“ ist so unglaublich authentisch und sicher auch genau das, was uns alle treibt, was uns wichtig ist.

Im Rahmen der Trauerfeier wurde uns nochmal deutlich, an wie vielen Stellen sich Oli engagierte. Mit den Pfadfinderinnen und Pfadfindern trauern die Freunde der Johanniter-Unfall-Hilfe, die Rettungshundeführer, Rot-Kreuzler, Kollegen aus dem Krankenhaus und dem Ärzteverein und viele weitere.

Besonders gilt unser Mitgefühl Olis engen Freunden und seiner Familie, Iris und den vier Kindern Mia Kim, Sören Kjell, Sinje Kai und Runa Kris.

Wir trauern um einen besonderen Menschen, einen großen Pfadfinder. Gut Pfad, Oli.

Karin Dittrich-Brauner

Klinger, Runa Kris

Hemsbünde

609
2014
Klinger, Sinje Kai

Hemsbünde

608
2012
Klinger, Sören Kjell

Hemsbünde

607
2008
Kniel, Helmut

Karlsruhe

326
Kniese, Wolfgang

Königswinter-Ittenbach

321
Knittel OT, Frater Korbinian

Weyarn

536
1980
Knüppel, Prof. Dr. Helmut

Bielefeld

263
Kobjoll, Klaus

Nürnberg

159
Koch, Wolf

Wuppertal

291
Kolb, Christoph

Gießen

678
Köngeter, Sebastian

Holzgerlingen

515
1985
König, Tobias

München

103
Konrad, Marc

Erlangen

617
1992
Koppermann, Rolf

Kriftel

381
* 1940
2010
Rolf wurde am 4.12.1940 in Schwerin geboren und kam in den Wirren der Nachkriegszeit über Lübeck nach Düsseldorf. Dort war er - zusammen mit vielen anderen Schülern der Realschule an der Luisenstraße – seit 1952 Mitglied im Stamm CORNSTALK des Bund Deutscher Pfadfinder (BDP). In den Jahren bis 1960 beteiligte er sich an zahlreichen Großfahrten nach Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und in die Schweiz.

Den Lehrjahren als Schreiner folgte seine Zeit bei der Bundeswehr, die er als Unteroffizier bei den Pionieren beendete. Danach vervollständigte er seine professionelle Qualifikation. Das erfolgte neben der vollen Berufstätigkeit, weil ihm seine emotionale Unabhängigkeit wichtiger war als die finanzielle Unterstützung aus dem Elternhaus bei der Finanzierung eines Studiums. Rolf arbeitete viele Jahre freiberuflich als Bauingenieur und Bauleiter und gestaltete dabei erfolgreich große Bauprojekte in Düsseldorf, Dortmund, München, Berlin und zuletzt beim Ausbau des Flughafens in Frankfurt.

Seine künstlerischen Interessen und gestalterischen Fähigkeiten wirkten stilbildend in seiner Pfadfindergruppe. Rolf war dabei, wenn sich die Freunde aus der Sippe ADLERHORST auch noch nach über 50 Jahren trafen. Aus fortbestehender Verbundenheit mit den Pfadfindern wurde er der Stifter Nr. 381 der Stiftung Pfadfinden.

Nach kurzer schwerer Krankheit ist Rolf Koppermann am 23.4.2010 verstorben. Wenige Woche vorher war er noch einmal zu seiner letzten großen Fahrt, nach China, aufgebrochen.

Heinz Henke - in Abstimmung mit anderen Mitgliedern der Sippe ADLERHORST

Korbun, Thomas

Berlin

184
1968
Kort, Katharina

Milano

366
Kradfahrer im BdP,

Telgte

33
Krall, Andreas

Mainz

300
1969
Krämer, August

Neu-Isenburg

84
Krämer, Dr. Wilhelm

Mutterstadt

632
Krause, Dr. Dierk

Scharbeutz

265
Krause, Lars-Olof (Lok)

Darmstadt

614
1986
Krautmacher, Jörg

Köln

667
1957
Krauß, Rolf

Neumünster

422
Kreikenbohm, Bernhard

Lübeck

101
1940
Kreuzer, Julia

Berlin

478
1986
Krietemeyer, Björn

München

642
1983
Krietemeyer, Carolin

München

641
1987
Krietemeyer, Peter

Ramstein

149
Krisam, Herbert

Mühlheim a.d.Ruhr

257
Kröger-Lehmann, Tim

Harsefeld

480
1991
Krohn, Juliane

Ludwigshafen/Rh.

575
1974
Krömer, Christian

Hanau

289
Kuck, Ralf

Brunsbek

367
* 1965
2017
Ralf Kuck wurde in Ahrensburg geboren und war nach der Neugründung des BdP Stammes Inka dort in der Pfadfinderstufe aktiv. Er nahm bereits am ersten Bundeslager des BdP 1977 in Kirchberg teil. Früh übernahm er Verantwortung im Stamm, sei es als Lagerkoch 1980 auf der Großfahrt in Finnland, als Sippenführer oder später als Stammesführer (1983-1988). Er schaffte es in dieser Zeit, bis zu 150 Jugendliche für die Pfadfinderarbeit im Stamm Inka zu begeistern und eine lebendige Stammeskultur aufzubauen. Ihm ist es zu verdanken, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen der Lebenshilfe e.V. in Ahrensburg und dem Stamm Inka etabliert und damit schon früh durch gemeinsame Aktivitäten Inklusion gelebt wurde. Auch, dass diese wertvolle Zusammenarbeit, weiterhin in einem gemeinsamen Haus stattfinden konnte, ist ein Verdienst von Ralf. Neben seinem Engagement auf Stammesebene übernahm er Verantwortung auf Ebene des Landesverbandes, sei es als Teamer auf unzähligen Kursen oder als Landesbeauftragter für die Pfadfinderstufe. Viele Pfingstlager sind ohne ihn unvorstellbar, da er mit seinem Organisationstalent immer eine praktikable Lösung fand. So manch einer wird sich an Ralfs Humor erinnern, der insbesondere in stressigen Situationen dazu verhalf, den „Druck“ abzubauen.

Nach seiner aktiven Zeit als Pfadfinder blieb Ralf der Pfadfinderidee verbunden. Seinen Nachfolgern in der Stammesführung war er ein wichtiger Ansprechpartner und Berater. Auch in seinem beruflichen Umfeld lebte er diese Ideale. Als Geschäftsführer und Partner der C. Hochberg GmbH & Co.KG, - (das Stormarner Tageblatt bezeichnete ihn in einem Artikel, aus dem Jahr 2010, als „Herr der Flohmärkte“) – war er, seinen Mitarbeitern nicht nur ein sozial engagierter Chef, sondern auch ein Freund. Insbesondere kümmerte er sich darum, jungen Menschen, durch eine Ausbildung, eine berufliche Perspektive zu bieten. Für viele von ihnen war er – auch nach Ausbildung und Tätigkeit - eine Bezugsperson, die ihr Leben nachhaltig prägte. Dies gilt auch für seinen großen, generationsübergreifenden Freundeskreis, der bei ihm stets ein offenes Ohr, eine offene Tür und, wenn nötig, bedingungslose Unterstützung fand. Ausgangspunkt für die vielfältigen gemeinsamen Aktivitäten, die Ralf für sich und seine Freunde plante, war die Alte Schule in Brunsbek, sein Zuhause in den letzten Jahren, das er mit Freunden und Mitgliedern seiner Familie teilte.

Am 23. Januar 2017 verstarb Ralf Kuck unerwartet in Brunsbek an einem Herzinfarkt
Majon Karg

Kuhfahl-Kriegel, Bernd

Weissach i.T.

615
1948
Kühn, Hans

Giessen-Allendorf

298
1949
Kuhnke, Wolf

Siegen

625
1943
Kujaw, Dr. Jörg

Westerstede

88
* 1939
2015
Vor einigen Tagen erhielten wir die Nachricht von Jörgs Tod. Gedanken an ihn begleiten uns in vielen Gesprächen, Mails und beim Schreiben von Erinnerungen. Sein Tod macht uns alle bestürzt und sehr traurig. Wir verlieren mit ihm eine Persönlichkeit, die der Pfadfinderidee sein ganzes Leben lang verbunden blieb und die Aktiven an vielen Stellen unterstützte. Damit ist Jörg ein Vorbild für viele Pfadfinderinnen und Pfadfinder.

Jörg trat 1950 in den BDP-Stamm "Eiche" in Westerstede ein. Von 1955 bis 1958 war er dort Meutenführer und Stammesführer. Ab 1958 führte ihn das Studium der Philologie nach Bonn und in die USA. 1966 heiratete Jörg und wechselte aus beruflichen Gründen nach Frankfurt an die Goethe-Uni. Vor der Pensionierung war er dort als zuletzt Akademischer Oberrat tätig. 2012 kehrte Jörg zurück in seinen Geburtsort Westerstede. Dort schloss er sich dem "Freundeskreis der Westersteder Pfadfinder (BdP) e. V." an.

Ich persönlich kenne Jörg seit Gründung der Stiftung Pfadfinden 1998. Jörg gehörte als Stifter 88 zu den Gründungsstiftern und machte mit seinem Engagement den Start der Stiftung Pfadfinden möglich. Von Beginn an begleitete er als Kurator die Entwicklung der Stiftung und war bei vielen pfadfinderischen Veranstaltungen präsent. Beim Durchschauen der Bilder von Stiftungsveranstaltungen entdeckte ich Jörg immer wieder - oft etwas ruhiger im Hintergrund, aber stets zur Stelle, wenn Hilfe erforderlich war.

Regelmäßig war Jörg bei den Kuratorentreffen im Fritz-Emmel-Haus in Kronberg dabei. 2007 feierten wir das 100jährige Bestehen der Pfadfinder in Berlin. An der Veranstaltung Scouting 100 nahm Jörg teil und packte tüchtig an. Jörg nahm an den Stiftungstagen im Bundeslager teil und unterstützte die Ausstellung und die Aktivitäten der Stiftung.

Jörg engagierte sich viele Jahre im Kongo. Bei unseren Kuratoriumstreffen berichtete er immer wieder davon. Er verstand es, beide Felder seines Engagements so zu verbinden, dass alle davon profitierten. Wir bewunderten Jörgs Initiative und seine Entschlossenheit, die schwierigen Probleme im Kongo durch finanzielle Hilfe und eigenes praktisches Handeln vor Ort anzugehen.

2013 trat Jörg als Kurator zurück. Er wollte Jüngeren Platz machen. Wir bedauerten das, aber respektierten seinen Entschluss und verabschiedeten ihn im Februar 2013 beim Kuratoriumstreffen in Oberursel.

Karin Dittrich-Brauner
Vorstandsvorsitzende der Stiftung Pfadfinden

Kunz, Achim

Simmern

155
Kupny, Gunter

Berlin

465
1944
Kuschick, Mio Jonathan

Möhrendorf

643
1994
Landesjamboree Baden Württemberg e.V.,

Holzgerlingen

483
Langhans, Annette

Baiersdorf

501
1964
Langhans, Bernd

Baiersdorf

502
1959
Langhans, Felix

Bubenreuth

664
1994
Langhans, Rieke

Marburg

665
1992
Langhoff, Elke

Essen

17
Langhoff, Dr. Josef

Dinslaken

199
Langhoff, Wolfgang

Dinslaken

433
Lautenschläger, Rainer

Mühltal

320
*1943
2015
Rainer gehörte ab etwa 1960 dem „Horst Hohe Tanne“ in Darmstadt an (eine Liste von Altpfadfindern führt ihn in einer Gruppe mit dem Namen „Gabelweihe“.) Sein Freund Gerd-Dieter Allmann schreibt in seinem Nachruf: „Ich habe mit Ihm als langjährigem guten Freund in den 60 er und anfangs der 70er Jahre auf Lagern, Fahrten sowie per Anhalter alle erdenklichen und unerdenklichen Situationen durchlebt, die wir gemeinsam immer wieder bestens bestanden.“

Ich selbst lernte Rainer als einen der damals schon „Älteren“ kennen, mit denen wir Mädchen vom Bund Deutscher Pfadfinderinnen uns ab dem Frühjahr 1968 über eine mögliche Zusammenarbeit in Darmstadt austauschten. Die gemeinsamen Aktivitäten in der Folgezeit (ich erinnere mich noch schwach an einen Singeabend und eine Wanderung) fanden jedoch leider mit den Auseinandersetzungen innerhalb des Bundes Deutscher Pfadfinder ihr Ende. Die Darmstädter Pfadfinder waren nach meiner Kenntnis die einzigen in Hessen, die sich nicht dem 1971 neugegründeten „Bund der Pfadfinder“ anschlossen.

Nach Auflösung des „Horst Hohe Tanne“ traf man sich weiter im „Freundeskreis Ehemaliger Pfadfinder, Darmstadt“, auch ich trat diesem Kreis später bei und freute mich, einige „alte“ Bekannte, darunter auch Rainer, wieder zu treffen. Neben seinen Aufgaben als Kassenwart des später umbenannten „Freundes- und Fördererkreis der Darmstädter Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V.“, betreute Rainer lange Jahre das „Horstarchiv, half die "Tannennadeln" (das Rundschreiben des Freundeskreises) zu drucken und war bei allen die Gadernheimer Hütte betreffenden Arbeitseinsätzen immer in vorderster Front aktiv“ (Gerd-Dieter).

Als ich über die Gründung der Stiftung Pfadfinden im Freundes- und Fördererkreis informierte, war Rainer einer der ersten, die Stifter wurden (Stifternummer 320). Gelegentlich trafen wir uns zufällig in Darmstadt und er war immer interessiert, Neues von der Stiftung zu erfahren, Besonders das Projekt „scouting train“ faszinierte ihn und war wohl Anlass für seine letzte Zustiftung im Herbst 2015. Er gehört damit zur silbernen Stifterrunde und hätte hierfür anlässlich des Jubiläums im Mai 2016 in Immenhausen eine besondere Ehrung erhalten sollen. Dies ist nun leider nicht mehr möglich.

Charlotte Mania (Wupp)

Lauter, Marcus (Flipper)

Hannover

628
1989
Leffler, Dr. Oliver

München

281
1959
Legler, *Goldene Hochzeit Roy & Zöpfli*

Karlsruhe

333
Legler, Hildegard

Kalrsruhe

163
1937
Legler, Klaus

Karlsruhe

15
1957
Legler, Rudi (Roy)

Karlsruhe

48
* 1934
2008
Ich habe meine Aufgabe erfüllt, ich bin nach Hause gegangen.

Dieses Waldläuferzeichen konnte man auf Roy’s (Rudi Legler) Todesanzeige sehen.

Im Alter von 74 Jahren hat Roy seinen Kampf gegen seine heimtückische Krankheit leider verloren. Ich durfte Roy zweimal ins Klinikum nach Freiburg begleiten und wir waren voller Hoffnung und Zuversicht, dass er es schaffen würde und er bald wieder ganz der „Alte“ sein würde. Wir erzählten uns aus früheren Zeiten, aus den Anfängen der Pfadfinder nach dem Kriege, als Roy als zwölfjähriger Junge zu den christlichen Pfadfindern kam, bald aber seine neue Heimat beim Bund Deutscher Pfadfinder fand und 1948 zum Stamm Bundschuh überwechselte.

Schon 1952 übernahm Roy sein erstes Amt als Beauftragter der Pfadfinderstufe des Horstes Karlsruhe. Im gleichen Jahr fuhr er mit weiteren 15 Pfadfindern per Fahrrad auf seine 1. Auslandsfahrt nach England.

Im Dezember 1955 wurde Roy zum ersten Mal als Stammesführer des Stamm Bundschuh gewählt. Roy hat sich mit seinem Stamm im Sommer 1956 auf einem Lager des Stadtjugendausschusses Karlsruhe in Baerenthal/Frankreich verdient gemacht, als es galt Soldatenfriedhöfe zu pflegen und systematisch Gräber in den Wäldern von Baerenthal zu suchen und ausfindig zu machen.
Von Anfang an verstand es Roy seine Familie für die Pfadfinder zu begeistern. So war Zöpfli, seine Frau (mit Säugling „Schlappi“), auf dem Sommerlager 1958 in Baerenthal für die Verpflegung der Karlsruher Pfadfinder und den Pfadfindern aus St. Albans (England), die hier unter Roys Leitung Kriegsgräberpflege durchführten, zuständig.
Wenn es galt dem Stamm zu helfen, war er immer zur Stelle, so war er mehrere Amtsperioden als Stafü des Stammes tätig und hat viel dazu beigetragen, dass der Stamm vor 3 Jahren sein 60jähriges Jubiläum feiern durfte. An allen Aktionen hat er seine Familie beteiligt und er hatte deren volle Unterstützung.

1968 wurde er Landesbeauftragter der Pfadfinderstufe beim BDP Landesmark Baden.

Auch beim BdP wirkte er in verschiedenen SFT und Grundkursen als Ausbilder mit und war ein immer sehr beliebter Mitarbeiter, der sein Fachwissen gerne an die Teilnehmer weitergab und diese zu begeistern wusste.

Als der Landesverband Baden Württemberg das Pfadfinderzentrum Raumünzach 1974 anmietete, gehörte Roy zu den Gründungsmitgliedern des Förderkreises und arbeitete beim Aufbau der ehemaligen Schule aktiv mit.

Internationalität war für ihn immer selbstverständlich, so pflegte er Kontakte zum Schwyzer Stern Bern, nach Luxemburg, Dänemark und England und führte viele gemeinsame Lager mit den verschiedensten Gruppen durch. Als die Mauer fiel begleitete er den neu gegründeten Stamm in Halle, der Partnerstadt von Karlsruhe, beim Aufbau und unterstützte deren Arbeit. 1999 führte er im Sommer mit den Hallenser Pfadfindern ein Lager in unserem Pfadfinderzentrum Raumünzach durch. Roy hat an allen Bundeslagern mit seinem Stamm teilgenommen und als Leiter des Bundesamtkaffees war er auch im ganzen Bund bekannt und beliebt.

Schon sehr früh übernahm er die Verteilung des Friedenslichtes in Karlsruhe, so dass immer in der Weihnachtszeit das Friedenslicht beim Bundesverfassungsgericht, im Rathaus der Stadt Karlsruhe sowie beim Regierungspräsidium leuchtete. Vielen Pfadfindern und Freunden überbrachte Roy das Licht persönlich.

Als die Stiftung Pfadfinden 1998 gegründet wurde, wurde er sofort Stifter und hat viele Ehemalige und Freunde unermüdlich überzeugt der Stiftung als Stifter beizutreten.
Nicht nur bei den Pfadfindern engagierte sich Roy, so auch beim Stadtjugendausschuss Karlsruhe und im Seniorenrat der Stadt Karlsruhe. Seine Hilfsbereitschaft war überall bekannt und er sagte selten nein.
Im Dezember 1999 wurde ihm auf Grund seiner Leistungen für die Pfadfinder und der Allgemeinheit die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland durch den Bundespräsidenten verliehen.
Roy war mit Leib und Seele Pfadfinder, viele Jahre hat er die Arbeit des Stammes Bundschuh mitbestimmt und den Stamm geprägt. Die Karlsruher Pfadfinder haben ihm viel zu verdanken und Dank seines Einsatzes haben die Karlsruher Pfadfinder überall einen guten Ruf und Namen.

Roy hat überall Zeichen gesetzt und Spuren hinterlassen auf die wir immer wieder treffen werden. Roy hat seine Aufgaben wahrlich mit ganzem Herzen gut erfüllt, er fehlt uns, wir haben viel zu früh einen sehr guten Freund verloren, wir sind sehr traurig. Roy ist uns nur vorausgegangen, sicherlich bereitet er jetzt unser nächstes Meeting vor.

Etzel, Ezard Schöler, Stamm Sankt Jörg

Lehmann, Hubert

Landau

387
1937
Lehmann, Hubert, Geburtstagsstiftung

679
Lehmann, Till

Dortmund

684
1995
Lepper, Stephanie (Steff)

Nördlingen

264
* 1915
2010
Im Juni 2009 hatte ich die Gelegenheit, mich mit Steff – wie Stephanie Lepper in Pfadfinderkreisen genannt wurde – am Rande eines Altpfadfindertreffens angeregt zu unterhalten. Zuvor hatte ich bereits von ihr gehört. Und wir waren übereingekommen, den Kontakt nicht abbrechen zu lassen. Da war Steff schon 94 Jahre alt. Zu weiteren Gesprächen kam es dann leider nicht mehr. Steff verstarb am 05. April 2010 in Nördlingen.

Steff wurde am 27. Januar 1915 geboren. Seit 1929 bis zur Auflösung durch die Nationalsozialisten im Jahre 1933 war Steff in Schlesien Pfadfinderin in der Gruppe „Hagsal“ im Bund Deutscher Pfadfinderinnen (Schachbrett- Abzeichen). Der nach dem II. Weltkrieg neu gegründete Bund Deutscher Pfadfinderinnen (BDP/BDPi) hatte keine Traditionslinie zum älteren Namensträger.

Erst anlässlich des Meissnertreffens 1963, zu dem Steff mit zwei ihrer Schülerinnen, die Pfadfinde-rinnen waren, reiste, suchte sie wieder Anschluss bei den Pfadfindern. Von Bedeutung sollte sich in der Folge für sie die Begegnung mit Otto Bergfeld erweisen. Diesem Umstand war es zu verdanken, dass Steff im Jahre 1967 zu den Gründungsmitgliedern der Zentralgilde im Verband Deutscher Altpfadfindergilden e.V. (VDAPG) - der Mitglied im Weltverband ISGF ist - zählte. 2008 wurde ihr die Ehrenmitgliedschaft der späteren Neuen Zentralgilde verliehen.

Seit 2003 engagierte sich Steff als Stifterin in der Stiftung Pfadfinden und trug zum Aufbau der Stiftung bei.

Mitglieder der DPSG und hier insbesondere die Altpfadfinder vom „Club der Pfadfinderfreunde“ des DPSG-Stammes „Nordilo“, Nördlingen, kümmerten sich um Steff in ihrem letzten Wohnort Nördlingen – einen BdP-Stamm gibt es dort nicht.

Die Zugehörigkeit zur weltweiten Schwesternschaft der Pfadfinderinnen hat Steff nach eigener Aussage nie bereut. Pfadfindergesetz und Versprechen sind für sie Lebensgesetz geworden.

In der Todesanzeige stand unter der KleeblattLilie der deutschen Altpfadfinder der Satz von Robert Baden-Powell „Der wahre Weg, das Glück zu erlangen, besteht darin, andere Menschen glücklich zu machen.“ In den Monaten zuvor hatte Steff in den Publikationen des VDAPG die Gedanken von Jochen Senft hierzu gelesen. Sie konnte deren Quintessenz nur bestätigen. Steff ging nicht mit dem Gedanken von uns, zu versuchen, die Welt ein bisschen besser zu verlassen, als sie sie vorgefunden hatte. Vielmehr hatte sie die Worte vom Glück im selben Abschiedsbrief von BP an die Pfadfinder als wesentlich erkannt.

Alle, die Steff kannten, werden sie ganz sicher nicht vergessen. Darüber hinaus wollen wir ihr in der Stiftung Pfadfinden ein ehrendes Andenken bewahren. (Ingrid Berg)

Levine, Maya

Berlin

359
Levine, Nina

Berlin

468
2007
Levine, Tom

Berlin

12
1964
Levine, Tom, Geburtstagsstiftung

Salzburg

570
Liedtke, Markus

Hambühren

530
Liehr, Dirk

München

112
Lietz, Andrea Siegl und Andreas

München

261
List, Helmut

Wolfsburg

463
Lohfink, Michael

Stuttgart

566
1973
Lohmann, Axel

Sprockhövel

241
Lohmann, Gerhard

Bad Homburg v.d.H.

196
1926
Lörcher, Hartmut

Hanau

395
Lörcher, Stefan

Hanau

376
Lübeck, Dipl.-Ing Günter

Grünwald

255
Luchtenberg, Gerd

Leichlingen

310
1940
Lücke, Dietrich

München

80
Lüders, Peter Jürgen (PJL)

München

110
* 1922
2003
Seit den frühen Tagen eines unserer Vorgängerbünde hat Peter - oder PJL, wie ihn viele nannten - an verantwortlichen Stellen gestanden, er hat prägend und ideengebend unseren, "seinen" Bund mitgestaltet und hat sich nie gescheut, Zivilcourage nicht nur zu predigen, sondern sie in hohem Maße auch selbst gelebt. Mehr als zwanzig Jahre ist Peter in den siebziger und achtziger Jahren ununterbrochen unser Bundesschatzmeister gewesen, dann auch BB Soziales, und Anfang der 90er Jahre stand er der Bundesleitung noch als Berater zur Verfügung. Verantwortlich für alles Geld, waren es vor allem die Bundeslager - von Kirchberg im Hunsrück angefangen -, für die Peter selbstverständlich nicht nur die finanzielle Seite im Griff hatte, sondern als Mitglied der Bundesleitung auch immer eine Vielzahl von anderen Bereichen erfolgreich beackerte. Auch die Ausbildung junger Gruppenleiter, vor allem auch die Ausbildung von Stammesführerinnen und Stammesführern, lag ihm am Herzen. Und so ist er oft Kursleitungsmitglied in den Stammesführergilwells in Immenhausen gewesen. Noch viel mehr Punkte kennzeichnen Peters Weg in unserem Bund und im von ihm gelebten Pfadfindertum: die bayrischen Behindertenlager, Abenteuer Technik, Abenteuer Berufswelt, die Stämme Faber und Marco Polo ... vieles, vieles andere, wo er sich einbrachte, was er an hervorragender Stelle mitmachte. Ein reiches Leben, sagte der Pfarrer in der Münchener Apostelkirche am Mittwoch vor Ostern, als etwa 250 Trauergäste bei herrlichstem Sonnenschein und warmen Temperaturen nach München Solln gekommen waren, um Peter Dank, Anerkennung und der Familie ein Mitgefühl zu übermitteln. "Ich habe den Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben gehalten", dieses Wort aus dem Neuen Testament stand über Peters Leben und diesem Abschied. Peter wird uns noch lange im Gedächtnis bleiben, er gehört zu diesem Bund und seiner Geschichte wie nur wenige andere. Hajo Hornauer, aus LOGO 1-2003
Luthardt, Frieder

Grebenstein

538
Mäcking, Anna Helene

Frankfurt a.M.

288
Mahn, Christian

Hamburg

100
Main-Kinzig GmbH, (Main-Kinzig GmbH)

Hanau

74
Mania, Charlotte

Griesheim

68
1951
Mania, Charlotte, Geburtstagsstiftung 2011

Griesheim

454
1951
Mania, Uwe

Griesheim

287
1945
Märker, Wolfgang

Bammersdorf

443
Matzl, Margret

Berlin

94
Mayer, Beate & Robert

Wetzlar

624
1966
Maßmann, Nadine

Kirchberg

493
1981
Meffert, Dr. Elisabeth

Eberdingen

657
1976
Meffert, Markus

Eberdingen

656
1972
Metzler, Dr. Michael

Ober Ramstadt

558
Meusinger, Paul

Rees

234
1944
Meyer, Henning

Dresden

185
Michalke-Metzler, Susanne

Ober-Ramstadt

525
1959
Michelfelder, Andreas

München

547
1984
Mißy, Thomas

Wuppertal

999
1970
Mörs, Rosemarie

626
Moyzes, Johann P.

Varel

242
1936
Mück, Einnerungsstiftung

546
Mühlmann, Ursula

Frankfurt am Main

439
Müller, Christina

Oldenburg

571
1974
Müller, Dr. Herbert

Essen

161
* 1932
2015
Herbert Müller wurde 1932 in Nahbollenbach bei Idar-Oberstein geboren und war wohl zuerst auch dort Pfadfinder im BDP. Ich lernte ihn 1954 an der Universität in Frankfurt kennen. Er gehörte damals schon als Gründungsmitglied der "Studentischen Pfadfinderrunde an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität" an, der dann auch ich beitrat. Unsere Roverrunde entwickelte in den folgenden Jahren beachtliche Aktivitäten und nahm auch mit einigen Mitgliedern wichtige Aufgaben in der hessischen Landesmark des BDP wahr. Unter anderem gehörte dazu der Bau des Fritz-Emmel-Hauses in Kronberg. Noch heute gibt es einen Stammtisch dieses Kreises, der sich alle 4 Wochen in Frankfurt trifft.

Bei der Gründung der Stiftung Pfadfinden engagierte sich Herbert und erhielt die Stifternummer 161.

Herbert Müller verließ bald nach seinem Studium Frankfurt und war viele Jahre in leitender Stellung als Betriebswirt bei AEG und anderen großen Firmen, zuletzt in Essen, tätig. Dort ist er jetzt auch verstorben. Er gehörte mit seiner inzwischen ebenfalls verstorbenen Frau über Jahrzehnte zu den besten und engsten Freunden von mir und meiner Familie.

Richard Speich

Müller, Jörg

Sankt Augustin

7
Müller, Saskia

Waldshut-Tingen

552
1986
Nalazek, Rainer und Christa

Bremen

148
1947
Neu, Wolfgang

Castrop-Rauxel

685
Neyer, Dr. med. Uwe

Wachtberg

217
Nickel, Gerhard

Berlin

30
* 1927
2013
Ein ganzes Pfadfinderleben lang war Gerhard bei uns – und wir bei ihm. Vier Jahre nach dem zweiten Weltkrieg kam er in Berlin mit dem Deutschen Pfadfinderbund in Kontakt, stieg schnell die „Karriereleiter“ herauf, gründet den Stamm „Phoenix“ und wurde von Michael (Walther Jansen) zum Jungfeldmeister ernannt. Sein Stamm gehörte etwas später zum „Gau Jörg“, der seinerzeit mit einigen Umwegen zum Bund Deutscher Pfadfinder unter dem neuen Bundesfeldmeister Kajus Roller stieß. Dann Gaufeldmeister, 1957 ernannte ihn Kajus zum Feldmeister, nachdem er im April 1957 am ersten Feldmeisterlager des Bundes unter Leitung von Kajus in Heiligenborn bei Schlüchtern teilgenommen hatte. Danach war Gerhard fast regelmäßig in den dann folgenden Gilwellkursen des Bundes, meist in Geretsried, für den Tagesblauf als Truppkornett zuständig. In den acht Kornettlagern der Landesmark Berlin unter Rudi Hoppe war er bis 1963 immer der stellvertretende Lehrgangsleiter und hatte viel Kontakt zu den Berliner Stämmen, arbeitete auch in nicht wenigen ganz aktiv mit. Im neu gegründeten Bund der Pfadfinder unter Helmut Jung fand er wieder Gruppierungen, für die es sich nach seiner Ansicht lohnte, seine ganze Kraft und sein Können einzubringen. 1975 war er bei der Gründungsversammlung des fusionierten Bundes dabei und stieg dann auch im neuen Bund als Berliner Landesbeauftragter für Ausbildung in die ihm gewohnte Arbeit ein. In dieser Funktion war Gerhard nicht nur >Mitglied der Berliner SFT-Mannschaften unter Leitung von Hajo Hornauer, sondern auch Teammitglied der Grundkurse für junge Stufenführungen der Region Nord. Einfach klar, dass er nach seinem Ausscheiden aus der aktiven Gruppenarbeit ab 1985 zu den Hajkmannschaften in allen Bundeslagern (1985, 1989, 1993 und 1997) und zur Mannschaft des Stadthajks des Jamborettes auf dem Berliner Maifeld am Olympiastadion, immer unter der Leitung von Hajo Hornauer und Acki Beinert gehörte. Seine „pfadfinderische Heimat“ fand Gerhard in den letzten fast dreißig Jahren in der Älterengruppe „Grabowski“, zu der auch Werner Weber, Pongo und Ulla Frenzel und Hajo gehörten bzw. noch gehören. Nicht vergessen darf man Gerhards Engagement für unser Bundeszentrum in Immenhausen. Schnell wurde ihm dies zur zweiten oder dritten Heimat, er machte dort häufig Urlaubsvertretungen, gründete den Freundeskreis Immenhausen mit, kümmerte sich um so vieles, wozu der Alltag der Heimleitung keine Zeit oder Kraft ließ. Zu erwähnen ist natürlich noch, dass Gerhard ab Gründung 1997 zur Stiftung Pfadfinden gehörte, der er testamentarisch nach seinem Tod sein Haus und Grundstück in der Berlin-Tempelhofer „Fliegersiedlung“ im Wert fast einer halben Million Euro vererbte.

Bei dieser langen Reihe der Aufgaben und Ämter im Bund kann man gar nicht denken, dass Gerhard noch einen bürgerlichen Beruf hatte …. Doch: Nach dem Krieg Maurerlehre, nachgeholtes Abitur, verhinderter Tierarzt, später dann Hauptamtlicher in der Landesmark Berlin, dann Schuldienst und auch hier die „Karriereleiter“ im Sonderschulwesen …. Lange Jahre bis zu seiner Pensionierung Leiter eines großen Sonderschulzentrums.

Viele haben Gerhard sehr viel zu verdanken, und wir werden uns lange an „unseren Gerhard“ erinnern.

Hajo Hornauer

Nielebock, Heiner

Westerstede

260
Nienhaus, Dirk

Münster

4
* 1963
1998
Dirk kommt mit 13 Jahren zu den Pfadfindern. Der Stamm Kreuzfahrer in Münster ist von da an Mittelpunkt seiner Freizeit. Dirk hat zwei besondere Begabungen, die dem ganzen Stamm sehr zugute kommen. Er ist musikalisch und spielt Klavier und Gitarre. Bei Heimabenden und auf Fahrten greift er immer wieder zur Gitarre und animiert die anderen zum Singen. Außerdem interessiert sich Dirk für mathematische Themen und das kann er praktisch anwenden im Umgang mit Karte und Kompass. Im Stamm Kreuzfahrer wird er Sippen- und Gildenführer. Es gelingt ihm gut, andere anzuleiten und zum Mitmachen zu motivieren. Nach dem Abitur verlässt Dirk Münster und geht zum Studium nach München. Zunächst Maschinenbau und später dann Luft- und Raumfahrttechnik sind seine Studienfächer und Leidenschaften. Mit 35 Jahren stirbt Dirk völlig überraschend. Dirk  war immer ein fröhlicher Mensch. Er war durch nichts zu erschüttern und hat andere begeistern und mitnehmen können. Karin Dittrich-Brauner, aufgeschrieben aus den Erzählungen von Herbert Berheide (Klopfer)
Niethammer, Michael

Ilsfeld

19
Nietzer, Christian

Königswinter

670
1990
Noll, Dagmar

Wenzenbach

594
1967
Nottelmann, Enno Eike

Bremen

127
Nowak, Heike

Erlangen

516
1983
Nowak, Peter (Geyer)

Erlangen

215
1952
Nüchel, Marco

Aachen

668
1991
Oeftiger, Dr. Adrian

Meyrin

573
1990
Olschewski, Hans

Berlin

270
1936
Olschewski, Hans, Geburtstagsstiftung

Berlin

611
Olschewski, Ingrid

Berlin

309
Ordelheide, Michael

Bochum

681
1984
Orths, Stephan

Freiburg

136
Osteroth, Rainer

Quierschied

337
Otero, Claudio

Freiburg

401
Paetsch, Frank

Frankfurt a.M.

58
1967
Payr, Christian

Schweinfurt

91
Penzel, Ernst

Pfarrkirchen

283
Petry, Jens

Vaterstetten

470
1983
Petschick, Curt-Christian

Lemgo

31
Petzholdt, Johannes

Kirchzarten

316
Pfadfinderbildungsstätte Fallingbostel,

Lindwedel

222
Pfadfinder Petterweil e.V.,

Karben

59
Pfaff, Stefan

Rudersberg

405
Pieper, Stephanie

Berlin

638
1972
Pilsl, Klaus R.

Immenhausen

53
Pinl, Dr. Harald

Langenhagen

393
1942
Pitzer, Dr. Frank

Bonn

47
Podleschka, Peter

Gaggenau

124
Pollem, Niels

Bremen

247
Pollem, Ole

Hannover

251
Pollok, Karen

Northeim

517
1971
Probst, Bernd

Kronberg

111
Pusch, Mia

426
Raabe, Robert Karl

Lembruch

674
1993
Rabes, Karl (Carlos)

Erlangen

488
1984
Radebold, Prof. Dr. Hartmut

Kassel

442
1935
Ramadier, Marieluise

Gauting

90
1940
Rasmussen, Jorgen G.

Lenzburg

271
Raum, Helmut

Erlangen

256
Raveling, Kapitän Keno

Pewsum

622
1978
Recker, Dr. Dorian und Dr. Barbara

Krefeld

296
Reck, Peter

München

2
1961
2062
blabblah
Reck, Peter

München

2
1961
Reck, Peter, Geburtstagsstiftung

München

459
Regorz, Arndt

Bochum

419
Reif, Hans-Peter

Erlangen

353
1970
Reinke, Jens

Erlangen

126
Reitberger, Helmut

TrebbinThyrow

61
1945
Retzlaff, Ingeborg (Mohrle)

Berlin

689
1939
Rey, Rüdiger E.

Baiersdorf

431
Richter, Jörg und Hannelore

Jever

52
Richters, Dietrich

Kelkheim-Fischbach

198
Richter, Tobias S.

Küsnacht, Schweiz

340
Rieß, Christin & Thomas

Bad Oldesloe

648
1961
Ringmayer, Stephan

Heiligenhaus

595
1969
Rinn, Volker

Wetzlar

130
Roach, Tania

Berlin

345
Röcke, Christian

Villingen-Schwenningen

349
Röcke, Matthias

Sinzig

157
1950
Rodig, Claus

Erfurt

375
Roeske, Jürgen

Rimbach

131
Roesner, Rebecca

Lübeck

305
Rohardt, Ingrid

Eutin

576
Rohde, Klaus-Dieter

Berlin

358
1935
Rohde, Klaus-Dieter, Geburtstagsstiftung 80 Jahre Kuriak

Berlin

589
1935
Röhe, Maximilian

Braunschweig

671
1989
Röhl, Peter

Münster

32
Rohrmann, Uwe

Reinbek

414
Rolf, Christian

München

303
Roller, Kajus J.

Stuttgart

143
* 1922
2002
Ich erinnere mich an Kajus: Die frühen Jahre des BDP sind nicht denkbar ohne Kajus Roller. Er war unser erster Bundesfeldmeister und er prägte wie kein anderer das Bild des Bundes in der Zeit des Wiedererwachens des deutschen Pfadfindertums nach dem letzten Kriege... Unbestritten war Kajus damals ganz gewiss nicht. Und er war auch nicht einfach. Kein Wunder angesichts der vielfältigen bündischen und pfadfinderischen Traditionen, auf denen es aufzubauen galt. Jeder, der - wie Kajus auch - schon dabei gewesen war vor den dunklen Jahren des Nationalsozialismus, brachte seine eigenen Erfahrungen und seine eigene Sicht mit, die er in das neue Pfadfindertum einbringen wollte. Es war gar nicht zu vermeiden, dass da manchmal die Fetzen flogen zwischen "Bündischen" und "Scoutisten", denn "Selbstbestimmung in eigener Verantwortung" war unser oberstes Gebot. Doch es bleibt das unbestrittene Verdienst von Kajus, unseren Bund durch manch solche Wildwasser gesteuert zu haben. In zähem Ringen baute er an dem erstarkenden Bund, auch wenn manche abtrünnig wurden. Ich erinnere mich noch an eine solche harte Diskussion in jenen ersten Jahren mit dem "Großen Jäger" in Hofgeismar. Was mich damals schon an Kajus beeindruckte, war sein Streben, das größere Gemeinsame zu sehen, und sein Werben darum, Partikularinteressen hinten an zu stellen. Doch nicht überall fand er hierfür Verständnis. Es folgten Jahrzehnte des Wandels. Aus dem "Großen D" wurde der "Kleine d". Kajus war längst von Bord gegangen. Aber in meinem Beruf begegnete ich immer wieder Kollegen aus seiner Firma, in der er nun arbeitete, und die ihn erwähnten. Und wenn ich dann sagte, dass er einst unser Bundesfeldmeister gewesen war, dann stieß ich auf lebhaftes Interesse und man versicherte mir, dass er deshalb auch heute noch in seinem Hause sehr angesehen sei. Ich war ein wenig stolz, das zu hören. Ich begegnete Kajus wieder, wenn auch nur schriftlich und telefonisch, als wir in der Stiftung Pfadfinden überlegten, wer unseren Stiftungsaufruf unterschreiben sollte. Ich dachte an Kajus, denn er hatte sich bereits als Stifter unserer guten Sache zur Verfügung gestellt. Die Briefe, die ich mit ihm wechselte, und die Telefongespräche, die ich mit ihm führte, zeigten mir wieder jenen Mann, wie ich ihn in Erinnerung hatte: ein wenig kantig, aber beharrlich und mit dem Gefühl einer tiefen Verpflichtung für unsere gemeinsame Sache und für die uns folgenden Pfadfindergenerationen. So wird mir Kajus Roller in Erinnerung bleiben: Nicht nur als vorbildlicher Pfadfinder und Führer in jenen Jahren, sondern auch als Älterer, der seine heutige Verpflichtung für die Pfadfinderei kennt, die das eigene Leben geprägt hat. Ich denke, dass Kajus uns Älteren, die wir aufgefordert sind, die Stiftung Pfadfinden zu unterstützen, auch auf diesem Weg ein Vorbild ist. Richard Speich, aus Neue Briefe 92
Römhild, Dr. Georg

Borchen

427
1943
Rosenberger, Andreas

Ottobrunn

34
* 1954
2009
Im Alter von 55 Jahren verstarb Andreas Rosenberger am 8.12.2009. Andi war von 1979 bis 1982 Schatzmeister des Landesverbandes Bayern. Er gründete den Stamm Robin Hood in Ottobrunn mit und leitete mehrere Jahre den Stamm. 1979 unterstützte er die Neugründung des Stammes Jean Monnet in Neubiberg. Er leitete mehrere Grundkurse und vertrat fast drei Jahrzehnte den BdP als Vorstandsmitglied im Kreisjugendring München – Land. Auf Bundesebene trat er u. a. als Kassenrevisor in Erscheinung.

Aufgrund seiner kaufmännischen Ausbildung und seines Volkswirtschaftstudiums, welches ihn beruflich zuerst in einen Elektrokonzern und danach in verschiedene Unternehmensberatungsfirmen führte, war er ein gern gesehener Gesprächspartner zu Finanzfragen im BdP. Seine vielfältigen Interessen, manch einer hat sich ein Kochrezept von ihm notiert, führten ihn zu seiner letzten beruflichen Station – als Eigentümer eines Spielwarenladens mit Eisenbahnabteilung.

Die Internationalität der PfadfinderInnenbewegung hatte ihn schon immer fasziniert. Er nahm an mehreren Jamboree’s teil und seine pfadfinderischen Kontakte reichten von USA über Malta bis nach Australien. Die internationale Jugendbegegnung war ihm ein besonderes Anliegen. So war es logisch, dass er 1982 der erste Landesbeauftragte für Internationales im Landesverband Bayern wurde und während der Weltkonferenz der Pfadfinderbewegung 1985 in München die Aufgabe des Organisators des touristischen Programms für die ausländischen Delegierten übernahm. Anlässlich der Weltkonferenz wurde auch eine Pfadfinderbriefmarke herausgegeben. Die Grundlage für das Motiv der Briefmarke bildete ein Photo von einer bayerischen PfadfinderInnengruppe, welches von Andi stammte. Da er neuen Entwicklungen im BdP immer aufgeschlossen war, war es für ihn selbstverständlich als einer der Gründungsstifter die Stiftung Pfadfinden des BdP zu unterstützen.

Lieber Andi wir wünschen Dir auf Deinem letzten Weg – Gut Pfad! Harald Rosteck

Rosteck, Harald

Erlangen

102
1957
Rothkegel, Andreas

Wolfsburg

331
Röttcher, Prof. Dr. Klaus

Suderburg

285
Röttgers, Dr. Jan

Hamburg

362
Rottok, Kajus

Bad Soden

93
Ruppersberg, Joschko

Basel

999
1989
Rupprecht, Hartmut

Lübeck

197
1932
Sabinski, Dr. Eike

Billerbeck

192
Sachs, Tobias

Düsseldorf

374
Sager, Hartmut

Bremen

392
1940
Salzmann, Detlev

Erlangen

117
1956
Sambale, Gerhard (Samba)

Niederwerrn

82
* 1931
2007
Im schlesischen Glogau erblickt Gerhard Sambale am 12. Juni 1931 das Licht der Welt und wächst dort bis 1946 auf. Als 15-jähriger kommt er über Österreich ins bayerische Murnau. Während seiner Gymnasiumszeit wird in Murnau der Stamm „Seeadler“ gegründet und Gerhard ist dort Wölflingsführer. Als Student widmet er sich der Roverarbeit. Von 1957 bis 1958 ist er Landeskanzler und von 1959 bis 1961 Landesfeldmeister des BDP für Bayern.

Später wird Gerhard im Pfadfinder-Fördererkreis Nordbayern e. V. aktiv und engagiert sich besonders bei den musisch-handwerklichen Treffen. Er übernimmt zeitweise auch den Vorsitz des Förderkreises, bis er dieses Amt aus gesundheitlichen Gründen wieder aufgeben muss. Mit der Stifternummer 82 ist Samba einer der ersten, der die Stiftung Pfadfinden unterstützen. Nach längerer Krankheit stirbt Gerhard am 26. Mai 2007 im 76. Lebensjahr.

Alle die ihn kannten, werden Gerhard für sein Engagement, seine Freund­schaft und Hilfsbereitschaft in der gemeinsamen Pfadfinderzeit in ehrender Erinnerung behalten."

Sander, Ferdinand

München

121
Sarfert, Dr. Dieter

Mainz

174
Sawitzky, Dieter (Westmann)

Nordenhamm

* 1933
2014
Westmann war in Pfadfinderkreisen bekannt für seinen Aufbau des Zentralarchivs der deutschen Pfadfinderbewegung, das er mit großem Engagement zusammen getragen hat und im September 1995 schweren Herzens an die Burg Ludwigstein ins Archiv der deutschen Jugendbewegung abgegeben hat.

Hannes Moyzes hielt anlässlich der Trauerfeier am 8.8.2014 im Namen der VDAPG und des AdJb folgenden Nachruf (in Auszügen):

„Seit Mitte der 50er Jahre hat es zwischen mir und Westmann zahlreiche Begegnungen und viele Anlässe zu einer freundschaftlichen und fruchtbaren Zusammen-arbeit innerhalb der Pfadfinderbünde gegeben.

Besonders eine Begegnung möchte ich hervorheben, weil es dabei für Dieter Sawitzky um einen Abschied ging, um einen Abschied von einem sehr wichtigen Teil seines Lebens. Es war am 22. Sept. 1995:

Fast der ganze Bestand des Zentralarchivs der deutschen Pfadfinderbewegung (ZAP) wird von Dieter Sawitzky, Hannes Moyzes und Dr. Mogge (vom Archiv der deutschen Jugendbewegung) in große Kartons verpackt. Diese werden den ganzen Tag durch drei „Männer für alles“ aus dem Dachgeschoß des Heimat-Museums in Nordenham heruntergetragen und in vier Bahn-Container eingeladen.

Dieter Sawitzky betrachtet den ganzen Tag alles wehmütig, denn für ihn geht damit ein wichtiger Lebensabschnitt zu Ende.

Seit 1967 hatte er das Zentralarchiv der deutschen Pfadfinderbewegung aufgebaut. Von dieser Aufgabe galt es nun Abschied zu nehmen, denn nach fast 30 Jahren waren die Bestände so stark angewachsen, dass weder Dieter Sawitzkys ehrenamtliche Tätigkeit für alle Aufgaben genügte, noch die Räume für die Unterbringung ausreichten. Außerdem sollten baldmöglichst die Räume von der Stadt neu an das Heimatmuseum vergeben werden.

Wenige Tage später kommen die Bahn-Container auf der Burg Ludwigstein in Witzenhausen (Hessen) an und 12 m³ bzw. 3 t Archivgut wird im Archiv der deutschen Jugendbewegung (AdJb) auf drei Räume verteilt.

Welche Dokumente hatte Westmann in Nordenham seit 1967 zum Themenbereich „Pfadfinder-Bewegung in Deutschland seit 1911“ sammeln können?

Es ging um Schriftgut (Akten, Korrespondenzen), Berichte, Chroniken, Jubiläumsschriften, Zeitschriften, Gruppenzeitungen, Fahrtenberichte, Fotos, Foto-Alben, Dias, Filme, Videobänder, Schallplatten, Tonbänder, Bücher, Abschlussarbeiten, Zeitungsausschnitte, Pfadfinder-Briefmarken, Objekte, Gegenstände: Pfadfinder-Abzeichen, Pfadfinder-Tracht, Wimpel, Fahnen, Fahrten-Gerät und -Ausrüstung, Werk- und Kleinkunst-Gegenstände.*

Welche Aufgaben hatte Westmann während der fast 30 Jahre wahrgenommen? Er betätigte sich als Sammler und Archivar, Wegweiser und Führer durch das Archiv: „Findbuch“ Westmann, Chronist und Dokumentar, dokumentarischer Fachjournalist (ca. 400 Artikel in Pfadfinder-Zeitschriften). …

Eine Riesenaufgabe hatte Westmann mit dem Aufbau des ZAP in Angriff genommen und fast drei Jahrzehnte bewältigt. Dazu gebührt ihm ein bleibendes Gedenken!

Hannes Moyzes

Schäfer, Prof. Dr. Hans-Peter

Ahrensburg

428
Schall, Franz Albrecht (Sonus)

Postmünster

60
* 1913
2001
Am 15. September 2001 ist Sonus (Franz Albrecht Schall) für immer von uns gegangen. Sonus wurde am 22. Januar 1913 in Altenburg/Thüringen geboren und verbrachte dort auch seine Kinder- und Jugendzeit. 1932 legte er sein Abitur ab. Im Anschluss absolvierte er eine dreijährige Lehre als Schreiner um danach an der Universität Jena für das Lehramt an Berufsschulen zu studieren. Mit Auszeichnung schloss er 1937 sein wissenschaftliches Studium ab. Sonus war Kriegsteilnehmer und wurde auch verwundet. Nach dem Krieg verschlug es ihn als Berufsschullehrer für Schreiner zunächst nach Stade. 1951 wechselte er nach Rothenburg ob der Tauber, wo er bis zu seiner Pensionierung an der dortigen Berufsschule tätig war. Bereits 1925 trat Sonus als Zwölfjähriger den Neupfadfindern bei. In den dreißiger Jahren kam auch er,wie viele andere Jugendführer, zur Hitlerjugend. Kurz nach dem Krieg suchte er bald wieder Kontakt zu den Pfadfindern und gehörte zu den ersten Mitgliedern des neugegründeten Bund Deutscher Pfadfinder. Aktive Gruppenarbeit betrieb Sonus in Mittelfranken als Stammesführer und Gaufeldmeister. Sehr früh engagierte er sich auch auf Bundesebene. Viele Jahre war er Mitglied der Bundesführung unter Kajus Roller. Als Bundesbeauftragter für Werken führte er zahlreiche Werklager auf Bundes-, Landes- und Stammesebene durch. Er etablierte das Werken, mit der Vermittlung handwerklicher Grundfertigkeiten, als tragende Säule der musischen Bildung im BDP. Vielen Ältern im Bund ist er in diesen Zeiten ein besonderer Weggefährte gewesen. Aber auch im Schrifttum des Bundes (Jungenleben und Briefe) hat sich Sonus mit vielen Beiträgen eingebracht und zu Wort gemeldet. Im Jahre 1978 stieg er als bereits 65-jähriger noch einmal ganz aktiv in das Projekt "Obermeierhof" ein. Er war maßgeblicher Mitarbeiter beim Konzept "Musische Bildungs- und Begegnungsstätte Obermeierhof". Mit großem persönlichem Einsatz vermittelte er auch viele Privatspenden für den Ausbau des Hofes. Seine letzten Jahre verlebte Sonus in einem Altenheim in Niederbayern, wo er dann auch verstarb. Sonus widmete sein ganzes Leben der jungen Generation. Sowohl als Lehrer wie auch als Pfadfinderführer engagierte er sich für die Belange und Interessen junger Menschen. Dabei ging es ihm immer um den ganzen Menschen (Kopf, Herz und Hand). Ihm war der direkte Kontakt, das persönliche Gespräche und das gemeinsame Tun ganz besonders wichtig. Sein Einfühlungsvermögen, die Fähigkeit zuhören zu können, seine hohe fachliche Kompetenz und sein besonderer Humor haben bei vielen Menschen, denen er in seinem Leben begegnet ist, sehr positive Eindrücke und dankbare Empfindungen hinterlassen. Er war ein begnadeter Pädagoge. Die Aufforderung von Baden Powell "Verlasse die Welt ein Stück besser als du sie vorgefunden hast" war ein wesentlicher Ansporn für sein jahrzehntelanges nimmermüdes Wirken und Schaffen. Helmut Reitberger, aus: Neue Briefe 95
Scheel, Wolfgang

Lübeck

150
Schertler, Thomas

Ulm

224
Scherzer, Rainer

Bischberg

272
Schießl, Eike

Groß Meinsdorf

167
Schik, Elke

Raisdorf

170
1939
Schimmelpfennig, Michael

Hanau

371
1971
Schlaak, Detlef

Bargteheide

95
1964
Schlachter, Thorsten

Gondelsheim

406
Schläfke, Christiane (Chris)

Berlin

323
* 1944
2012
Chris wurde 1944 geboren. Bedingt durch den Krieg und die Nachkriegszeit wuchs sie in einem sehr schwierigen Umfeld auf. Der Vater war TBC-krank und daher arbeitsunfähig. Die Mutter mußte als Erzieherin oft bis in den späten Abend arbeiten. Somit mußte Chris frühzeitig die Verantwortung für den Haushalt und ihre beiden jüngeren Brüder übernehmen. Um finanziell unabhängig zu werden, verließ sie nach der elften Klasse das Gymnasium und besuchte eine zweijährige Wirtschaftsschule. Ihr Berufsleben begann zunächst bei einer kleinen Bank. Dort geriet sie zufällig in den Grundstücksbereich. Das war dann bestimmend für ihren weiteren Berufsweg als Hausverwalterin und später Sanierungsberaterin. Diese Tätigkeit bereitete ihr viel Freude, denn helfen zu können war ihr immer ein großes Anliegen. Die Musik war ein Hobby von ihr. Erst sang sie im Schulchor des Gymnasiums, dann war sie lange Zeit im Berliner Mozartchor, bis sie schließlich Mitglied des Berliner Oratorienchors wurde.

Zu den Pfadfindern kam sie 1968 durch ihren Bruder Peter. Sie engagierte sich in der Kinder- und Juniorenarbeit und sie wurde der Motor der sehr guten Singegruppe des Stammes. Ein weiteres Hobby waren ihre vielen Auslandsreisen, sowohl mit den Chören als auch mit den Pfadfindern.

Ihr eigentlicher Berufswunsch war es Lehrerin zu werden. Da die Umstände es nicht erlaubten, konnte sie aber im Ruhestand einiges nachholen. Sie wurde Lesepatin in zwei Berliner Schulen und gab mehreren Kindern Nachhilfeunterricht.

Leider riß sie im Februar 2009 ein Schlaganfall aus ihrem stets aktiven Leben. Rechtseitig bewegungseingeschränkt und auf den Rollstuhl und die Hilfe Anderer angewiesen, verbrachte sie den letzten Abschnitt ihres Lebens in einem Pflegeheim. Am Tag nach ihrem 68. Geburtstag verstarb sie.

Schleich, Bernd

Idar Oberstein

380
3000
Schlosser, Andreas

Siegen

522
1960
Schmeißer, Adolf (Alo)

Mülheim

35
* 1940
2000
Alo Schmeißer ist auf die letzte Fahrt gegangen. Er wurde am 11.4.40 im südböhmischen Strakonitz (Strakonice) geboren, dort wo auch Franz Kafka öfters bei seinen Verwandten zu Besuch war. Das Schicksal brachte seine Familie in das bayerische Erding. Dort machte Alo eine Lehre als Fotokaufmann, ging aber später zur Luftwaffe. Im August 1956 trat er dem BDP bei und wurde bald Stammesführer der "Stauffen". Im November 1964 erhielt er das Feldmeisterpatent Nr. 347. Unter besonderen Fähigkeiten sind Fotografie, Geschichte und Werkarbeiten aufgeführt. Darüber hinaus beschäftigte er sich später intensiv mit Archäologie.

Mit dem Stamm Burgund baute er den Zeltplatz "Kieferngrund", 1 km von der Autobahnausfahrt Langenbruck entfernt, auf. Auf dem Platz stehen drei Blockhütten mit 60 Betten zur Verfügung. Auch in der Altpfadfindergilde war Alo eine zeitlang aktiv. Er war Vorsitzender der Bayerngilde und von 1986 an amtierender Vorsitzender des Verbandes Deutscher Altpfadfinder-Gilden (VDAPG). Am 10. Oktober 1987 wurde er in Sieber/Herzberg zum 1. Vorsitzenden des VDAPG gewählt und hatte dieses Amt bis zu seinem Rücktritt am 20.4.1995 inne. Er hat das Woodbadge (BdP Nr. 20), gehörte dem "Freundeskreis Lilienwald" an und war einer der ersten bei der Stiftung Pfadfinden (Nr. 35).

Als Hauptmann der Luftwaffe ging Alo dann 1993 in den Ruhestand. Seit etwa vier Jahren wusste er von seiner Krankheit, die letztlich auch zum Tod führte . Zwar zog er sich von vielen Aktivitäten zurück, hielt aber zum Freundeskreis Lilienwald noch engen Kontakt. Den Hinterbliebenen gilt unsere herzliche Anteilnahme. Jürgen W. Diener (Umba), aus: Neue Briefe 89
Schmid, Martin

Karlsruhe

526
1985
Schmidt, Anna-Lena

Münster

541
1989
Schmidt, Dr. Detlef

Oldenburg

440
Schmidt, Ingeborg

Oldenburg

135
Schmidt, Marike (Schnecke)

Münster

579
1995
Schmidt, Wolfgang

Münster

343
Schmoeckel, Dr. Reinhard

Dortmund

176
Schmoeckel-Saglam, Elisabeth

Dortmund

71
1958
Schneider, Anna Maria

Altforweiler

352
Schneider, Simon

Karlsruhe

508
1984
Schnoor, Arne

Hannover

528
1983
Schoeler, Elsa

Karlsruhe

472
2005
Schoeler, Else

Karlsruhe

200
* 1910
2004
Frau Else Schoeler wurde am 11.4.1910 geboren und verstarb am 25.10.2004.
Obwohl Else Schoeler selbst nie Pfadfinderin war, lagen ihr die Pfadfinder sehr am Herzen, zumal ihre Jungs viel Zeit mit den Pfadfindern verbrachten. So half sie überall mit, ob es das Backen eines Kuchens eine Veranstaltung war, oder ob beim Elternabend Hand anzulegen war. So fühlte sie sich als Mutter von Pfadfindern der Idee immer sehr verbunden und hat diese Verbundenheit in praktische Hilfe umgesetzt. In den Aufbauanfängen des Pfadfinderzentrums Raumünzach (Landesbildungsstätte des LV Baden-Württemberg) half sie ebenfalls mit, sowohl finanziell als auch durch ihre Mitarbeit.

Else Schoeler war sie immer bereit dazu, wenn ihre Unterstützung benötigt oder angefragt wurde. So war es für sie selbstverständlich sich auch in der Stiftung Pfadfinden zu engagieren. Als 200. Stifterin war sie die älteste Stifterin der Stiftung Pfadfinden.

Schoeler, Enver

Karlsruhe

471
1974
Schoeler, Erion

Karlsruhe

649
2007
Schoeler, Ezard

Karlsruhe

49
1938
Schoeler, Ezard, Geburtstagsstiftung 75. Geburtstag

Karlsruhe

529
Schoeler, Ledion

Karlsruhe

650
2016
Schoeler, Leonis

Karlsruhe

473
2011
Schöllhammer, Dr. Lutz

Worms

118
1960
Scholze c/o R. Langhans, Ronja

Marburg

666
2013
Schönherr, Annika (Krake)

Hamburg

682
1991
Schröder, Ralf-Georg (Duden)

Bad Herrenalb

464
1985
Schröder, Sinikka

Hamburg

586
1975
Schudy, Dr. Jörg

Buseck

107
1959
Schulz, Astrid

Oerlinghausen

623
1969
Schumacher, Jens

Oldenburg

572
Schütte, Jan

Oldenburg i.Old.

487
1974
Schütt, Ernst

Itzehoe

38
Schütt, Jo

Itzehoe

37
1939
Schütt, Tillmann

Itzehoe

510
1965
Schwerdtfeger, Dietmar

Berlin

202
1943
Schymura, Heinz-Friedrich

Brüssel

140
Seelbach, Björn

Bonn

14
1969
Seelbach, Dr. Jörg

Königswinter

51
Seemann, Gert

Aidlingen

560
1952
Senft, Jochen

Ascheffel

188
* 1929
2012
Jochen Senft (1929 – 2012) kam im Jahr 1947 zu den Pfadfindern. Er war einer von vielen Jungen, die dort - kurze Zeit nach dem Krieg, heimatvertrieben und in einer Familie ohne Vater - Freundschaften und ein Feld mit emotionaler Sicherheit suchten und fanden.

Das Singen in Gruppen sprach seine musischen Neigungen an und der pfadfinderische Grundsatz „Der Starke schützt den Schwachen“ war für ihn eine überzeugende Alternative zu den menschenverachtenden Haltungen, die er in der Nazi-Zeit kennen gelernt hatte. Das Studium der Theologie befähigte ihn, auch gegenüber der Praxis in manchen Pfadfindergruppen im Bund Deutscher Pfadfinder (BDP) eine kritische Distanz zu halten. Jochen erlebte die an der Erfahrung orientierte angelsächsische Pfadfinderpraxis, für die englische Jugendoffiziere nach 1945 warben, als Befreiung und er wehrte sich gegen die als restaurativ empfundene Bestrebungen, die Pfadfinderei mit idealistischen deutschen Traditionen zu durchdringen.

Auch nach seiner Ordinierung als evangelischer Pastor engagierte sich Jochen im BDP – zunächst Ende der 50-er Jahre als Bundesbeauftragter (BB Liedgut). Schon damals warb er dafür – durchaus nicht immer erfolgreich - in den Gruppen des BDP authentische Lieder zu singen. Ihm waren Lieder wichtig, deren Texte ein erwachsener Mensch ohne Scham singen konnte und die musikalisch dem weit verbreiteten Sound in Jugendherbergen überlegen waren. Zum Beispiel war das Lied von der weißen Nacht, über der hoch der Große Bär steht, für Jochen nicht akzeptabel; dagegen begeisterte ihn die Geschichte von dem Jungen avec que la Marmotte.

Von 1961 bis 1966 war Jochen als Bundesfeldmeister des BDP verantwortlich für den Wandel des BDP vom improvisierten Jugendbund der Nachkriegszeit zu einem beständigen Jugendverband in einer veränderten Gesellschaft. Berührungsängste vor der gesellschaftlichen Wirklichkeit kannte er nicht; Jochen vertrat das Konzept eines Pfadfinderbundes mit eigenem Erziehungsauftrag neben Elternhaus und Schule. Inhaltlich stand dieses Programm unter dem Titel „Der BDP verwirklicht das Sippensystem“. Viele Führer, die zu Beginn der 60-er Jahre ihre Berufsausbildung oder das Studium abgeschlossen und die aktive Gruppenleitung im BDP eigentlich schon beendet hatten, konnte er damit begeistern und reaktivieren. In seiner Zeit als Bundesführer entwickelte der BDP neue Formen der politischen Bildung mit pfadfinderischen Methoden und er bekam dafür öffentliche Anerkennung, so z. B. von Willy Brandt und von der Theodor-Heuss-Stiftung. Auch auf dem Gebiet der musischen Erziehung gab es positive Entwicklungen mit öffentlicher Anerkennung. „Der Sturm“ von Shakespeare, durch Pfadfinder im Bundeslager 1966 in Forchheim aufgeführt, war ein Highlight. Die verbandsinternen Strukturen wurden in der Verantwortung dieses Bundesfeldmeisters modernisiert: Der BDP wurde demokratischer, durch die Abschaffung der ständischen Repräsentanz der Feldmeister, und er wurde professioneller nach der Einstellung von Hauptamtlichen, wie Bildungsreferent Moritz von Engelhardt und Bundessekretär Detlef Dzembritzki

Als die Studentenbewegung der später sog. 68er auch im BDP zunehmend aktiv wurde, war das nicht mehr Jochens Sache; er trat resigniert vom Amt des Bundesfeldmeisters zurück. In den folgenden Jahren wirkte er als Standortpfarrer für die Marine in Eckernförde, wo er seine Neigung zum Chorsingen in den Aufbau eines Chores für junge, wehrpflichtige Soldaten einbringen konnte. Sein Liederbuch „Gospels, Shanties & Folklore“, ursprünglich von ihm als Liederbuch des BDP geplant, fand eine sehr weite Verbreitung mit einer Gesamtauflage von 148.000 Exemplaren. Daraus entwickelt sich später seine Initiative zum Offenen Singen auf dem Aschberg in den Hüttener Bergen zwischen Rendsburg und Eckernförde, der von Jahr zu Jahr mehr Menschen und schließlich Hunderte begeistert folgten.

Der Pfadfinderei blieb er verbunden durch die Pflege alter Freundschaften und durch die theoretische Beschäftigung mit ihren geistigen Grundlagen. Jochen studierte die Schriften von Baden-Powell und suchte nach den Möglichkeiten, um die dortigen Hinweise aus den 20er und 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit ihren starken Bezügen auf englische Verhältnisse in der heutigen Zeit und in Deutschland anwenden zu können. Ein Ergebnis war sein Buch „Pfadfinder – Der Zeit voraus“, erschienen im Jahr 2001. Seinem hartnäckigen Drängen ist es auch zu verdanken, dass der vdL-Verlag in Wesel im Jahr 2007 Tim Jeals Biographie „Baden-Powell – Gründer der Pfadfinderbewegung“ in deutscher Sprache veröffentlichte – leider erst 18 Jahre nach dem Erscheinen des englischsprachigen Originals, aber immerhin.

Die Stiftung Pfadfinden unterstütze er als Unterzeichner des Stiftungsaufrufs, durch eigene finanzielle Beiträge und durch seine Kompetenzfelder im NETZWERK PFADFINDEN. Dieses Beispiel des ehemaligen Bundesfeldmeisters haben sicherlich auch andere frühere BDPer für diese Stiftung eingenommen und angeregt, ihre fortbestehende Verbundenheit mit den Pfadfindern hier festzumachen.

In den letzten Jahren seines langen Lebens trennte sich Jochen immer mehr von den gerade in Deutschland weit verbreiteten Versuchen, das Zusammenleben der Menschen an Prinzipien zu orientieren und nach gedanklichen Systemen zu ordnen. Die Beziehungen zwischen Menschen wurden für ihn immer wichtiger. Diese sah er in den Liedern, die in seinen Büchern zu finden sind, behandelt; diese fand er bei den Pfadfindern gepflegt, bei denen schon der besondere Gruß symbolisiert, dass der Starke den Schwachen schützt und die Pflege dieser zwischenmenschlichen Beziehungen formulierte er am Ende mit Bezug auf Baden-Powell als seinen Sinn des Lebens: Glücklich sein und andere glücklich machen.

Bei der Trauerfeier für Jochen Senft am 27. April 2012 sangen die anwesenden Pfadfinder vor und mit der großen Gemeinde aus seiner Familie, seinen Verwandten, Nachbarn, den Chorsängern und ehemaligen Kollegen das Abschiedslied und betonten - ganz im Sinne von Jochen Senft, dem Pfadfinder, evangelischen Pastor und Chorleiter:

„Der Himmel wölbt sich übers Land,
ade, auf Wiedersehn.
Wir ruhen all’ in Gottes Hand,
lebt wohl, auf Wiedersehn“

Jochen Senft war für manche Zeitgenossen auch ein unbequemer Mensch. Er „stand“ gegen die von ihm als unmenschlich erlebte Behandlung von Kindern und Jugendlichen in der Staatsjugend vor 1945. Er stand gegen alle Tendenzen, auch Unsinniges aus der Bündischen Jugend in den BDP zu übernehmen. Er stand gegen Entwicklungen in der Bundeswehr, Rekruten per Gammelei verwahrlosen zu lassen. Er stand gegen alle Versuche bei den 68ern, Andersdenkende durch Ausgrenzung zu diffamieren. Er stand gegen das anspruchslose Singen von sogenannten Fahrten- und Wanderliedern und er stand gegen die sehr deutsche Tradition, die Gestaltung der Beziehungen zwischen Menschen mit der Anwendung von Prinzipien zu verwechseln. Das alles hätte er manchmal in einer weniger ausgeprägten „pastoralen“ Sprache und in einer verbindlicheren Form machen und dadurch vermutlich eine noch größere Wirkung erzielen können – aber er hat sein Bestes getan; und um die Pfadfinder in Deutschland hat er sich verdient gemacht.

Heinz Henke

Senft, Jochen, Erinnerungsstiftung

486
Siebertz, Eva

München

79
Siepmann, Andrea

Stuttgart

402
Siguda, Steffen

München

39
Singekreis NRW BDPinnen,

Köln

514
Sippe Antares, Stamm Raugrafen Simmern,

Biebern

437
1960
Sitte, Dr. Thomas

Fulda

158
Skowronek, Karen

Karlsruhe

123
Slodowy, Tiemo

Frankfurt a.M.

44
Sparing, Rolf K.

Düsseldorf

507
1962
Spatz, Gertrud und Walter

Uelzen

434
Speich, Richard

Bad Homburg

76
Staebler, Christiane & Michael

Weilheim

545
Stammtisch Stamm Norwing, Reinbeck,

Hamburg

456
Stattek, Tanja

Unterschleißheim

597
Stefan, Frank

Berlin

396
Stegmaier, Sebastian

Dresden

415
Steinmetzger, Philipp

Köln

636
Steinwachs, Manfred

Berlin

227
Stelter, Anna

Bonn

369
1975
Stelter, Florian

Bonn

213
1970
Stelter, Janina

Bonn

633
Stelter, Lotta

Bonn

635
Stelter, Paula

Bonn

634
Steudel-Schult, Christian

Verden

259
Stiefel, Fjonn

Heidelberg

645
2017
Stiefel, Majvi

Heidelberg

644
2017
Stiefel, Samuel

Heidelberg

400
Stiefel, Samuel, Geburtstagsstiftung

461
1971
Stietenroth, Jobst

Goslar

273
Stock, Wolfgang

Leverkusen-Opladen

306
Stoffel, Christian und Freunde

275
Stoltenberg, Clemens

Wentorf

686
1965
Stolzenberg, Florian

Leinfelden-Echterdingen

504
1984
Störmer, Dorothe

Windhoek, Namibia

175
Strudthoff, Enno

Berlin

599
Stukenberg, Dr. Horst

Bad Harzburg

193
1933
Suckfüll, Joachim

Ellerau

325
Tappeiner, Hans

Erlangen

364
Tautorat, Inga

Hamburg

662
1980
Tautorat, Norbert (Zwecke)

Bochum

40
1946
2018
Karin Dittrich-Brauner, Vorsitzende der Stiftung Pfadfinden erinnert an Norbert Tautorat, bei den Pfafdindern als Zwecke bekannt.

Vor dieser Trauerfeier habe ich mit vielen Freunden und Weggefährten von Zwecke gesprochen. Nachgefragt, wie er war, welche gemeinsamen Erlebnisse es gibt. Alles was ich erfahren habe, hat auch mein Bild von Zwecke bestärkt. Vor allem war Zwecke technisch und handwerklich sehr versiert. Immer orientiert am praktischen Nutzen. Wenn er sich etwas vorgenommen hatte, war er zupackend und brachte die Dinge zu Ende.

So kennt ihn auch der Stamm Nordlicht aus Castrop-Rauxel. 1962, im Alter von 16 Jahren wurde Zwecke Pfadfinder. Aus der ganz frühen Zeit weiß ich wenig, aber recht schnell taucht in den Chroniken und den Schilderungen von Freunden der Begriff K14 auf. Angelehnt an die Kommunen in den 60er Jahren gründete sich rund um das Pfadfinderheim die Kommune 14. K14 baute das Pfadfinderheim aus, K14 organisierte Pfingstlager, K14 fuhr nach Rumänien, K14 veranstaltete Lager für benachteiligte Jugendliche. Ein herausragendes Projekt von Zwecke und Freunden waren die Castroper Werkstattgespräche mit einem breiten Themenspektrum von Karte, Kochen, Kompass bis zu Neofaschismus.

Zwecke übernahm Verantwortung im Landesverband Nordrhein-Westfalen. Zunächst war er in der Landeswölflingsmannschaft aktiv, organisierte Pfingstlager und kümmerte sich um die Ausbildung. Als Landesbeauftragter für die Pfadfinderstufe brachte er sein breites handwerkliches Können ein. Profi, Renate Voss, erinnert sich: „Ich habe mit Zwecke gemeinsam viele spannende Aktivitäten für den Landesverband auf die Beine gestellt. Zwecke war zuverlässig, offen und immer klar heraus. Er nannte mich gerne die "Landesnervensäge".“

Wichtige Stationen von Zwecke waren die großen Lager. Die Jamborees 1975 in Norwegen. 1983 in Kanada. 1987 in Australien. 1991 in Korea.

Zwecke war immer wieder verantwortlich für wichtige Bereiche in den Bundeslagern. In Haselünne 1985 organisierte er das Programm für alle 3000 Teilnehmenden. Das Handwerkerlager 1981 in Westernohe war natürlich total sein Ding. Hajo, Hansjörg Hornauer erzählt: „Nie werde ich vergessen, wie er dem Jungen im Bundeslager in Westernohe 1981, die auf den Finger gesteckte Eisenbahnschwellenmutter von eben diesem Finger gesägt hat, ohne, dass der Finger dabei drauf ging. Aber so war er eben: schnell, reaktionsschnell, zupackend, nicht lange faselnd, konsequent und - vor allem - immer in die Zukunft schauend, nie zurück. Fehler von gestern interessierten ihn nicht.“

In den 1980er Jahren engagierte sich Zwecke in der Bundesleitung des BdP als Bundesbeauftragter für die Pfadfinderstufe. Aber auch außerhalb von Funktionen war Zwecke im gesamten Bund aktiv. Er half an vielen Stellen mit, brachte seine Ideen und sein handwerkliches Geschick ein. Ich persönlich bin Zwecke immer wieder begegnet. Bei Ausbildungskursen, die Hessen gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen veranstaltete, bei Gilwellkursen, in Bundeslagern. Er gehörte für mich bei Pfadfinderveranstaltungen einfach dazu.

Besonders angetan hatten es Zwecke die Zelte mit Feuer. 1989 gründete er „die Jurte“, seine eigene Firma in die er sein gesamtes Know-How rund um Zelte einbrachte. Ralph Fröhlich von Jurtenland schreibt über Zwecke: „Norbert Tautorat beschäftigt sehr intensiv mit hochwertigem Zubehör für den Bau von Jurten und Kohten. Zu seinen Erfindungen zählen einfache Dinge, die das Leben als Jurtenbauer leichter machen.“

Über den Freundeskreis „Märchenjurte“ eröffnete sich für Zwecke noch einmal ein ganz neues Feld. Er stellte nicht nur die passenden Zelte auf, er beschäftigte sich auch intensiv mit den Märchen und den Erzählungen.

Björn Seelbach berichtete über die Zeit mit den Märchenerzählern: „Später unterstützte Zwecke mit seinen Jurten und fleißigem Mittun die Märchenjurten bei den Kongressen der Märchengesellschaft. Es waren immer besondere Fahrten dorthin, gute Gespräche und raffiniertes und kultiviertes Zelten und Lagern.“

1998 gründeten wir die Stiftung Pfadfinden. Beim Bundeslager in Cottbus war Zwecke dabei und machte Mut für dieses Vorhaben. Denn es war ein Projekt ganz in Zweckes Sinne, langfristig gedacht und die Zukunft der Pfadfinderinnen und Pfadfinder im Blick. Zwecke engagierte sich als Gründungsstifter mit der Stifternummer 40. Er engagiert sich im Kuratorium der Stiftung und nahm an den jährlichen Treffen teil. Viel entscheidender aber war Zweckes Engagement, wenn es etwas praktisch zu tun gab. Zwecke organisierte die Zelte für den Stiftungstag. Zwecke kümmerte sich zusammen mit Helga um die Verpflegung der Stiftungsgäste im Bundeslager. Zwecke sorgte dafür, dass es nicht reinregnete, dass Tische und Bänke vor Ort waren. Zwecke besorgte das Material für Workshops. Zwecke hatte immer das passende Werkzeug zur Hand.

Das könnte jetzt den Eindruck vermitteln, dass Zwecke sich nur für Praktisches interessierte. Das Gegenteil ist der Fall. Zwecke war sehr belesen in ganz unterschiedlichen Richtungen, Völker und Kulturen, Märchen, Feuer, Zelte, Toilettenkultur und natürlich Pfadfinderisches in jeder Hinsicht.

Und Zwecke schrieb auch. Er veröffentlichte sein Feuerbuch unter dem Titel „Mythen, Sagen, Märchen, Wirklichkeiten – Wie das Feuer zu den Menschen kam“. Im zweiten Geschichtenbuch der Stiftung Pfadfinden schrieb Zwecke über seine Aktivitäten in den 70er Jahren. Er hatte mit Hilfe des Schrottplatzes der Fa. Mannesmann einen Traktor und einen Schaustellerwagen zusammengebaut.

„Da komme ich nun um die Ecke auf das Pförtnerhaus zugetuckert mit Spitze 18 km/h. Der Pförtner starrt mich an und greift zum Telefon. Ich sehe, wie er eine Nummer nach der anderen anwählt. Was er in den Telefonhörer sagt, kann ich mir schon denken… „Hömma, der Bekloppte mit den Trecker is da, dat musse einfach sehn“. Selten standen so viele Leute im Hof.“

Dieses Zitat von Zwecke zeigt, mit ihm konnte man immer etwas Außergewöhnliches erleben.

Wir danken Zwecke für sein pfadfinderisches Lebenswerk. Ich sage dies ausdrücklich im Namen

• des Bundesvorstandes des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder,
• und im Namen des Vorstandes und Kuratoriums der Stiftung Pfadfinden.

Liebe Familie, liebe Freunde, wir trauern mit Ihnen, mit euch, um einen ganz großen Pfadfinder. Gut Pfad, Zwecke.

Tautorat, Silke (Minni)

Bensheim

258
1973
Thelen, Jürgen

Mainz

85
1967
Thiel, Arthur A.

Sankt Augustin

41
1936
Thiel, Rainer

Swisttal

412
1937
Thiel, Rainer, Geburtstagsstiftung

658
Tietze, Jürgen

Siegen

225
Timon, Maisa

Kiel

561
1970
Tippel, Georg K.

Karlsruhe

64
Treiber, Familie

Stuttgart

450
Tschirner, Olaf

Lübeck

190
Ullrich, Susanne

Schwalbach

430
1970
Ullrich, Tim und Susanne

Jever

420
Ullrich, Wolfgang

Jever

50
Ungruh c/o FBM GmbH persönlich, Thomas

Frankfurt am Main

338
Uppendahl, Wilhelm

Norderstedt

385
van Lengen, Dr. Haiko

Wennigsen

277
1972
Veeck, Willi

Idar Oberstein

447
* 1912
2011
Willi Veeck war nie aktiver Pfadfinder. Als gelernter Werkzeugmacher fand er nach der Wirtschaftskrise der Dreißiger Jahre in seiner Heimatstadt Idar-Oberstein keine Beschäftigung mehr und zog nach Berlin. Der passionierte Sänger war hier in großen Chören bis in die frühen 50er Jahre im kulturellen Leben engagiert. Nach seiner Rückkehr in die Heimat im Jahr 1953 fand er als Arbeitskollege von Hans Schleich den Kontakt zu den Pfadfindern, die ab 1961 ältere Mitglieder, Freunde und Eltern in einem Fördererkreis zu organisieren suchten, um den damals schwächelnden Stämmen einen Rückhalt zu geben. Nach dem Tod von Hans Schleich gehörte Willi Veeck ab 1965 viele Jahre lang zum Komitee des Kreises, der bald rund 100 Mitglieder zählte und regelmäßig Wanderungen, Tagesfahrten und mehrtägige Studienfahrten anbot, wobei die aktiven Pfadfinder stets einbezogen waren.

Ab 1976 half Willi Veeck mit beim Ausbau des Lehrgangs – und Freizeitzentrums Achtelsbach. Bis kurz vor seinem Tod nahm er hier an zahllosen Arbeitseinsätzen teil, aber auch an geselligen Runden im Kreis alter und junger Pfadfinder. Er unterstützte mehrere Tschernobyl-Aktionen des Stammes. Selbstverständlich besuchte er das Bundeslager in Buhlenberg und wurde anschließend Stifter, indem er zu seinem 98. Geburtstag um entsprechende Spenden bat. 50 Jahre hat Willi Veeck die Idar-Obersteiner Pfadfinder begleitet und unterstützt. Wir haben die Trauerfeier am 5. März 2011 gestaltet und Abschied genommen von einem zuverlässigen Freund und Weggefährten. (Bernd Schleich)

Verband Deutscher Altpfadfindergilden e.V.,

Saarlouis

267
Verein der Freunde des Lions Club Vortaunus,

Bad Soden/Ts

677
Vogtland, Ulrich

Wachenroth

445
Voigts, Dr. Bernhard

Leer

105
Voigts, Dr. Ute

Leer

106
Vollbrecht, Rosemarie

Nidderau

344
Vollmeyer, Gerda

Bremen

574
1945
Vollmeyer, Simon

Berlin

548
Vollmeyer, Werner

Bremen

506
von der Linden, Herbert

Wesel

212
1931
von der Linden, Marga

Wesel

377
1934
von der Ohe, Henning

Halstenbek

399
von Hase-Koehler, Klaus Konrad (Yogi)

Karben-Pettreweil

524
* 1945
2015
Yogi ist nach Hause gegangen.

Während seiner Schulzeit in den 1960er Jahren lernte Yogi die Pfadfinderei kennen und lieben. So wurde er Gründungsmitglied und Siedlungsführer eines CP Stammes in dem christlichen Internat in Rimbach im Odenwald, an dem er seine Oberstufenzeit verbrachte. Den Stamm gibt es heute noch immer. Aus dieser Zeit stammt auch sein Pfadfindername Yogi.

Nach dem Abitur wurde es pfaditechnisch erstmal für einige Jahre ruhiger. Dies änderte sich wieder, als Yogis Kinder Anfang der 1990er Jahre in Petterweil zum BdP dazu stießen. Er lernte Umba kennen und dieser reaktivierte ihn. Yogi wurde fortan aktiver Altpfadfinder „Eule“ beim Stamm Grauer Adler und engagierte sich im Förderverein des Lilienwaldes. So kam beispielsweise dank seiner Kontakte und Tatkraft 1994 die allererste Stammesbegegnung zwischen polnischen Pfadfindern und einem BdP Stamm im Lilienwald zustande. Seit 2013 besuchte Yogi den Stiftungstag auf dem Bundeslager in Immenhausen und lies sich von der Stiftungsidee anstecken. Er wurde Stifter mit der Nummer 524

Bis ihn seine Kräfte verließen, blieb Yogi eine aktive Eule und fand in den letzten Jahren große Freude in der Verteilung des Friedenslichts.

von Oettingen, Roland

Husby

389
von Polenz, Florian

Steingaden

539
1972
von Prondzynski, Ferdinand

Feldafing

92
von Stemm, Hanna

Schonach

655
2004
von Stemm, Henning

Schonach

654
2000
von Stemm, Johannes

Schonach

10
1966
von Stemm, Vera

Schonach

299
von Waldeyer-Hartz, Nina

Heilbronn

290
von Waldeyer-Hartz, Nina & Götz

Heilbronn am Neckar

216
Voss, Ingeborg

Düsseldorf

282
* 1913
2007
Ingeborg Voss, geb. Herrtwich, die am 27. 10.2007 in Düsseldorf verstorben ist, war seit 2004 unsere Stifterin Nr. 282. Am 11. November 1913 geboren, erlebte sie als Jugendliche eine intensiv von der Jugendbewegung geprägte Zeit. Sie ließ sich davon anstecken und gründete im Alter von 16 Jahren in ihrer Heimatstadt Viersen eine eigene Gruppe im Bund Deutscher Pfadfinderinnen. Ihren 5 Kindern hat sie später viel davon erzählt, oft auch von der damaligen Bundesführerin Katharina Herrtwig, genannt Erda. Die Kinder wurden ermutigt, sich einer Pfadfinder- oder Wandervogelgruppe anzuschließen. Dazu schreibt die Tochter Renate (auch unter dem Pfadfindernamen Profi bekannt): „Beide Eltern interessierten sich immer lebhaft für unsere Aktivitäten in den verschiedenen Gruppen; klar dass wir jede Fahrt, jedes Lager mitmachen durften, wenn wir dies wünschten. Unsere Familie hat immer gemeinsam viel gesungen, selbstverständlich auch die vielen Fahrtenlieder, Vater spielte dazu Gitarre...So sind wir in einer jugendbewegt geprägten Familienatmosphäre aufgewachsen.“ Da lag es auf der Hand, dass sich Ingeborg Voss auf Vorschlag ihrer Tochter entschloss, noch im hohen Alter unserer Stiftung beizutreten, um so den Bestand der Pfadfinder über den Tag hinaus sichern zu helfen.
Voss, Dr. Renate (Profi)

Düsseldorf

11
1939
Voßen, Frank

Bonn

46
1967
Wagemann, Fritz

Bergen

81
* 1913
2002
Fritz Wagemann wurde am 10. 05. 1913 in München geboren. Er war Schüler der Rupprecht Oberrealschule (heute Rupprechtgymnasium) in München.
Sein Lehrer für Mathematik und Naturwissenschaften Franz Paul Wimmer (1878 - 1966) "keilte" ihn für den 1. Münchner Pfadfinderzug (1. MPZ). Im Oktober 1926 wurde er dort Mitglied.

Wimmer hatte am 25.09.1909 an seiner früheren Schule, dem Alten Realgymnasium (heute Oskar-von-Miller-Gymnasium) mit seinen Schülern den 1. MPZ als erste deutsche Pfadfindergruppe gegründet. Von 1922 bis 1932 war Wimmer Lehrer an der Rupprecht Oberrealschule und motivierte ihm geeignet erscheinende Schüler, dem 1. MPZ beizutreten. Wimmer leitete den 1.MPZ damals schon nicht mehr, sondern war im Vorstand des Bayerischen Pfadfinderbundes, dem Förderverein für das interkonfessionelle bayerische Pfadfinden.
Fritz Wagemann nahm bis zum Jahr 2000 an den jährlichen Traditionstreffen des 1. MPZ teil und war mit seiner ehemaligen Pfadfindergruppe in festem Kontakt.
Fritz Wagemann studierte an der Universität München Forstwissenschaften. Von 1941 - 1952 war er Förster in Marquartstein/Chiemsee, ab 1952 Oberforstmeister in Heigenbrücken/Spessart, ab 1960 Oberregierungsforstrat bei der Bezirksregierung von Unterfranken in Würzburg und später Ministerialdirigent.
Sowohl von seinen Kollegen als auch von den pfadfinderischen Freunden wurde seine besondere Herzlichkeit und Geselligkeit herausgestellt, die jede Begegnung mit ihm zu einem menschlichen Gewinn machte.

Fritz Wagemann gehörte als Stifter Nr. 81 zu den Gründungsstiftern der Stiftung Pfadfinden. Er verstarb 2003, wenige Tage nach seinem 90. Geburtstag.
Wagner, Katja

Florstadt

280
Wagner, Till

Florstadt

204
Wäldele, Walther

Karlsruhe

62
* 1921
2003
Der gebürtige Dortmunder kam nach dem Zweiten Weltkrieg nach Karlsruhe. Von 1951 bis 1964 war er Vorsitzender und Geschäftsführer der Gewerkschaft ÖTV, von 1956 bis 1963 gehörte er dem Gemeinderat an, dann wurde er zum Bürgermeister und zwei Jahre danach zum Ersten Bürgermeister gewählt. Fünf Jahre lang – 1961 bis 1966 – gehörte er dem baden-württembergischen Landtag an. Die Liste seiner Verdienste ist lang. Stets mit seinem Namen verbunden bleiben werden Einrichtungen wie der Stadtjugendausschuss, den er gründete und 14 Jahre leitete, das Freizeit- und Bildungswerk im elsässischen Baerenthal, die Verkehrswacht oder das Verkehrsmuseum. Hoher Sachverstand und Weitblick hätten das Handeln von Walther Wäldele ebenso geprägt wie Sachlichkeit und Kompromissbereitschaft, so Oberbürgermeister Heinz Fenrich. Es sei ihm immer um Inhalte gegangen nicht um Dogmen. Wäldele war zudem von 1970 bis 1986 Vorsitzender des Rot-Kreuz-Kreisvereins und Ehrensenator der Fachhochschule Karlsruhe.
aus BNN, Karlsruhe 30.12.2003
Walter, Dr. Christine

Berlin-Haselhorst

475
1961
Walter, Dr. Friederike

Berlin

555
1980
Wamser, Benedikt

München

559
1986
Weber, Sieglinde

Bad Homburg

122
1934
Weber, Werner

Berlin

211
1938
Weische, Hans-Georg (Frogge)

Karlstein

73
* 1944
2010
Wir trauern um unseren Freund und Pfadfinderbruder

Hans-Georg Weische (Froggi), geb. am 10.09.1944, der am 25.04.2010 seine letzte große Fahrt angetreten hat. Seine ersten „Pfadfindererfahrungen“ machte Froggi im Deutschen Pfadfinderbund, bevor er 1960 zum Stamm Wildwasser in Hanau kam.

Nach seiner aktiven Zeit als Gruppenleiter und einer kurzen Familienpause gehörte Froggi im Jahr 1971 zu den Gründungsmitgliedern des Fördererkreises „Pfadfinder Stamm Wildwasser Hanau e. V.“ und nahm seitdem das Amt des Kassierers wahr, das er bis zum Jahr 2009 ununterbrochen ausübte. Ohne sein unermüdliches Engagement und seinen überdurchschnittlichen persönlichen Einsatz wäre es nicht gelungen, in Hanau eine solide Basis für die Pfadfinderarbeit zu schaffen und so auch den Bau eines eigenen Pfadfinderheimes im Jahr 2000 zu ermöglichen.

Den direkten Kontakt zur praktischen Pfadfinderarbeit an der Basis hatte Froggi immer durch sein persönliches Einbringen in die Stammesarbeit, u. a. auch als Teilnehmer bei Bundeslagern, bei denen er gemeinsam mit seiner Ehefrau Moni das Küchenteam bildete. Wir denken noch gerne an gemeinsame Abende am Lagerfeuer zurück, an gemütliche Singerunden und Kaminabende und auch an die Gruppenstunden der Sippe „Elche“, der Froggi bereits seit ihrer Gründung vor über 30 Jahren angehörte. Schon von seiner Krankheit gezeichnet, ließ er es sich bis zuletzt nicht nehmen, regelmäßig an den gemeinsamen Sippenabenden teilzunehmen.

Wir trauern sehr um Froggi und sind im Gedanken bei Moni, die auch aktiv bei den Elchen ist, und seinem Sohn Thomas.

Hartmut Lörcher

Weis, Yves Marcel

Kaltenkirchen

497
1986
Welke, Pascal

Bonn

669
1986
Welle, Gudrun

Hamburg

554
1974
Welz, Stefan

Frankfurt a. Main

512
1986
Wenger, Hans

Berlin

116
Wening, Ute und Helmut

Erlangen

304
1958
Wenzel, Dr. Anne

Frederiksberg, Dänemark

581
Wenzel, Heinz & Christel

Lich

519
Werner, Angelika & Dr. Lutz

Eutin

168
1940
Werner, Ina

Berlin

166
Werner, Dr. Till

Gaggenau

173
Weskamp, Helga

Bochum

462
Wicke, Katrin & Manuel

Erlangen

436
Widmann, Ebba Maria

Stötten a.A.

98
Widmann, Prof. Sampo

Starnberg

201
Wiese, Wolfgang

Morschen Binzförth

521
1956
Wiesner, Alexander

Wolfenbüttel

390
Wildemann, Prof. Dr. Britt

Brunne

453
Wilhelm, Jörg

Dilsberg

99
Wilms, Thomas

Halstenbek

620
1968
Wittenberg, Klaus

Singen

553
1965
Wittke, Hansdieter

Kaarst

346
1930
Wittke, Inge

Kaarst

347
Wißmann, Prof.Dr. Hellmut

Erfurt

318
Wolf, Dr. Christian

Heidelberg

360
Wolf, Gunda

Bargteheide

262
Woscidlo, Maria

Neu-Anspach

86
Zaddach, Felicitas und Frank Helmut

Wolfsburg

243
Zalbertus, André

Düsseldorf

145
Zierke, Barbara

Bremen

191
Zill, Doris

Saarbrücken

42
1954
Zill, Jan

Saarbrücken

491
1990
Zimmer, Franz-Josef

Sulzbach/Saar

313
Zimmermann, Gisela

Gießen

5
1954
Zimmermann, Wolfgang

Kelkheim

254
Zorn, Hans Dieter (Buddha)

* 1940
2009
Buddha - Hans Dieter Zorn - hat seine Aufgabe erfüllt und ist nach Hause gegangen. Er verstarb plötzlich und völlig überraschend am 11.1.2009 im Alter von 59 Jahren im Krankenhaus Ludwigsburg. Der BdP sang für ihn ein letztes "Nehmt Abschied Brüder" am 16.1.2009 in der Pfarrkirche St. Stefan in Untergruppenbach.

"Mit dem Buddha konnte man immer gut auskommen. Wo der war, wurde anständig gesungen, da konnte man Spaß haben, da war es fetzig. Er verfügte über ziemlich viel Wissen in verschiedenen Bereichen, ohne dabei elitär zu tun. Mit dem hast Du dich einfach gerne abends hingesetzt und deinen Wein getrunken."

Aus dem Nachruf von Philipp Stemmer (Günzel)

Zumkeller, Alexander

Baden-Baden

481
1960
###PIWIK###